Für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026 sucht die Hanse- und Universitätsstadt Rostock noch dringend rund 200 ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Besonders groß ist der Bedarf in den Stadtteilen Lichtenhagen, Lütten Klein und Schmarl.

Insgesamt werden für die Durchführung der Wahl in Rostock rund 1.500 Helfer benötigt. Sie sorgen dafür, dass die Wahllokale öffnen können, die Stimmabgabe ordnungsgemäß abläuft und das Ergebnis nach dem Ende der Wahlzeit ausgezählt wird. Der Wahltermin am 20. September wurde von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern festgelegt.

Wahlhelfer erhalten bis zu 100 Euro

Für den ehrenamtlichen Einsatz zahlt die Stadt eine Aufwandsentschädigung. In den regulären Urnenwahllokalen liegt diese je nach übernommener Funktion zwischen 65 und 100 Euro.

In den Briefwahlvorständen werden zwischen 45 und 60 Euro gezahlt. Wer für seine Aufgabe an einer erforderlichen Präsenzschulung teilnimmt, erhält zusätzlich zehn Euro.

Die unterschiedliche Höhe der Entschädigung hängt unter anderem davon ab, ob jemand als einfaches Mitglied eines Wahlvorstandes, als Schriftführer oder in einer leitenden Funktion eingesetzt wird.

Was Wahlhelfer am Wahltag übernehmen

Die Helfer bilden gemeinsam die Wahlvorstände in den Urnen- und Briefwahllokalen. Sie arbeiten grundsätzlich im Team und werden auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Zu ihren Tätigkeiten gehören unter anderem:

  • die Vorbereitung des Wahlraumes,
  • die Prüfung der Wahlberechtigung,
  • die Ausgabe der Stimmzettel,
  • die Aufsicht über den ordnungsgemäßen Wahlablauf,
  • die Auszählung der Stimmen,
  • die Dokumentation und Übermittlung des Ergebnisses.

Besondere politische oder juristische Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Entscheidend sind Zuverlässigkeit, Sorgfalt und die Bereitschaft, während des Wahltages Verantwortung zu übernehmen.

Arbeit erfolgt meist in Schichten

In einem Urnenwahllokal müssen nicht alle Mitglieder des Wahlvorstandes durchgehend von morgens bis abends anwesend sein. Häufig werden während der Öffnungszeit Schichten gebildet.

Zur Vorbereitung des Wahllokals und zur anschließenden Auszählung kommen jedoch alle Mitglieder zusammen. Nach Schließung der Wahllokale beginnt die gemeinsame Ermittlung des Ergebnisses.

Wie lange die Auszählung dauert, hängt unter anderem von der Zahl der abgegebenen Stimmen und der Größe des Wahlbezirks ab.

Besonders großer Bedarf im Rostocker Nordwesten

Noch nicht vollständig besetzt sind insbesondere Wahllokale in Lichtenhagen, Lütten Klein und Schmarl.

In diesen Stadtteilen benötigt die Wahlverwaltung zusätzliche Ehrenamtliche, damit alle vorgesehenen Wahlvorstände vollständig gebildet werden können.

Die Stadt wirbt deshalb ausdrücklich um Menschen, die in diesen Gebieten wohnen oder bereit sind, dort eingesetzt zu werden. Der konkrete Einsatzort wird von der Wahlhelferverwaltung geplant und den Beteiligten rechtzeitig mitgeteilt.

Teilnahme bereits ab 16 Jahren möglich

Wahlhelfer kann grundsätzlich werden, wer bei der Landtagswahl wahlberechtigt ist und am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet hat.

Darüber hinaus müssen Interessierte seit mindestens 37 Tagen in Rostock gemeldet sein und dürfen nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sein.

Damit können sich auch Jugendliche beteiligen, die erstmals bei einer Landtagswahl abstimmen dürfen. Der Einsatz bietet ihnen die Möglichkeit, den Ablauf einer demokratischen Wahl unmittelbar kennenzulernen.

Überparteilichkeit ist Voraussetzung

Während des Einsatzes müssen alle Mitglieder eines Wahlvorstandes neutral auftreten. Wahlwerbung, Parteiabzeichen oder politische Einflussnahme haben im Wahllokal keinen Platz.

Die Helfer kontrollieren nicht die politische Entscheidung der Wähler, sondern ausschließlich, ob die gesetzlichen Abläufe eingehalten werden.

