Burg im Spreewald lädt am Samstag, 1. August 2026, zu einem besonderen Sommerabend zwischen Kunst, Handwerk und regionalem Genuss ein. Von 15 bis 23 Uhr öffnen zahlreiche Höfe ihre Türen zur Langen Nacht der Kunst- und Handwerkshöfe.
Besucher können durch die weitläufige Burger Streusiedlung ziehen, traditionelle Handwerkstechniken kennenlernen, Kunstwerke entdecken und Spreewälder Spezialitäten probieren. Das Programm reicht von Kräutergärten und Holzschnitzkunst über Bierbrauen und Weben bis zu Musik, Mitmachangeboten und regionaler Küche.
Der Eintritt zu den Programmpunkten ist frei.
Entdeckungstour durch die Burger Streusiedlung
Die Lange Nacht verbindet mehrere Höfe und Einrichtungen in Burg miteinander. Dabei wird die besondere Struktur des Ortes selbst zum Teil der Veranstaltung.
Burg ist durch seine weit auseinanderliegenden Gehöfte, Fließe und Wege geprägt. Besucher können die einzelnen Stationen individuell miteinander verbinden und den Abend als Entdeckungstour durch die Spreewaldlandschaft erleben.
Die Veranstaltung richtet sich an Familien, Kulturinteressierte, Urlauber und Einwohner der Region.
Im Mittelpunkt stehen nicht große Bühnen oder kommerzielle Verkaufsstände, sondern die Höfe, Werkstätten und Menschen, die regionale Traditionen lebendig halten.
Kräuter, Geschichten und kreative Angebote
Auf dem Schlossberghof lädt die Spreewald Kräuterey der Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand zu einem sommerlichen Programm ein.
Besucher können durch den Kräutergarten spazieren und die Vielfalt an Pflanzen, Blüten und Düften kennenlernen. Ergänzt wird das Angebot durch Spreewälder Kurzgeschichten und kreative Mitmachaktionen.
Die Kräuterey verbindet Naturwissen mit sozialer Teilhabe. Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten arbeiten dort gemeinsam und tragen dazu bei, regionale Pflanzenkenntnisse zu vermitteln.
Der Schlossberghof soll während der Langen Nacht zu einem ruhigen Treffpunkt für Familien und Besucher werden, die sich für Kräuter, Natur und regionale Geschichten interessieren.
Holzschnitzkunst im „Glück Auf“
Erstmals beteiligt sich die Gaststätte „Glück Auf“ an der Veranstaltung.
Dort wird handgefertigte Holzschnitzkunst präsentiert. Die Arbeiten zeigen, wie aus einfachen Holzstücken Figuren, Dekorationen und kunsthandwerkliche Einzelstücke entstehen.
Besucher können die Ergebnisse traditioneller Schnitzarbeit aus nächster Nähe betrachten und einen Eindruck davon gewinnen, wie viel Geduld und handwerkliches Können in den einzelnen Werken steckt.
Die neue Station erweitert das Programm um ein weiteres klassisches Handwerk.
Neues Burger Bier im Koigarten
Ebenfalls zum ersten Mal dabei ist der Koigarten.
Dort stellt Benjamin Dossow, Gründer von Spreebräu, das neue Burger Bier vor. Besucher erhalten Einblicke in die Kunst des Bierbrauens und können den Garten erkunden.
Das Angebot verbindet regionales Brauhandwerk mit einer entspannten Gartenatmosphäre.
Die Vorstellung eines eigens mit Burg verbundenen Bieres passt zum Grundgedanken der Veranstaltung: Regionale Produkte sollen nicht nur verkauft, sondern auch in ihrer Herstellung und Geschichte erlebbar gemacht werden.
Historischer Schauhandwerkshof zeigt alte Techniken
Auf dem historischen Schauhandwerkshof steht die Vielfalt traditioneller Materialien im Mittelpunkt.
