Im Neustrelitzer Slawendorf steht am 22. August nicht die höfische Welt von Burgen und Rittern im Mittelpunkt, sondern das frühe Mittelalter. Der Sommermarkt „Kolovoz“ soll Handwerk, Handel und Lebensweisen jener Zeit sichtbar machen, in der slawische Siedlungen die Region prägten.

Damit hebt sich die Veranstaltung von vielen klassischen Mittelaltermärkten ab.

Historisch liegt der Schwerpunkt deutlich früher.

Mecklenburg war slawisch geprägt

Lange vor der Entstehung der heutigen Stadt Neustrelitz lebten slawische Gruppen in der Region.

Ortsnamen, archäologische Funde und historische Siedlungsstrukturen erinnern bis heute daran.

Das Slawendorf versucht, diesen Teil der Regionalgeschichte praktisch erfahrbar zu machen.

Handwerk erzählt mehr als schriftliche Quellen

Wie Menschen arbeiteten, kochten, bauten oder Waren tauschten, lässt sich nicht allein aus Chroniken verstehen.

Experimentelle Archäologie und historische Rekonstruktion helfen dabei, Werkzeuge und Techniken praktisch zu erproben.

Genau darin liegt der Bildungswert solcher Anlagen.

Geschichte wird touristisches Angebot

Das Slawendorf verbindet historische Bildung mit Freizeit und Tourismus.

Für Neustrelitz ergänzt es damit Schlossgeschichte und Residenzarchitektur um eine deutlich ältere historische Ebene.

Der Sommermarkt kann diese Perspektive einem größeren Publikum zugänglich machen.

Quellen

Residenzstadt Neustrelitz Slawendorf Neustrelitz