Die Kunsthalle Rostock eröffnet am Donnerstag, 13. August, um 18 Uhr eine umfangreiche Retrospektive der Künstlerin Hedwig Holtz-Sommer. Unter dem Titel „Auf das Menschliche kommt es an …“ soll das Werk einer wichtigen Vertreterin der klassischen Moderne in Mecklenburg-Vorpommern neu betrachtet werden.
Die Ausstellung läuft anschließend bis zum 22. November.
Damit bekommt die Kunsthalle nach dem dichten Kulturprogramm rund um die Hanse Sail einen langfristig angelegten eigenen Schwerpunkt.
Künstlerin wurde 1901 geboren
Hedwig Holtz-Sommer lebte von 1901 bis 1970.
Sie ist eng mit der Künstlerkolonie Ahrenshoop und der norddeutschen Kunstgeschichte verbunden.
Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Porträt, Landschaft, Stillleben und figürlichen Darstellungen.
Frauen der Moderne werden neu bewertet
Die Ausstellung steht auch in einem größeren kunsthistorischen Zusammenhang.
Viele Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts erhielten zu Lebzeiten deutlich weniger institutionelle Aufmerksamkeit als männliche Kollegen.
Museen arbeiten ihre Sammlungen deshalb zunehmend neu auf.
Eine große Retrospektive kann verändern, welchen Stellenwert ein Werk innerhalb der Kunstgeschichte bekommt.
Rostock besitzt wichtigen Bestand
Die Kunsthalle Rostock verfügt über umfangreiche Sammlungen ostdeutscher und norddeutscher Kunst.
Gerade für Künstlerinnen und Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern ist sie deshalb ein zentraler Ort für wissenschaftliche und öffentliche Wiederentdeckung.
Ausstellung läuft mehr als drei Monate
Der lange Zeitraum bis Ende November ermöglicht auch Schulklassen, Reisegruppen und Kunstinteressierten außerhalb der Urlaubssaison einen Besuch.
Damit ist die Schau kein einzelner Kulturabend, sondern einer der größeren musealen Schwerpunkte des Rostocker Herbstes.
Quellen
Kunsthalle Rostock Hanse- und Universitätsstadt Rostock