Die Stadt Lübben sucht kurzfristig einen neuen Betreiber für das Schlossrestaurant an der Schlossinsel. Interessierte Gastronominnen und Gastronomen können sich bis zum 14. August 2026 mit einem Betreiberkonzept und einem wirtschaftlichen Angebot bewerben. Der Pachtvertrag soll bereits am 1. September beginnen und zunächst bis Ende 2031 laufen.

Das Restaurant liegt direkt am Schlangengraben und damit an einem der touristisch besonders stark besuchten Bereiche der Spreewaldstadt. Zum Standort gehören drei Gasträume, eine große Außenterrasse sowie Lager- und Nebenflächen.

Restaurant an touristisch starkem Standort

Das Schlossrestaurant befindet sich im unmittelbaren Umfeld des Lübbener Schlosses. Museum, Stadtbibliothek, Wappensaal und Schlossturm bilden gemeinsam einen kulturellen Anlaufpunkt für Einwohner und Gäste. Das Museum bietet auch während der Sommersaison regelmäßig Veranstaltungen, Workshops und Ferienangebote an.

Direkt am Restaurant führt der Kahnverkehr auf dem Schlangengraben vorbei. Auch die Schlossinsel, der Lübbener Hafen und die Innenstadt sind zu Fuß erreichbar. Die Lage bietet damit sowohl Potenzial für klassische Restaurantbesuche als auch für Ausflugsgäste, Gruppen und Tagestouristen.

Die Stadt beschreibt das Objekt als Gastronomiestandort mit hoher Besucherfrequenz. Gesucht wird ein Konzept, das zur besonderen Umgebung des Schlossensembles passt und das touristische Potenzial des Standorts nutzt.

Die wichtigsten Daten der Ausschreibung

Die Gastronomiefläche verteilt sich auf drei Gasträume mit zusammen rund 89 Quadratmetern. Hinzu kommt eine etwa 96 Quadratmeter große Außenterrasse.

Zum Objekt gehören außerdem:

  • Gäste- und Personaltoiletten,
  • Lagerflächen,
  • ein bereits vorhandener Ausschanktresen,
  • teilweise übernehmbares Inventar,
  • die unmittelbare Lage an Schlossinsel und Schlangengraben.

Über die mögliche Übernahme des vorhandenen Inventars soll individuell gesprochen werden. Welche Einrichtungsgegenstände im Einzelnen dazugehören und zu welchen Bedingungen sie übernommen werden können, geht aus der Kurzfassung der Ausschreibung nicht hervor.

Gastronomisches Gesamtkonzept verlangt

Die Stadt erwartet mehr als eine allgemeine Bewerbung. Interessierte müssen ein aussagekräftiges Betreiberkonzept einreichen, das die geplante Ausrichtung des Restaurants nachvollziehbar beschreibt.

Dazu sollen insbesondere Angaben zum Speisen- und Getränkeangebot, zur Organisation des Betriebs und zu den vorgesehenen Öffnungszeiten gehören. Außerdem müssen die Bewerber darlegen, wie ein wirtschaftlich tragfähiger Betrieb erreicht werden soll.

Die Stadt will bei ihrer Entscheidung sowohl die Qualität des gastronomischen Konzepts als auch das wirtschaftliche Angebot berücksichtigen. Damit ist nicht allein die Höhe der angebotenen Pacht ausschlaggebend.

Ein überzeugendes Konzept muss vielmehr zeigen, wie sich das Restaurant in das Schlossensemble, das touristische Umfeld und das gastronomische Angebot der Stadt einfügt.

Vertrag soll bis Ende 2031 laufen

Der neue Pachtvertrag soll am 1. September 2026 beginnen. Vorgesehen ist zunächst eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2031. Damit erhalten Bewerber einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren, um den Standort aufzubauen und ein dauerhaftes Angebot zu entwickeln.

Der vergleichsweise kurzfristige Betriebsbeginn stellt Interessierte allerdings vor organisatorische Herausforderungen. Zwischen dem Ende der Bewerbungsfrist am 14. August und dem geplanten Vertragsbeginn liegen nur gut zwei Wochen.

In dieser Zeit müssten die Auswahl abgeschlossen, der Vertrag vereinbart und die betrieblichen Voraussetzungen für eine Öffnung geschaffen werden. Ob der Restaurantbetrieb tatsächlich bereits am 1. September vollständig aufgenommen werden muss oder eine Vorbereitungsphase möglich ist, sollte direkt mit dem Sachgebiet Liegenschaften geklärt werden.

Standort bietet Chancen für regionale Gastronomie

Das Schlossrestaurant liegt in einer Stadt, deren Wirtschaft stark mit dem Tourismus im Spreewald verbunden ist. Der Standort eignet sich daher für ein Angebot, das Einwohner und Urlauber gleichermaßen anspricht.

