Die Staatsstraße S 165 wird am Ortsausgang von Sebnitz vom 12. bis einschließlich 15. August 2026 vollständig für den Durchgangsverkehr gesperrt. Betroffen ist die Hohnsteiner Straße im Bereich des Ortsteils Amtshainersdorf in Richtung Ulbersdorf. Grund sind Arbeiten an der dortigen Eisenbahnbrücke. Neben Autofahrern müssen sich auch Fahrgäste mehrerer Buslinien und des Schienenersatzverkehrs der Nationalparkbahn auf Änderungen einstellen.
Die Sperrung ist Teil der umfangreichen Bauarbeiten der Deutschen Bahn auf der Strecke zwischen Neustadt, Sebnitz und Bad Schandau. Dort werden seit April zwei Eisenbahnbrücken sowie Anlagen im Bahnhof Sebnitz erneuert. Der Zugverkehr bleibt nach Angaben der Deutschen Bahn noch bis Anfang September unterbrochen.
Was aktuell geschehen ist
Die Hohnsteiner Straße wird von Mittwoch, 12. August, bis Samstag, 15. August 2026, im Bereich Hainersdorf vollständig gesperrt. Die Straße ist Teil der S 165 und verbindet Sebnitz über Amtshainersdorf und Ulbersdorf mit Hohnstein.
Eine Umleitungsstrecke für den Durchgangsverkehr soll über Neustadt in Sachsen eingerichtet und ausgeschildert werden. Durch die weiträumige Führung müssen Autofahrer mit längeren Fahrtwegen rechnen.
Die Regionale Verkehrsgesellschaft Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat die Sperrung am 15. Juli 2026 angekündigt. Nach ihren Angaben fahren die Busse der Linien 236 und 237 sowie die Busse des Schienenersatzverkehrs U 28 während der Sperrung eine Umleitung.
Die wichtigsten Fakten
Die Vollsperrung gilt nach derzeitiger Planung:
- vom 12. August 2026, 0 Uhr,
- bis zum Ende des 15. August 2026,
- auf der Hohnsteiner Straße im Sebnitzer Ortsteil Hainersdorf,
- für den Durchgangsverkehr zwischen Sebnitz und Ulbersdorf.
Die Busse der Linien 236, 237 und des Ersatzverkehrs U 28 fahren aus Richtung Hohnstein über Ulbersdorf und Lichtenhain zum Sebnitzer Busbahnhof. In Gegenrichtung gilt dieselbe Umleitung.
Während der Sperrung können folgende Haltestellen nicht bedient werden:
- Hainersdorf, Hp Amtshainersdorf
- Hainersdorf, Siedlerstraße
- Hainersdorf, Sebnitztal
- Sebnitz, Hohnsteiner Straße
Der Verkehrsverbund Oberelbe führt die Einschränkung ebenfalls für den Zeitraum vom 12. August bis zum Beginn des 16. August in seiner Übersicht der Fahrplanänderungen. Fahrgäste sollten beachten, dass die Auswirkungen nicht in jedem Fall sofort vollständig in der elektronischen Fahrplanauskunft berücksichtigt werden.
Der Hintergrund
Die Brücke über die S 165 ist eine von zwei Eisenbahnbrücken, die im Zuge der laufenden Streckensanierung erneuert werden. Bereits im April war die Staatsstraße zeitweise gesperrt worden, als der stählerne Brückenüberbau ausgehoben wurde.
Auch eine zweite Brücke über den Fluss Sebnitz wurde ausgebaut. Die Bauteile wurden zur Aufarbeitung zu einem Fachunternehmen gebracht. Die Arbeiten im August dienen der weiteren Sanierung beziehungsweise dem Wiedereinbau und der Fertigstellung der Brückenkonstruktion.
Die Baumaßnahme gehört zu einer größeren Sperrung der Sebnitztalbahn. Seit dem 18. April 2026 ist die Strecke Neustadt–Sebnitz–Bad Schandau für den Zugverkehr gesperrt. Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen die Arbeiten bis zum 5. September dauern.