In den Ateliers werden Arbeiten aus Holz, Ton, Papier und Stoff präsentiert. Besucher können den Kunsthandwerkern über die Schulter schauen und erfahren, wie aus Rohmaterialien individuelle Gegenstände entstehen.
Solche Werkstätten bewahren Wissen, das im industriellen Alltag zunehmend verloren geht. Gleichzeitig zeigen sie, dass traditionelles Handwerk nicht nur Vergangenheit ist, sondern auch moderne Formen und Ideen aufnehmen kann.
Musik auf der Streuobstwiese lädt dazu ein, zwischen den einzelnen Programmpunkten zu verweilen.
Die Verbindung aus alten Bäumen, handwerklicher Arbeit und Musik soll eine ruhige, sommerliche Atmosphäre schaffen.
Gurken selbst einlegen
Der Gemüsebaubetrieb Lutz Duschka widmet sich einer der bekanntesten Spreewälder Traditionen: der eingelegten Gurke.
Besucher können selbst Gurken einlegen und dabei erfahren, welche Zutaten und Arbeitsschritte für die Herstellung notwendig sind.
Darüber hinaus werden Spreewälder Trachten vorgestellt. Sie gehören zu den sichtbaren kulturellen Besonderheiten der Region und unterscheiden sich je nach Ort, Anlass und Lebensphase.
Musikalisch begleitet wird das Programm von den Oktoberfest-Spitzbuben.
Haus des Gastes wird Mitmachstation
Die Touristinformation im Haus des Gastes dient an diesem Abend nicht nur als zentrale Anlaufstelle.
Gäste können dort eine kleine Trachtenausstellung besuchen und Vorführungen des traditionellen Handwebens erleben.
Wer selbst aktiv werden möchte, kann sich an einem Webrahmen versuchen. Ergänzend ist ein Bastelworkshop geplant.
Das Haus des Gastes verbindet damit Information, Kulturvermittlung und praktische Beteiligung.
Gerade für Familien bieten solche Angebote die Möglichkeit, traditionelle Techniken nicht nur anzusehen, sondern selbst auszuprobieren.
Regionale Speisen und Getränke an allen Stationen
An den teilnehmenden Höfen werden verschiedene Speisen und Getränke angeboten.
Auf dem Programm stehen Spezialitäten aus Topf und Pfanne sowie Gerichte vom Grill. Hinzu kommen erfrischende Getränke und regionale Produkte.
Die kulinarischen Angebote gehören bewusst zum Gesamtkonzept. Der Abend soll nicht allein eine Ausstellung von Handwerk sein, sondern ein gemeinschaftliches Erlebnis aus Kultur, Landschaft und Genuss.
Besucher können zwischen den Stationen Pausen einlegen und den Abend individuell gestalten.
Anreise mit Fahrrad, Rumpelguste oder Ruf-Shuttle
Aufgrund der weitläufigen Streusiedlung liegen die einzelnen Veranstaltungsorte nicht unmittelbar nebeneinander.
Die Veranstalter empfehlen daher eine Anreise und Weiterfahrt mit dem Fahrrad. Alternativ können die kostenpflichtige Rumpelguste oder ein Ruf-Shuttle genutzt werden.
Beide Angebote verbinden die teilnehmenden Höfe und erleichtern den Besuch mehrerer Stationen.
Autofahrer sollten beachten, dass an den Höfen nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen. Eine individuelle Tour mit dem Fahrrad oder den angebotenen Verkehrsmitteln dürfte deshalb die einfachere Möglichkeit sein.
Streusiedlung macht Veranstaltung besonders
Die Entfernung zwischen den Höfen ist keine bloße organisatorische Herausforderung. Sie trägt auch zum Charakter der Veranstaltung bei.
Besucher bewegen sich durch eine Landschaft, die von Wasserläufen, Gärten, Wiesen und traditionellen Gebäuden geprägt ist.
Die Wege zwischen den Stationen werden damit selbst Teil des Abends. Anders als bei einem zentralen Straßenfest entsteht kein dicht gedrängtes Veranstaltungsgelände.
