Holzbrücke wird neues Wahrzeichen am Kreisverkehr in Lübben

Der Kreisverkehr an der Kreuzung der Bundesstraßen 115 und 87 in Höhe der Lindenstraße erhält ein neues Erscheinungsbild. Die große Holzbrücke, die ursprünglich für das 45. Spreewaldfest angefertigt wurde und bislang auf der Schlossinsel stand, wird künftig den Innenbereich des Verkehrsknotens schmücken.

Der Aufbau ist für Mittwoch und Donnerstag, 22. und 23. Juli 2026, vorgesehen. Während der Arbeiten wird der Verkehr am Kreisverkehr mithilfe einer Ampel geregelt. Autofahrer müssen deshalb mit vorübergehenden Behinderungen rechnen.

Die Brücke soll künftig als symbolisches Eingangstor zur Lübbener Innenstadt und zum touristischen Zentrum dienen.

Fast zehn Meter lang und eine Tonne schwer

Die vollständig aus Fichtenholz gefertigte Konstruktion ist nahezu zehn Meter lang, knapp vier Meter hoch und wiegt annähernd eine Tonne.

Entstanden ist sie im Jahr 2025 für das 45. Spreewaldfest. Die Spreewald-Konserven Feldmann GmbH & Co. KG und die Zimmerei Klaus Altkrüger GmbH unterstützten das Vorhaben als Sponsoren und waren an der Fertigung beteiligt.

Auf der Schlossinsel entwickelte sich die Brücke zu einem beliebten Fotomotiv. Nun erhält sie einen dauerhafteren und deutlich sichtbaren Standort an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Lübbens.

Symbolisches Tor zum Spreewald

Wer über die B115 oder B87 nach Lübben kommt, soll künftig bereits am Kreisverkehr einen sichtbaren Bezug zur Stadt und zum Spreewald erkennen.

Die Holzbrücke greift ein Motiv auf, das eng mit der Landschaft und dem Tourismus der Region verbunden ist. Brücken, Stege und Wasserläufe prägen das Bild des Spreewaldes und gehören für viele Besucher unmittelbar zur Wahrnehmung der Region.

Mit der Installation will die Stadt den Verkehrsknotenpunkt gestalterisch aufwerten und zugleich ein unverwechselbares Eingangssignal für Innenstadt, Schlossinsel und touristische Angebote schaffen.

Bürgermeister dankt Sponsoren und Initiatoren

Bürgermeister Jens Richter bezeichnete die Aufstellung als ersten Schritt zur Neugestaltung des Kreisverkehrs.

Der Standort erhalte dadurch ein eigenständiges Erscheinungsbild, das die Verbundenheit Lübbens mit dem Spreewald sichtbar mache. Zugleich dankte er den Unternehmen und Initiatoren, die den Bau der Brücke ermöglicht hatten.

Durch den neuen Standort bleibt die Konstruktion erhalten und kann weiter öffentlich wahrgenommen werden, statt nach dem Spreewaldfest eingelagert oder zurückgebaut zu werden.

Aufbau sorgt für Verkehrsbehinderungen

Die Installation erfolgt am 22. und 23. Juli.

Da die große und schwere Konstruktion in den Innenbereich des Kreisverkehrs gehoben und dort sicher befestigt werden muss, wird der Verkehr während der Arbeiten durch eine Ampelanlage geregelt.

Der Kreisverkehr bleibt demnach grundsätzlich nutzbar. Verkehrsteilnehmer müssen jedoch mit Wartezeiten und einem langsameren Verkehrsfluss rechnen.

Betroffen ist ein stark genutzter Knotenpunkt, an dem die Bundesstraßen 115 und 87 zusammentreffen. Die Verbindung führt sowohl in Richtung Innenstadt als auch zu weiteren Zielen im Spreewald und in der Region.

Bepflanzung folgt im Herbst

Mit dem Aufbau der Brücke ist die Neugestaltung noch nicht abgeschlossen.

Im Herbst soll der Innenbereich des Kreisverkehrs zusätzlich bepflanzt werden. Vorgesehen sind Blumen und Stauden, die das hölzerne Bauwerk gestalterisch einrahmen sollen.

Die Stadt wartet bewusst bis nach den Sommermonaten. Bei niedrigeren Temperaturen und günstigeren Bodenbedingungen können die Pflanzen besser anwachsen und benötigen weniger intensive Bewässerung.

Die Arbeiten übernimmt der Baubetriebshof der Stadt Lübben.

Gestaltung soll dauerhaft gepflegt werden

Mit der Bepflanzung entsteht eine Kombination aus regionaler Handwerkskunst und saisonaler Begrünung.

Entscheidend wird sein, dass die Pflanzen die Sicht für den Verkehr nicht beeinträchtigen und dauerhaft gepflegt werden. Auch die Holzkonstruktion muss regelmäßig auf Witterungsschäden und Standfestigkeit überprüft werden.

