Neues Freizeitareal entsteht in Forst-Keune

In der Ortslage Keune hat der Bau eines neuen Freizeitareals begonnen. Am Montag, 20. Juli 2026, erfolgte im Beisein der Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek der offizielle Spatenstich für das Projekt.

Auf dem Gelände sollen künftig Bewegung, Spiel, Erholung und Naturerleben miteinander verbunden werden. Geplant sind zwei Rad- und Rollerbahnen, verschiedene Spiel- und Bewegungsbereiche, Sitz- und Liegeflächen sowie mehrere naturnah gestaltete Gärten und Blühflächen.

Die Gesamtkosten liegen nach Angaben der Stadt bei rund 588.000 Euro. 90 Prozent der Finanzierung stammen aus einem Förderprogramm des Bundes. Den verbleibenden Anteil von zehn Prozent übernimmt die Stadt Forst.

Angebot für Familien, Schüler und Radtouristen

Das neue Areal richtet sich an unterschiedliche Alters- und Nutzergruppen.

Neben Familien und Einwohnern aus Keune und Forst sollen auch Schülerinnen und Schüler, Kinder, Jugendliche, Radtouristen und Gäste der Stadt angesprochen werden.

Die Anlage soll nicht als klassischer Spielplatz mit wenigen Geräten entstehen. Vorgesehen ist vielmehr ein zusammenhängender Freizeit- und Begegnungsraum, der sportliche Nutzung, Aufenthalt und Naturbeobachtung miteinander verbindet.

Das Projekt soll damit sowohl der örtlichen Bevölkerung als auch Besuchern zur Verfügung stehen.

Generationenübergreifender Treffpunkt

Die Stadt verfolgt das Ziel, einen Freiraum für verschiedene Generationen zu schaffen.

Während Kinder und Jugendliche die Rad- und Rollerbahnen oder die Spielbereiche nutzen können, sollen Erwachsene und ältere Besucher auf den Grünflächen und Sitzgelegenheiten Erholung finden.

Auch Familien mit Kleinkindern erhalten einen eigenen geschützten Bereich.

Die verschiedenen Flächen werden so angeordnet, dass aktive und ruhigere Bereiche nebeneinander bestehen können.

Große Rollerbahn mit Buckeln und Steilkurve

Zu den auffälligsten Elementen des neuen Freizeitareals gehört eine große Rad- und Rollerbahn.

Die Strecke wird aus lehmhaltiger Erde hergestellt und mit mehreren Buckeln sowie einer Steilkurve ausgestattet. Dadurch soll ein abwechslungsreicher Rundkurs entstehen, der von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit unterschiedlichen Erfahrungen genutzt werden kann.

Solche Bahnen werden häufig mit Fahrrädern, Rollern oder Laufrädern befahren. Geschwindigkeit entsteht vor allem durch Gewichtsverlagerung und die Bewegung über Wellen und Kurven.

Die Anlage soll sportliche Betätigung ermöglichen, ohne den Charakter eines klassischen Sportplatzes anzunehmen.

Kleinere Asphaltbahn für unterschiedliche Altersgruppen

Im östlichen Bereich des Geländes entsteht zusätzlich eine kleinere Rad- und Rollerbahn aus Asphalt.

Die glatte Oberfläche eignet sich insbesondere für jüngere Kinder und weniger erfahrene Nutzer. Sie kann mit Rollern, Fahrrädern oder Laufrädern befahren werden.

Durch die beiden unterschiedlich gestalteten Bahnen entsteht ein Angebot für mehrere Alters- und Leistungsstufen.

Eine mittig angeordnete Kiefernpflanzung soll den Übergang zwischen den verschiedenen Bereichen des Freizeitareals bilden.

Eingefriedeter Obstgarten für Kleinkinder

In unmittelbarer Nähe der kleineren Bahn wird ein geschützter Spielbereich für Kleinkinder angelegt.

Dieser sogenannte Obstgarten wird durch einen Staketenzaun begrenzt. Damit soll verhindert werden, dass kleine Kinder unbeabsichtigt in die stärker genutzten Bewegungsbereiche laufen.

