Am 16. Juli 2026 kam es gegen 21.20 Uhr im Kreuzungsbereich Baustraße und Badstüberstraße zu einem schweren Verkehrsunfall. Eine 58-jährige Radfahrerin aus Anklam war gemeinsam mit zwei weiteren Personen auf der Badstüberstraße unterwegs. An der Einmündung zur Baustraße hielt die Gruppe verkehrsbedingt an.

Beide Seiten fuhren gleichzeitig an

Zur selben Zeit stoppte ein bislang unbekannter Autofahrer auf der Baustraße. Nach bisherigen Erkenntnissen entstand offenbar ein Missverständnis: Sowohl der Pkw als auch die Radfahrerin fuhren im selben Moment wieder an.

Dabei kam es zum Zusammenstoß. Die 58-Jährige stürzte und zog sich schwere Verletzungen zu. Sie wurde durch den Rettungsdienst zur stationären Behandlung in das AMEOS Klinikum Anklam gebracht. Am Fahrrad entstand ein Schaden von etwa 50 Euro.

Autofahrer setzte seine Fahrt fort

Besonders schwer wiegt das Verhalten des beteiligten Fahrers nach dem Unfall. Nach Angaben der Polizei stoppte er zwar kurz, stieg jedoch nicht aus. Er leistete keine Erste Hilfe und hinterließ auch keine Personalien.

Anschließend fuhr er in Richtung Parkallee weiter. Die Kriminalpolizei ermittelt deshalb wegen Verkehrsunfallflucht.

Polizei sucht silberfarbenen Toyota

Nach ersten Erkenntnissen könnte es sich bei dem flüchtigen Fahrzeug um einen silberfarbenen Toyota gehandelt haben. Ein Kennzeichen ist bislang nicht bekannt.

Die Polizei bittet insbesondere Personen um Hinweise, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zu dem Fahrzeug und dessen Fahrer machen können. Hinweise nimmt das Polizeihauptrevier Anklam unter 03971 2510, jede andere Polizeidienststelle sowie die Onlinewache der Polizei Mecklenburg-Vorpommern entgegen.

Herkunft des Fahrers nicht bekannt

Zur Identität, Staatsangehörigkeit oder Herkunft des flüchtigen Autofahrers liegen bislang keine Angaben vor. Die Polizei spricht lediglich von einem unbekannten Fahrzeugführer. Spekulationen über seine Herkunft wären daher nicht belastbar.

Unfallflucht ist kein Bagatelldelikt

Wer an einem Verkehrsunfall beteiligt ist, muss anhalten, sich um mögliche Verletzte kümmern und die Feststellung seiner Personalien ermöglichen. Das gilt unabhängig davon, wer den Unfall möglicherweise verursacht hat.

Im Fall von Anklam blieb eine schwer verletzte Frau zurück. Dass der Fahrer nach einem kurzen Halt weiterfuhr, macht den Vorfall besonders gravierend.

Wer weiterfährt, lässt einen Menschen im Stich

Ein Missverständnis im Straßenverkehr kann passieren. Nach einem Unfall einfach weiterzufahren, ist jedoch eine bewusste Entscheidung.

Die verletzte Radfahrerin benötigte medizinische Hilfe. Der beteiligte Fahrer hätte anhalten, helfen und auf die Polizei warten müssen. Nun liegt es auch an möglichen Zeugen, zur Aufklärung beizutragen.