45 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr Lauchhammer haben während eines viertägigen Ausbildungslagers in Sebnitz moderne Feuerwehr- und Waldbrandtechnik kennengelernt. Am 11. Juli 2026 besuchten sie gemeinsam mit zwölf Betreuern die Freiwillige Feuerwehr Sebnitz. Dort standen Fahrzeuge, technische Geräte, praktische Übungen und der Austausch zwischen den Feuerwehren aus Brandenburg und Sachsen im Mittelpunkt.
Das Ausbildungslager fand vom 10. bis 13. Juli im Kinder- und Erholungszentrum Sebnitz statt. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung ging es um Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und gemeinsame Erlebnisse. Ein zentraler Programmpunkt war der Besuch bei der Sebnitzer Feuerwehr.
Nachwuchsfeuerwehrleute lernen Sebnitzer Technik kennen
Nach dem Empfang durch Stadtwehrleiter Björn Hoyer wurden die Gäste in drei Gruppen aufgeteilt. An mehreren Stationen konnten die Kinder und Jugendlichen unterschiedliche Fahrzeuge und Geräte kennenlernen.
Zu den vorgestellten Einsatzmitteln gehörten das Tanklöschfahrzeug TLF 4000, die Drehleiter und die für Einsätze in schwer zugänglichem Gelände vorgesehene Waldbrandraupe. Die Nachwuchsfeuerwehrleute konnten die Technik aus der Nähe betrachten, Fragen stellen und einzelne Geräte unter Anleitung selbst ausprobieren.
Das TLF 4000 ist vor allem für Einsätze vorgesehen, bei denen größere Mengen Löschwasser benötigt werden. Solche Fahrzeuge spielen bei Vegetations- und Waldbränden eine besondere Rolle, weil Wasser nicht an jedem Einsatzort unmittelbar verfügbar ist.
Die Drehleiter ermöglicht den Zugang zu höher gelegenen Gebäudeteilen und kann sowohl bei Bränden als auch bei technischen Hilfeleistungen eingesetzt werden. Für die Jugendlichen bot die Vorführung einen unmittelbaren Einblick in die Anforderungen an moderne Feuerwehrtechnik.
Die Waldbrandraupe ist auf unwegsames Gelände ausgerichtet. Sie kann dort eingesetzt werden, wo größere Fahrzeuge wegen schmaler Wege, steiler Hänge oder schwieriger Bodenverhältnisse nicht weiterkommen.
Die wichtigsten Fakten
- Das Ausbildungslager dauerte vom 10. bis 13. Juli 2026.
- Veranstaltungsort war das KIEZ Sebnitz.
- Teilgenommen haben 45 Kinder und Jugendliche.
- Begleitet wurden sie von zwölf Betreuerinnen und Betreuern.
- Der Besuch der Feuerwehr Sebnitz fand am 11. Juli statt.
- Vorgestellt wurden unter anderem ein TLF 4000, eine Drehleiter und eine Waldbrandraupe.
- Die Teilnehmer wurden für die Besichtigung in drei Gruppen aufgeteilt.
- Zum Abschluss des Besuchs fanden ein Spaßwettkampf und ein gemeinsames Grillen statt.
Die Stadt Lauchhammer veröffentlichte ihren Bericht über das Ausbildungslager am 14. Juli 2026. Darin bezeichnete sie den Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Sebnitz als einen der Höhepunkte des viertägigen Programms.
Ausbildung, Wettkampf und gemeinsames Erlebnis
Nach den technischen Stationen folgte ein Spaßwettkampf. Dabei waren Geschick, Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung gefragt. Solche Übungen gehören zur Jugendarbeit vieler Feuerwehren, weil sie fachliche Inhalte mit Bewegung und gemeinschaftlichen Aufgaben verbinden.
Zum Abschluss kamen die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Essen zusammen. Bei Bratwürsten vom Grill konnten die Gruppen den Ausbildungstag auswerten und sich mit den Sebnitzer Feuerwehrleuten austauschen.
Die Stadt Lauchhammer hob hervor, dass sich bei dem Besuch auch Unterschiede zwischen den Ausbildungs- und Wettkampfformen der Jugendfeuerwehren in Brandenburg und Sachsen vergleichen ließen. Die Jugendlichen erhielten damit nicht nur Einblicke in Fahrzeuge und Geräte, sondern auch in die Organisation der Nachwuchsarbeit im benachbarten Bundesland.
Unterschiede über Landesgrenzen hinweg kennenlernen
Jugendfeuerwehren arbeiten grundsätzlich nach ähnlichen Zielen: Sie vermitteln Kenntnisse über Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Erste Hilfe und den sicheren Umgang mit Geräten. Gleichzeitig unterscheiden sich einzelne Wettbewerbe, Ausbildungspläne und organisatorische Abläufe zwischen Ländern, Landkreisen und Kommunen.