Stattdessen verteilt sich das Programm auf verschiedene Orte, die jeweils einen eigenen Schwerpunkt setzen.
Traditionelles Handwerk bleibt Teil regionaler Identität
Die Lange Nacht zeigt, wie eng Handwerk und regionale Identität im Spreewald miteinander verbunden sind.
Weben, Schnitzen, Töpfern, Brauen oder das Einlegen von Gurken waren über viele Generationen selbstverständliche Bestandteile des Alltags.
Heute werden viele dieser Tätigkeiten nur noch in spezialisierten Werkstätten oder zu besonderen Veranstaltungen gezeigt.
Umso wichtiger sind Formate, die Wissen weitergeben und jüngere Generationen ansprechen.
Mitmachangebote können dabei mehr bewirken als reine Vorführungen. Wer selbst einen Webrahmen bedient, Kräuter verarbeitet oder Gurken einlegt, entwickelt ein anderes Verständnis für die Arbeit hinter einem Produkt.
Kulturveranstaltung stärkt auch die Höfe
Die Veranstaltung bietet den beteiligten Höfen und Betrieben zugleich eine Möglichkeit, sich einem größeren Publikum vorzustellen.
Kleine Werkstätten und regionale Produzenten verfügen häufig nur über begrenzte Möglichkeiten für Werbung und öffentliche Präsentation.
Ein gemeinsamer Veranstaltungstag erhöht die Sichtbarkeit und schafft Verbindungen zwischen Tourismus, Kultur und lokaler Wirtschaft.
Davon profitieren nicht nur einzelne Anbieter. Auch Burg als Reiseziel kann sein Profil als Ort lebendiger Spreewaldkultur stärken.
Ein Sommerabend für Einwohner und Gäste
Die Lange Nacht richtet sich ausdrücklich nicht nur an Touristen.
Auch Einwohner aus Burg, dem Spreewald und den umliegenden Gemeinden können bekannte Orte neu entdecken und mit den Menschen hinter den Werkstätten und Höfen ins Gespräch kommen.
Gerade diese Begegnungen gehören zum besonderen Wert regionaler Veranstaltungen.
Kunsthandwerk bleibt nicht anonym hinter Verkaufsregalen. Besucher lernen die Herstellenden kennen, erfahren mehr über Materialien und können Fragen stellen.
So entsteht ein direkter Austausch, der im gewöhnlichen Handel kaum noch möglich ist.
Die Lange Nacht der Kunst- und Handwerkshöfe verbindet am 1. August zahlreiche Stationen in Burg im Spreewald.
Von 15 bis 23 Uhr erwarten die Besucher Kräutergärten, Holzschnitzkunst, Bierbrauen, Weben, Musik, Trachten und regionale Küche.
Erstmals beteiligen sich die Gaststätte „Glück Auf“ und der Koigarten. Weitere Programmpunkte gibt es auf dem Schlossberghof, dem historischen Schauhandwerkshof, beim Gemüsebaubetrieb Lutz Duschka und im Haus des Gastes.
Der Eintritt zu den Programmpunkten ist frei. Wegen der begrenzten Parkmöglichkeiten empfiehlt sich die Anreise mit dem Fahrrad oder die Nutzung der kostenpflichtigen Rumpelguste beziehungsweise des Ruf-Shuttles.
Veranstaltungsinformationen
Termin: Samstag, 1. August 2026
Zeit: 15 bis 23 Uhr
Ort: Verschiedene Kunst- und Handwerkshöfe in Burg (Spreewald)
Eintritt: frei
Anreise: Fahrrad, kostenpflichtige Rumpelguste oder Ruf-Shuttle empfohlen
Hinweis: An den Höfen stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung.
Quelle
Amt Burg (Spreewald): Mitteilung „Ein Abend für Kultur, Handwerk und Genuss – Lange Nacht der Kunst- und Handwerkshöfe am 1. August“, veröffentlicht am 21. Juli 2026.