Historische Technik aus Ostdeutschland bekommt am kommenden Samstag eine eigene Bühne in der Pasewalker Region. In Schönwalde findet am 15. August ab 10 Uhr das zweite OstTechnikTreffen statt. Fahrzeuge und Maschinen aus vergangenen Jahrzehnten sollen dort nicht hinter Museumsglas stehen, sondern unmittelbar erlebt werden können.
Abends ist zusätzlich Tanz vorgesehen.
Der Eintritt beträgt drei Euro.
Technik erzählt Alltagsgeschichte
DDR-Technik wird häufig auf Trabant und Wartburg reduziert.
Tatsächlich gehörten zahlreiche Traktoren, Mopeds, Nutzfahrzeuge und Maschinen zum Alltag.
Viele dieser Fahrzeuge blieben nach 1990 noch jahrelang in Betrieb.
Landwirtschaft war stark von ostdeutscher Technik geprägt
Gerade in einer ländlichen Region wie Vorpommern spielten Traktoren und Nutzfahrzeuge eine besondere Rolle.
Marken wie Fortschritt oder Famulus waren auf Feldern und in landwirtschaftlichen Betrieben verbreitet.
Historische Treffen bewahren damit nicht nur Fahrzeuggeschichte, sondern auch Erinnerungen an Arbeitswelten.
Ersatzteilmangel machte Besitzer erfinderisch
In der DDR wurden Fahrzeuge häufig über Jahrzehnte repariert und improvisiert instand gehalten.
Diese Reparaturkultur gehört ebenfalls zur Technikgeschichte.
Viele Sammler besitzen heute umfangreiches Spezialwissen, um alte Maschinen weiterhin fahrfähig zu halten.
Treffen kann Generationen verbinden
Ältere Besucher verbinden mit bestimmten Fahrzeugen persönliche Erinnerungen.
Jüngere erleben dagegen Technik, die sie nur aus Bildern kennen.
Genau darin liegt der kulturelle Wert solcher Veranstaltungen: Geschichte wird über konkrete Gegenstände greifbar.
Quellen
Stadt Pasewalk Veranstalter OstTechnikTreffen Schönwalde