Wildobstbäume geben dem Bereich seinen Namen und sollen zugleich Schatten, Naturerfahrung und jahreszeitliche Veränderungen erlebbar machen.

Rasenflächen sowie Sitz- und Liegemöglichkeiten bieten Eltern und Begleitpersonen Platz zum Verweilen.

Der Bereich verbindet damit Spielmöglichkeiten mit einem ruhigeren Aufenthaltsraum.

Schmetterlingsgarten soll Insekten anlocken

Auch ökologische Aspekte spielen bei der Gestaltung eine wichtige Rolle.

Ein Schmetterlingsgarten mit Wildstauden und Gräsern soll Nahrung und Lebensraum für verschiedene Insekten bieten.

Die Pflanzen werden so ausgewählt, dass über einen möglichst langen Zeitraum Blüten vorhanden sind. Dadurch können Schmetterlinge, Wildbienen und andere Bestäuber von Frühjahr bis Herbst Nahrung finden.

Besucher erhalten zugleich die Möglichkeit, die Tiere aus der Nähe zu beobachten.

Gehölzgarten mit Vogelnährpflanzen

Ergänzend entsteht ein Gehölzgarten mit blühenden Sträuchern und Vogelnährgehölzen.

Diese Pflanzen bieten Vögeln Schutz, Nistmöglichkeiten und Nahrung. Beeren und Samen können insbesondere im Herbst und Winter eine wichtige Nahrungsquelle darstellen.

Der Gehölzgarten erfüllt damit sowohl eine gestalterische als auch eine ökologische Funktion.

Er soll das Freizeitareal strukturieren und zugleich die Artenvielfalt fördern.

Kräuterwiese und Blühfläche an der Kleingartensiedlung

Eine weitere naturnahe Fläche ist als Kräuterwiese vorgesehen.

Dort sollen verschiedene heimische Pflanzen wachsen, die mit trockeneren Bedingungen zurechtkommen und nur eine zurückhaltende Pflege benötigen.

Im südlichen Bereich zur angrenzenden Kleingartensiedlung wird außerdem eine Blühwiese angelegt.

Diese Fläche soll Lebensraum für Insekten, Kleintiere und Vögel schaffen. Gleichzeitig bildet sie einen sanften Übergang zwischen dem Freizeitareal und den benachbarten Gärten.

Blühwiesen benötigen in der Regel weniger regelmäßige Pflege als kurz gemähte Rasenflächen. Sie müssen jedoch fachgerecht angelegt und zu geeigneten Zeitpunkten gemäht werden, damit sich die gewünschte Pflanzenvielfalt entwickeln kann.

Bewegung und Umweltbildung werden verbunden

Das Projekt verbindet sportliche Nutzung mit Umweltbildung.

Kinder und Jugendliche können die Anlage zum Radfahren und Spielen nutzen und zugleich unterschiedliche Pflanzen, Insekten und Lebensräume kennenlernen.

Der Schmetterlingsgarten, die Blühwiese und die Gehölzpflanzungen sollen Natur nicht nur als Hintergrund, sondern als festen Bestandteil des Freizeitareals sichtbar machen.

Damit unterscheidet sich die Anlage von stark versiegelten Spiel- und Sportflächen.

Die Stadt setzt auf natürliche Materialien, Grünflächen und eine Gestaltung, die sich in das Umfeld von Keune einfügen soll.

Aufenthaltsqualität für Einwohner und Gäste

Neben der sportlichen Nutzung soll das Gelände auch ein Ort zum Verweilen werden.

Sitz- und Liegemöglichkeiten, Rasenflächen und bepflanzte Bereiche bieten Raum für Pausen, Treffen und kleine Ausflüge.

Für Radtouristen kann das Areal als Zwischenstation dienen. Familien aus Forst erhalten einen zusätzlichen Ausflugsort, der ohne längere Anreise erreichbar ist.

Damit soll das Projekt die Freizeitqualität in Keune und in der gesamten Stadt verbessern.

