Am morgigen Dienstag, 11. August, hält um 14 Uhr ein ungewöhnliches mobiles Begegnungsangebot am Stadtteilzentrum in Pasewalk. Der sogenannte Begegnungs-Eisbus verteilt Eis kostenlos beziehungsweise gegen eine freiwillige Spende und nutzt die Aufmerksamkeit bewusst, um Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.

Das Projekt fährt mehrere Orte in der Uecker-Randow-Region an.

Heute steht Papendorf auf dem Plan, morgen Pasewalk und am Donnerstag Koblentz.

Niedrigschwelliger als Beratungsstellen

Viele soziale Angebote setzen voraus, dass Menschen bewusst eine Einrichtung aufsuchen.

Das kann eine Hürde sein.

Ein Bus auf einem öffentlichen Platz funktioniert anders.

Menschen kommen wegen des Eises, bleiben möglicherweise für ein Gespräch und lernen andere Bewohner kennen.

Einsamkeit betrifft nicht nur Senioren

Soziale Isolation wird häufig ausschließlich mit älteren Menschen verbunden.

Tatsächlich können auch Alleinerziehende, neu Zugezogene, Jugendliche oder Menschen ohne feste soziale Netzwerke betroffen sein.

Begegnungsangebote schaffen keinen Ersatz für professionelle Hilfe.

Sie können aber Kontakte ermöglichen, bevor Isolation zum größeren Problem wird.

Stadtteilzentrum ist passender Standort

Das Pasewalker Stadtteilzentrum wird bereits für verschiedene gesellschaftliche und soziale Angebote genutzt.

Der Eisbus ergänzt diese Funktion durch ein mobiles Format.

Kleine Projekte können Stadtleben verändern

Der finanzielle Aufwand eines solchen Angebots ist kaum mit großen Bauprojekten vergleichbar.

Seine Wirkung lässt sich ebenfalls schwer in Zahlen messen.

Trotzdem entscheidet sich Lebensqualität nicht nur an Straßen und Gebäuden.

Auch die Frage, ob Menschen miteinander in Kontakt kommen, prägt einen Stadtteil.

Quellen

Stadt Pasewalk Begegnungs-Eisbus