Denkbar sind regionale Gerichte, saisonale Speisekarten und Produkte aus Brandenburg und dem Spreewald. Auch kleinere Kulturveranstaltungen, Angebote für Reisegruppen oder eine Zusammenarbeit mit Museum und Stadtbibliothek könnten zu einem Standortkonzept gehören. Die konkrete Ausgestaltung bleibt den Bewerbern überlassen.

Für regionale Produzenten, Lebensmittelhandwerker und Getränkelieferanten kann ein neuer gastronomischer Betrieb zusätzliche Absatzmöglichkeiten schaffen. Gleichzeitig hängt der wirtschaftliche Erfolg davon ab, ob es gelingt, neben dem saisonalen Ausflugsgeschäft auch eine regelmäßige Nachfrage aus Lübben und dem Umland aufzubauen.

Bedeutung für die Innenstadt

Ein dauerhaft geöffnetes Restaurant kann die Aufenthaltsqualität rund um Schlossinsel und Innenstadt erhöhen. Besonders außerhalb größerer Veranstaltungen sind verlässliche gastronomische Angebote wichtig, damit Besucher länger in der Stadt bleiben.

Von einem erfolgreichen Betrieb können auch andere Unternehmen profitieren. Dazu zählen Einzelhändler, Beherbergungsbetriebe, Kahnfährunternehmen, touristische Dienstleister und weitere gastronomische Einrichtungen.

Die Ausschreibung ist damit nicht nur für einzelne Gastronomen interessant. Sie betrifft auch die touristische Entwicklung eines zentralen Bereichs der Kreisstadt Lübben im Landkreis Dahme-Spreewald.

Bewerbung bis zum 14. August

Vollständige Bewerbungen müssen bis zum 14. August 2026 bei der Stadt Lübben eingehen. Die Stadt bevorzugt eine digitale Übersendung an die E-Mail-Adresse des Sachgebiets Liegenschaften.

Eine postalische Bewerbung ist ebenfalls möglich. Auf dem Umschlag soll der Vermerk „Ausschreibung Schlossrestaurant“ angebracht werden.

Nach Angaben der Stadt sind die vollständigen Ausschreibungsunterlagen auf der kommunalen Internetseite erhältlich. Interessierte sollten diese vor der Bewerbung sorgfältig prüfen. Dort können weitere Vorgaben zu Pachtbedingungen, Nebenkosten, Betriebspflichten, Versicherungen oder einzureichenden Nachweisen enthalten sein.

Als Ansprechpartner nennt die Stadt Frau Pötschick, Frau Böttcher und Herrn Kruspe aus dem Sachgebiet Liegenschaften.

BEWERBUNG
Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sind bis 14. August 2026 bevorzugt digital an liegenschaften@luebben.de oder postalisch an folgende Anschrift zu richten: Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Blota), Sachgebiet Liegenschaften, Vermerk "Ausschreibung Schlossrestaurant", Poststraße 5, 15907 Lübben (Spreewald). Weitere Informationen sowie die vollständigen Ausschreibungsunterlagen sind auf luebben.de verfügbar.

Wie es weitergeht

Nach dem Ende der Bewerbungsfrist will die Stadt die eingegangenen Konzepte und wirtschaftlichen Angebote bewerten. Anschließend soll entschieden werden, welcher Bewerber den Pachtvertrag erhält.

Wegen des geplanten Vertragsbeginns am 1. September ist ein zügiges Auswahlverfahren erforderlich. Ob mehrere Bewerber zu persönlichen Gesprächen oder zur näheren Vorstellung ihrer Konzepte eingeladen werden, wurde in der Kurzmitteilung nicht erläutert.

Mit dem Schlossrestaurant schreibt die Stadt Lübben einen Gastronomiestandort in besonderer Lage aus. Drei Gasträume, eine große Terrasse und die unmittelbare Nähe zu Schlossinsel, Museum und Kahnverkehr bieten ein erhebliches touristisches Potenzial.

Bewerber müssen jedoch kurzfristig handeln. Die Frist endet am 14. August, während der Pachtvertrag bereits zum 1. September beginnen soll. Entscheidend für die Auswahl sind ein nachvollziehbares gastronomisches Konzept und ein wirtschaftlich tragfähiges Angebot.

Quellen

  • Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota): „Betreiber*in für das Schlossrestaurant gesucht“, Presseinformation vom Juli 2026.
  • Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota): Ausschreibungsunterlagen für das Schlossrestaurant, Bewerbungsfrist 14. August 2026.
  • Museum Schloss Lübben: aktuelles Veranstaltungsprogramm 2026, abgerufen am 21. Juli 2026.