Das Wahlgeheimnis bleibt jederzeit geschützt. Niemand darf beobachten oder dokumentieren, für wen eine andere Person stimmt.

Briefwahl benötigt ebenfalls viele Helfer

Neben den Wahllokalen in den Stadtteilen werden Wahlhelfer für die Auszählung der Briefwahl benötigt.

Die Briefwahlvorstände prüfen nach den gesetzlichen Vorgaben zunächst die eingegangenen Wahlbriefe. Nach dem Ende der allgemeinen Wahlzeit werden die Stimmzettel geöffnet und ausgezählt.

Angesichts der zunehmenden Nutzung der Briefwahl ist dieser Bereich organisatorisch besonders wichtig. Auch dort müssen ausreichend geschulte Personen verfügbar sein, damit das Ergebnis vollständig und zügig ermittelt werden kann.

Ehrenamt sichert den Ablauf der Wahl

Ohne ehrenamtliche Wahlhelfer wäre eine flächendeckende Wahl an einem einzigen Tag kaum durchführbar.

Die Stadtverwaltung organisiert zwar Wahlräume, Unterlagen, Technik und Schulungen. Die praktische Arbeit in den zahlreichen Wahlbezirken wird jedoch überwiegend von Bürgern übernommen.

Der Einsatz ist damit ein wichtiger Dienst an der demokratischen Gemeinschaft. Die Helfer tragen dazu bei, dass alle Wahlberechtigten ihre Stimme unter gleichen und kontrollierten Bedingungen abgeben können.

Anmeldung bei der Stadt Rostock

Interessierte können sich über das Wahlportal der Hanse- und Universitätsstadt Rostock anmelden. Dort werden persönliche Angaben, mögliche Einsatzorte und weitere organisatorische Informationen erfasst.

Alternativ ist eine direkte Kontaktaufnahme mit der Wahlhelferverwaltung möglich.

Wer einen Einsatz in Lichtenhagen, Lütten Klein oder Schmarl übernehmen kann, sollte dies bei der Anmeldung angeben. Die Stadt kann dadurch gezielter planen und noch offene Plätze besetzen.

Bereits seit Monaten laufen die Vorbereitungen

Die organisatorischen Vorbereitungen für die Landtagswahl laufen in Rostock bereits seit mehreren Monaten. Die Stadt hatte zunächst insgesamt rund 1.500 Ehrenamtliche gesucht. Neben der Gewinnung von Wahlhelfern gehören dazu die Einteilung der Wahlbezirke, die Ausstattung der Wahllokale, die Vorbereitung der Briefwahl und die Schulung der Wahlvorstände.

Auch der Rostocker Wahlausschuss hat bereits über die eingereichten Wahlvorschläge für die Landtagswahlkreise 4 bis 7 beraten. Damit schreiten neben der personellen Organisation auch die formalen Wahlvorbereitungen voran.

Landtagswahl am 20. September

Die Bürger Mecklenburg-Vorpommerns wählen am Sonntag, 20. September 2026, einen neuen Landtag. Die Landesregierung hatte den Termin bereits im Juli 2025 beschlossen, um Wahlbehörden, Parteien und Bürgern eine frühzeitige Planung zu ermöglichen.

Für Rostock bedeutet die Wahl einen erheblichen organisatorischen Aufwand. In der Stadt müssen zahlreiche Urnenwahllokale und Briefwahlvorstände besetzt, Unterlagen bereitgestellt und Ergebnisse anschließend geprüft und zusammengeführt werden.

Rostock fehlen für die Landtagswahl am 20. September noch rund 200 Wahlhelfer. Besonders dringend wird Unterstützung in Lichtenhagen, Lütten Klein und Schmarl benötigt.

Je nach Funktion und Einsatzort erhalten die Ehrenamtlichen zwischen 45 und 100 Euro. Für eine notwendige Präsenzschulung zahlt die Stadt weitere zehn Euro.

Mitmachen können grundsätzlich wahlberechtigte Rostocker ab 16 Jahren, die seit mindestens 37 Tagen in der Stadt gemeldet sind. Die Anmeldung ist über das Wahlportal der Stadt oder direkt bei der Wahlhelferverwaltung möglich.

Quelle

Hanse- und Universitätsstadt Rostock: Mitteilung „Noch rund 200 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für die Landtagswahl gesucht“, Juli 2026.
Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern: Bekanntgabe des Wahltermins für den 20. September 2026.