Bundesprogramm übernimmt 90 Prozent der Kosten

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 588.000 Euro.

Davon werden 90 Prozent über das Bundesprogramm „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ finanziert.

Das Programm wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz getragen. Es unterstützt Kommunen in Regionen, die vom wirtschaftlichen Strukturwandel besonders betroffen sind.

Die Lausitz gehört zu diesen Regionen. Mit dem Ausstieg aus der Braunkohle verändern sich Wirtschaft, Arbeitsmarkt und kommunale Entwicklung.

Förderprogramme sollen dazu beitragen, neue Angebote zu schaffen und Städte sowie Gemeinden langfristig attraktiver zu machen.

Stadt trägt rund zehn Prozent

Die Stadt Forst übernimmt zehn Prozent der Projektkosten.

Bei Gesamtkosten von rund 588.000 Euro entspricht dies rechnerisch einem kommunalen Anteil von etwa 58.800 Euro. Der größte Teil der Investition wird durch die Bundesförderung gedeckt.

Für die Stadt ermöglicht diese Förderung die Umsetzung eines Projektes, das aus dem kommunalen Haushalt allein möglicherweise nur schwer zu finanzieren wäre.

Gleichzeitig bleibt Forst für die spätere Unterhaltung und Pflege der Anlage verantwortlich.

Pflege entscheidet über den langfristigen Erfolg

Nach der Fertigstellung wird entscheidend sein, wie die Anlage dauerhaft gepflegt und instand gehalten wird.

Rad- und Rollerbahnen müssen regelmäßig kontrolliert werden. Besonders die aus lehmhaltiger Erde bestehende Strecke kann durch Regen, Trockenheit und intensive Nutzung beschädigt werden.

Auch Spielbereiche, Zäune, Sitzgelegenheiten und Wege benötigen laufende Wartung.

Bei den naturnahen Flächen kommt es auf ein angepasstes Pflegekonzept an. Zu häufiges Mähen würde den ökologischen Nutzen der Blüh- und Kräuterwiesen verringern. Eine zu geringe Pflege könnte dagegen dazu führen, dass sich einzelne Pflanzen stark ausbreiten und die gewünschte Vielfalt zurückgeht.

Neues Angebot für die Ortslage Keune

Für Keune bedeutet das Projekt eine deutliche Aufwertung des öffentlichen Raumes.

Statt einer einzelnen Sport- oder Spielfläche entsteht ein größerer Bereich mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten.

Die Anlage soll einen Ort schaffen, an dem sich Einwohner treffen, Kinder bewegen und Besucher die Natur erleben können.

Gerade in kleineren Ortslagen können solche Angebote dazu beitragen, Gemeinschaft zu fördern und Familien langfristig an den Wohnort zu binden.

Mit dem Spatenstich am 20. Juli hat in Forst-Keune die Umsetzung eines neuen Freizeitareals begonnen.

Geplant sind eine große lehmgebundene Rollerbahn mit Buckeln und Steilkurve, eine kleinere Asphaltbahn, ein eingefriedeter Spielbereich für Kleinkinder sowie mehrere naturnahe Gärten und Blühflächen.

Das Projekt richtet sich an Familien, Schülerinnen und Schüler, Einwohner, Radtouristen und Gäste der Stadt. Es soll Bewegung, Erholung und Umweltbildung miteinander verbinden.

Rund 588.000 Euro werden investiert. 90 Prozent stammen aus einem Bundesprogramm für ökologische Modellvorhaben in Strukturwandelregionen. Die Stadt Forst trägt die verbleibenden zehn Prozent.

Mit dem Freizeitareal erhält Keune einen neuen generationenübergreifenden Treffpunkt, dessen langfristiger Erfolg nun von einer hochwertigen Umsetzung und einer verlässlichen Pflege abhängen wird.

Quelle

Stadt Forst (Lausitz): Mitteilung „Offizieller Spatenstich für neues Freizeitareal in Forst (Lausitz)-Keune“, veröffentlicht im Juli 2026.