Durch Regen, Frost, starke Sonneneinstrahlung und Wind ist Holz im Außenbereich hohen Belastungen ausgesetzt. Ein geeignetes Schutz- und Wartungskonzept ist daher Voraussetzung für eine langfristige Nutzung.

Lange Abstimmungen vor der Genehmigung

Die Gestaltung des Kreisverkehrs war nach Angaben der Stadt bereits seit längerer Zeit Gegenstand von Gesprächen.

Der Innenbereich gehört nicht zum unmittelbaren Zuständigkeitsbereich der Stadt Lübben. Dadurch waren kommunale Gestaltungsmöglichkeiten bislang eingeschränkt.

Zusätzlich gelten für die Bundesstraße besondere Anforderungen. Die Straße ist als sogenannte Militärstraße eingestuft und muss deshalb auch für bestimmte militärische Transporte nutzbar bleiben.

Größere oder besonders massive bauliche Anlagen im Kreisverkehr waren aus diesem Grund nicht ohne Weiteres zulässig.

Zustimmung von Bundeswehr und Landesbetrieb

Für die Aufstellung der Holzbrücke waren Abstimmungen mit mehreren Stellen erforderlich.

Beteiligt waren das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr sowie der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg.

Nach Prüfung der Konstruktion und des vorgesehenen Standortes wurde die erforderliche Zustimmung erteilt.

Die Holzbrücke erfüllt offenbar die Bedingungen, die sich aus Verkehrssicherheit, Sichtbeziehungen und der besonderen Funktion der Bundesstraße ergeben.

Konstruktion darf Verkehr nicht gefährden

Bei Objekten im Innenbereich eines Kreisverkehrs gelten strenge Anforderungen.

Sie dürfen die Sicht auf andere Verkehrsteilnehmer, Verkehrszeichen und Fahrbahnverläufe nicht einschränken. Außerdem müssen sie so befestigt sein, dass sie auch bei starkem Wind oder einem möglichen Anstoß nicht zu einer zusätzlichen Gefahr werden.

Die Größe der Lübbener Holzbrücke machte deshalb umfangreichere Abstimmungen erforderlich als bei einer einfachen Bepflanzung oder kleineren Dekoration.

Regionale Handwerkskunst bleibt sichtbar

Die Brücke ist nicht nur ein touristisches Symbol, sondern auch ein Beispiel regionaler Handwerksarbeit.

Mit einer Länge von nahezu zehn Metern und einer Höhe von fast vier Metern handelt es sich um eine auffällige Holzkonstruktion, die bereits für das Spreewaldfest eine zentrale gestalterische Funktion übernommen hatte.

Am neuen Standort kann sie dauerhaft an ihre ursprüngliche Verwendung und an das Engagement der beteiligten Betriebe erinnern.

Gerade bei temporären Festbauten stellt sich nach Veranstaltungen häufig die Frage, ob sie weitergenutzt werden können. Lübben hat dafür nun eine öffentlich sichtbare Lösung gefunden.

Stadtgestaltung an einem prominenten Standort

Kreisverkehre sind häufig die ersten Orte, die Besucher bei der Einfahrt in eine Stadt wahrnehmen.

Eine individuelle Gestaltung kann Orientierung schaffen und einen Bezug zum jeweiligen Ort herstellen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass solche Flächen überladen oder rein werblich wirken.

Lübben setzt deshalb auf ein regionales Motiv, das bereits vorhanden ist und mit der Geschichte des Spreewaldfestes verbunden bleibt.

Die spätere Bepflanzung soll dafür sorgen, dass die Konstruktion nicht isoliert auf der Verkehrsinsel steht, sondern in eine zusammenhängende Gestaltung eingebunden wird.

Die Holzbrücke vom 45. Spreewaldfest erhält einen neuen Standort im Kreisverkehr an der Lindenstraße in Lübben.

Die fast zehn Meter lange, knapp vier Meter hohe und nahezu eine Tonne schwere Konstruktion soll künftig als symbolisches Eingangstor in die Innenstadt und das touristische Zentrum dienen.

Der Aufbau erfolgt am 22. und 23. Juli 2026. Währenddessen wird der Verkehr am Kreisverkehr durch eine Ampel geregelt. Im Herbst folgt die zusätzliche Bepflanzung des Innenbereiches.

Nach längeren Abstimmungen mit dem Landesbetrieb Straßenwesen und einer Bundeswehrbehörde kann die Stadt damit einen zentralen Verkehrsknotenpunkt sichtbar aufwerten und zugleich ein Stück regionaler Handwerkskunst dauerhaft erhalten.

Verkehrshinweis

Zeitraum: 22. und 23. Juli 2026
Ort: Kreisverkehr B115/B87 an der Lindenstraße in Lübben
Regelung: Ampelverkehr während des Aufbaus
Hinweis: Mit Wartezeiten und vorübergehenden Einschränkungen ist zu rechnen.

Quelle

Stadt Lübben (Spreewald): Mitteilung „Gestaltung am Kreisverkehr Lindenstraße – Die Holzbrücke von der Schlossinsel erhält einen neuen Standort“, Juli 2026.