Der Besuch in Sebnitz bot den Jugendlichen die Möglichkeit, solche Unterschiede praktisch kennenzulernen. Nach Angaben der Stadt Lauchhammer ging es ausdrücklich auch um den Vergleich der Wettkampfdisziplinen in Brandenburg und Sachsen.
Der Austausch ist besonders für ältere Mitglieder der Jugendfeuerwehr interessant, die später möglicherweise in den aktiven Einsatzdienst wechseln. Sie erleben dabei, wie andere Wehren Ausbildung organisieren, Technik einsetzen und gemeinsame Aufgaben lösen.
Vier Tage Ausbildungslager im KIEZ Sebnitz
Der Feuerwehrbesuch war Teil eines umfangreicheren Ausbildungslagers. Die Jugendfeuerwehr Lauchhammer war vom 10. bis 13. Juli im KIEZ Sebnitz untergebracht.
Zum weiteren Programm gehörte eine Geocaching-Tour durch Stolpen und das Umfeld der Burg Stolpen. Dabei mussten die Teilnehmer verschiedene Aufgaben lösen. Gefragt waren Orientierungssinn, Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung.
Das Programm verband damit fachliche Ausbildung, Bewegung, regionale Erkundung und Gemeinschaft. Gerade bei mehrtägigen Lagern entstehen Situationen, in denen Kinder und Jugendliche Verantwortung für die Gruppe übernehmen, Aufgaben gemeinsam organisieren und sich außerhalb der regelmäßigen Übungsdienste kennenlernen.
Mehr als reine Technikvermittlung
Die Jugendfeuerwehr ist nicht allein eine Vorbereitung auf den späteren Einsatzdienst. Sie ist zugleich ein Bestandteil der kommunalen Kinder- und Jugendarbeit.
Die Stadtjugendfeuerwehrführung Lauchhammer erklärte nach dem Lager, neben feuerwehrtechnischen Kenntnissen seien insbesondere Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenzen gestärkt worden. Auch der Zusammenhalt innerhalb der Jugendfeuerwehr und das Knüpfen neuer Freundschaften gehörten zu den Zielen.
In Lauchhammer bestehen Jugendgruppen in mehreren Stadt- und Ortsteilen. Die Nachwuchsarbeit umfasst sowohl feuerwehrtechnische Ausbildung als auch Wettbewerbe, Sport, Fahrten und gemeinsame Aktionen. Kinder können zunächst in Kinderfeuerwehrgruppen aufgenommen werden und später in die Jugendfeuerwehr wechseln.
Warum Nachwuchsarbeit für die Feuerwehren entscheidend ist
Freiwillige Feuerwehren sind in weiten Teilen Ostdeutschlands ein wesentlicher Bestandteil der Gefahrenabwehr. Besonders in kleineren Städten und ländlichen Gemeinden wird der Brandschutz überwiegend durch ehrenamtliche Kräfte getragen.
Damit die Einsatzbereitschaft langfristig erhalten bleibt, müssen regelmäßig neue Mitglieder gewonnen und ausgebildet werden. Jugendfeuerwehren schaffen dafür frühzeitig einen Zugang zur praktischen Arbeit der Feuerwehr.
Kinder und Jugendliche lernen dort nicht nur Fahrzeuge, Schläuche und Geräte kennen. Sie werden auch an feste Abläufe, Sicherheitsregeln und gemeinschaftliches Handeln herangeführt. Der spätere Wechsel in eine Einsatzabteilung ist zwar keine Verpflichtung, für viele Ortswehren aber eine zentrale Möglichkeit, Nachwuchs zu gewinnen.
Ausbildungslager ergänzen die regelmäßigen Dienste am Heimatort. Sie ermöglichen längere Übungseinheiten und bieten den Teilnehmern Einblicke in andere Feuerwehren, Landschaften und Einsatzbedingungen.
Waldbrandtechnik besitzt in Sachsen und Brandenburg hohe Bedeutung
Der Besuch in Sebnitz hatte auch wegen der vorgestellten Waldbrandtechnik einen besonderen regionalen Bezug. Sowohl Brandenburg als auch Sachsen verfügen über große Waldflächen und Gebiete, in denen Einsatzkräfte bei Bränden mit schwer zugänglichem Gelände konfrontiert werden können.
Die Sächsische Schweiz stellt Feuerwehren zusätzlich vor besondere topografische Anforderungen. Enge Täler, steile Hänge, Felsgebiete und teilweise nur eingeschränkt befahrbare Wege können den Zugang zu einem Einsatzort erschweren.
In Brandenburg bestehen andere, aber ebenfalls anspruchsvolle Bedingungen. Trockene Kiefernwälder, sandige Böden, ehemalige Tagebauflächen und teilweise munitionsbelastete Gebiete können die Brandbekämpfung erheblich erschweren.