Warum das Thema gerade jetzt wichtig ist
Die Straßensperrung trifft auf eine Region, in der der reguläre Bahnverkehr bereits seit Monaten durch Busse ersetzt wird. Damit betrifft die Baustelle nicht nur den individuellen Autoverkehr, sondern zugleich den Ersatzverkehr für zwei Bahnlinien.
Auf der U 28 und der RB 71 bestehen während der Streckensperrung umfangreiche Ersatzverbindungen. Zwischen Neustadt, Sebnitz und Bad Schandau fahren Busse anstelle der Züge. Zusätzlich ist ein grenzüberschreitender Ersatzverkehr in Richtung Tschechien vorgesehen.
Wenn die S 165 gesperrt wird, müssen daher auch jene Busse ausweichen, die bereits den ausgefallenen Bahnverkehr ersetzen. Fahrgäste aus Amtshainersdorf und den angrenzenden Bereichen verlieren vorübergehend mehrere wohnortnahe Haltestellen.
Umfangreiche Arbeiten am Bahnhof Sebnitz
Neben den Brücken modernisiert die Deutsche Bahn auch den Nationalparkbahnhof Sebnitz. Dort werden Gleise, Bahnsteiganlagen und Teile des Bahnsteigdaches bearbeitet.
Ein besonderer Schwerpunkt ist der mehr als 150 Jahre alte Tunnel im Bahnhof. Nach Angaben der Deutschen Bahn wird das Bauwerk im Rahmen der Streckensperrung erneuert. Auch einige Stützen des Bahnsteigdaches sollen ausgetauscht und die Bahnsteige aufgewertet werden.
Die Deutsche Bahn und der Bund investieren rund 2,9 Millionen Euro in die Arbeiten am Bahnhof Sebnitz. Diese Summe bezieht sich auf die Modernisierung des Bahnhofs und nicht auf das gesamte Bauprogramm entlang der Strecke.
Arbeiten an Gleisen, Tunnel und Bahnsteigen
Während der Vollsperrung können Bauunternehmen mehrere Maßnahmen gleichzeitig ausführen. Gleise werden abschnittsweise ausgebaut, damit Arbeiten am Untergrund, an Bauwerken und an den Bahnanlagen möglich sind.
Die Bündelung der Arbeiten soll verhindern, dass für einzelne Maßnahmen immer wieder neue Streckensperrungen notwendig werden. Für Fahrgäste bedeutet dies allerdings eine mehrmonatige Unterbrechung des durchgehenden Bahnverkehrs.
Die Deutsche Bahn begründet die Arbeiten mit der langfristigen Verfügbarkeit der Strecke. Die Brücken und der historische Tunnel gehören zu den Bauwerken, die für einen zuverlässigen Bahnbetrieb instand gehalten werden müssen.
Was die Sperrung für die Region bedeutet
Die S 165 ist eine wichtige regionale Verbindung zwischen Sebnitz, Hohnstein und den Ortsteilen im Sebnitztal. Sie wird von Pendlern, Anwohnern, Schülern, Handwerksbetrieben und touristischem Verkehr genutzt.
Die Umleitung über Neustadt verlängert insbesondere Fahrten zwischen Sebnitz und Hohnstein deutlich. Auch Betriebe, Pflegedienste und Lieferverkehr müssen ihre Routen während der vier Sperrtage anpassen.
Für Fahrgäste aus Hainersdorf ist die Situation besonders spürbar. Mehrere Haltestellen werden nicht bedient, während zugleich keine regulären Züge verkehren. Betroffene müssen auf andere Einstiegsstellen ausweichen oder zusätzliche Wege bis zum Sebnitzer Busbahnhof einplanen.
Die ostdeutsche Besonderheit
Regionalbahnen wie die U 28 und die RB 71 erfüllen im ländlich geprägten Ostdeutschland eine doppelte Aufgabe. Sie verbinden kleinere Städte und Ortsteile miteinander und erschließen zugleich touristische Regionen.
