Wasser wirkt in Vorpommern selbstverständlich: Man dreht den Hahn auf und es fließt. Ein Theaterprojekt will diese Selbstverständlichkeit im September infrage stellen. „Das Blaue Gold“ kommt am 16. September um 18 Uhr in den Pasewalker Museumsgarten und verbindet eine Bühnenshow mit Gesprächen über Besitz, Nutzung und Zukunft des Wassers.
Das Projekt von „Tausend Hektar Kunst“ stellt ausdrücklich die Frage, wem Wasser gehört und wie mit der Ressource künftig umgegangen werden soll.
Gespräche verändern die Aufführung
Besonders ist das Konzept, weil die Diskussionen mit den Besuchern teilweise in die Aufführung einfließen.
Das Stück entwickelt sich dadurch von Ort zu Ort weiter.
Theater dient hier nicht nur der Unterhaltung, sondern wird zum Ausgangspunkt gesellschaftlicher Debatte.
Klimawandel verändert Umgang mit Wasser
Längere Trockenphasen und heiße Sommer erhöhen in vielen Regionen den Druck auf Wasserressourcen.
Gleichzeitig benötigen Landwirtschaft, Industrie, Haushalte und Natur ausreichend Wasser.
Aus dieser Konkurrenz können politische Konflikte entstehen.
Pasewalk beschäftigt sich bereits technisch mit Wasser
Die ODZ berichtet bereits über die Untersuchung des Klimaschutzpotenzials der Pasewalker Kläranlage. Dieses Grundthema wiederhole ich hier ausdrücklich nicht.
„Das Blaue Gold“ setzt an einer anderen Stelle an: Es fragt gesellschaftlich und kulturell danach, welchen Wert Wasser besitzt.
Eintritt bleibt frei
Die Aufführung ist als Open-Air-Veranstaltung mit freiem Eintritt angekündigt.
Damit können auch Menschen teilnehmen, die gewöhnlich keine Theaterveranstaltung besuchen.
Quellen
Stadt Pasewalk Tausend Hektar Kunst Schloss Bröllin Kulturadapter