Die ostdeutsche Besonderheit
Viele freiwillige Feuerwehren in Ostdeutschland sichern große Flächen mit vergleichsweise wenigen Einwohnern ab. Einsatzkräfte müssen daher nicht nur auf klassische Gebäudebrände vorbereitet sein, sondern auch auf Vegetationsbrände, technische Hilfeleistungen und längere Anfahrtswege.
Der Erfahrungsaustausch zwischen Feuerwehren verschiedener Bundesländer kann dabei helfen, unterschiedliche Technik und Einsatzkonzepte kennenzulernen. Für Jugendliche wird zugleich sichtbar, dass Feuerwehrarbeit nicht an Stadt-, Kreis- oder Landesgrenzen endet.
Die Begegnung zwischen Lauchhammer und Sebnitz verbindet zwei Regionen, die jeweils eigene Erfahrungen mit Waldbrandgefahren und industriell beziehungsweise touristisch geprägten Landschaften besitzen.
Lauchhammer liegt im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Sebnitz gehört zum Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Zwischen beiden Städten liegen unterschiedliche Einsatzräume, dennoch ähneln sich viele Herausforderungen der freiwilligen Gefahrenabwehr.
Unterstützung durch Kommunen, Unternehmen und Ehrenamtliche
Ein viertägiges Ausbildungslager mit 57 Teilnehmern benötigt Fahrzeuge, Betreuung, Unterbringung, Verpflegung und organisatorische Vorbereitung. Die Stadtjugendfeuerwehrführung bedankte sich deshalb bei mehreren Unterstützern.
Genannt wurden die Stadt Lauchhammer, die BSL Umweltdienste GmbH, das MehrGenerationenHaus Lauchhammer und die IKR Richter Mobility GmbH. Sie unterstützten das Lager unter anderem durch die Bereitstellung von Fahrzeugen.
Ein besonderer Dank galt der Freiwilligen Feuerwehr Sebnitz für die Vorbereitung und Durchführung des Ausbildungstages. Hinzu kamen die ehrenamtlichen Betreuer, Ausbilder und weiteren Helfer, ohne deren Einsatz ein solches Lager nicht möglich wäre.
Ehrenamt trägt die Nachwuchsarbeit
Die Betreuung einer Jugendfeuerwehr findet überwiegend außerhalb regulärer Arbeitszeiten statt. Jugendwarte und Helfer planen Dienste, organisieren Fahrzeuge und Ausrüstung, begleiten Fahrten und tragen Verantwortung für die Teilnehmer.
Das Ausbildungslager zeigt deshalb nicht nur das Engagement der Kinder und Jugendlichen. Es macht zugleich die Arbeit der Erwachsenen sichtbar, die kommunale Nachwuchsarbeit ehrenamtlich ermöglichen.
Für Städte und Gemeinden besitzt diese Arbeit einen doppelten Nutzen. Sie stärkt die örtliche Gemeinschaft und kann langfristig zur personellen Sicherung der freiwilligen Feuerwehren beitragen.
Wie es weitergeht
Nach dem Ausbildungslager kehren die Jugendlichen in ihre jeweiligen Gruppen in Lauchhammer zurück. Die dort gewonnenen Erfahrungen können in die weiteren Übungsdienste, Wettbewerbe und Ausbildungsangebote einfließen.
Ob aus dem Besuch in Sebnitz weitere gemeinsame Termine oder ein regelmäßiger Austausch entsteht, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Die Verbindung zwischen beiden Feuerwehren ist durch den Ausbildungstag jedoch gestärkt worden.
Für die Teilnehmer bleibt vor allem die praktische Erfahrung: Sie konnten moderne Einsatztechnik kennenlernen, Geräte selbst ausprobieren und erleben, wie Feuerwehrleute in einer anderen Region arbeiten.
Fazit
Das Ausbildungslager der Jugendfeuerwehr Lauchhammer verband feuerwehrtechnische Ausbildung mit gemeinschaftlichen Aufgaben und regionalem Austausch. Beim Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Sebnitz erhielten 45 Kinder und Jugendliche Einblicke in ein Tanklöschfahrzeug, eine Drehleiter und spezielle Waldbrandtechnik.
Der Tag zeigte zugleich, welche Bedeutung Jugendfeuerwehren für die Nachwuchsgewinnung und das Ehrenamt besitzen. Die Begegnung zwischen Brandenburg und Sachsen vermittelte fachliche Kenntnisse, stärkte den Zusammenhalt und machte unterschiedliche Ausbildungsformen praktisch erlebbar.
Quellen
- Stadt Lauchhammer: „Erfolgreiches Ausbildungslager der Jugendfeuerwehr Lauchhammer im KIEZ Sebnitz“, veröffentlicht am 14. Juli 2026.
- Freiwillige Feuerwehr Lauchhammer: Informationen zur Kinder- und Jugendfeuerwehr, abgerufen am 21. Juli 2026.
- Übermittelte Mitteilung zum Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Sebnitz am 11. Juli 2026.