Die Nationalparkbahn ist darüber hinaus eine grenzüberschreitende Verbindung zwischen Sachsen und Tschechien. Sie verbindet unter anderem Děčín, Bad Schandau, Sebnitz und Rumburk. Bauarbeiten auf deutscher Seite wirken sich deshalb auch auf internationale Reiseketten und den Tourismus in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz aus.
Gleichzeitig zeigen die Arbeiten den hohen Sanierungsbedarf älterer regionaler Bahnstrecken. Brücken, Tunnel, Bahnsteige und Gleise müssen erhalten werden, obwohl die Baumaßnahmen zeitweise erhebliche Einschränkungen für vergleichsweise kleine Orte verursachen.
Positionen und offene Fragen
Die Deutsche Bahn verweist auf die notwendige Modernisierung der Infrastruktur und bittet Reisende und Anwohner um Verständnis. Ziel der Arbeiten ist es, die Strecke und ihre Bauwerke langfristig nutzbar zu halten.
Die Verkehrsunternehmen informieren über Umleitungen und ausfallende Haltestellen. Offen bleibt, ob sich der Bauablauf wegen Witterung, technischer Probleme oder Verzögerungen noch verändern kann.
Ebenso ist nicht abschließend bekannt, ob während der viertägigen Straßensperrung zusätzliche Ersatzhaltestellen eingerichtet werden. In der bisher veröffentlichten RVSOE-Mitteilung werden die vier entfallenden Haltestellen und die Umleitung über Ulbersdorf und Lichtenhain genannt.
Fahrgäste sollten ihre Verbindung deshalb kurz vor Fahrtbeginn erneut prüfen. Dies gilt besonders für Reisende mit Anschlüssen in Bad Schandau, Neustadt oder auf tschechischer Seite.
Wie es weitergeht
Nach dem 15. August soll die S 165 wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Bahnstrecke bleibt jedoch darüber hinaus gesperrt.
Der Schienenersatzverkehr zwischen Neustadt, Sebnitz und Bad Schandau ist laut Deutscher Bahn bis einschließlich 4. September vorgesehen. Die Wiederaufnahme des Zugverkehrs ist nach derzeitiger Planung für den 5. September 2026 vorgesehen.
Bis dahin verkehren Ersatzbusse für die RB 71 und die Nationalparkbahn U 28. Reisende sollten die jeweils aktuellen Fahrpläne der Deutschen Bahn, des Verkehrsverbundes Oberelbe und der RVSOE beachten.
Die Vollsperrung der S 165 vom 12. bis 15. August ist ein weiterer Abschnitt der umfangreichen Bahnsanierung rund um Sebnitz. Während an der Bahnbrücke bei Amtshainersdorf gearbeitet wird, müssen Autofahrer über Neustadt ausweichen.
Besonders betroffen sind Fahrgäste der Linien 236 und 237 sowie des Schienenersatzverkehrs U 28. Vier Haltestellen entfallen vorübergehend. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit der Erneuerung von zwei Bahnbrücken, dem historischen Tunnel und weiteren Anlagen am Nationalparkbahnhof Sebnitz.
Quellen
- Regionale Verkehrsgesellschaft Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: „Linien 236, 237, SEV U 28: Sperrung der Hohnsteiner Straße in Sebnitz“, veröffentlicht am 15. Juli 2026.
- Verkehrsverbund Oberelbe: Fahrplanänderungen zur Sperrung der Hohnsteiner Straße, abgerufen am 21. Juli 2026.
- Deutsche Bahn AG: „Deutsche Bahn verlängert Bauarbeiten zwischen Pirna-Copitz und Dürrröhrsdorf“, veröffentlicht am 24. März 2026.
- DB Regio Südost: Übersicht zum Ersatzverkehr auf den Linien RB 71 und U 28, Stand März 2026.
- Mitteilung der Großen Kreisstadt Sebnitz zur Sanierung der Bahnbrücke an der S 165.