Rostock muss sich wie viele deutsche Städte auf eine wachsende Zahl älterer Einwohner einstellen. Am Donnerstag, 20. August, findet deshalb im Rostocker Freizeitzentrum in Reutershagen bereits zum zehnten Mal ein Informationstag für Senioren und ihre Angehörigen statt. Das Gesundheitsamt beteiligt sich an der Veranstaltung.
Der Termin läuft von 14 bis 17 Uhr.
Im Mittelpunkt stehen Fragen, die im Alltag älterer Menschen zunehmend wichtiger werden.
Alter verändert weit mehr als Pflege
Eine älter werdende Stadt benötigt nicht nur zusätzliche Pflegeplätze.
Barrierefreie Wohnungen, sichere Gehwege, erreichbare Ärzte, öffentlicher Nahverkehr, Einkaufsmöglichkeiten und soziale Treffpunkte gehören ebenfalls dazu.
Die Herausforderung beginnt häufig lange bevor jemand tatsächlich pflegebedürftig wird.
Angehörige tragen großen Teil der Versorgung
Viele ältere Menschen werden zu Hause unterstützt.
Partner, Kinder oder andere Angehörige organisieren Einkäufe, Arztbesuche und Pflege.
Diese Familien geraten dabei selbst häufig unter erheblichen zeitlichen und psychischen Druck.
Informationsangebote richten sich deshalb ausdrücklich auch an Angehörige.
Sicherheit wird mit zunehmendem Alter wichtiger
Auch Betrugsprävention, Sturzvermeidung und Vorsorge spielen eine Rolle.
Ältere Menschen werden beispielsweise immer wieder gezielt von Telefonbetrügern angesprochen.
Gleichzeitig können scheinbar kleine Hindernisse im öffentlichen Raum erhebliche Folgen haben.
Stadtteilveranstaltung zeigt lokalen Ansatz
Interessant ist, dass der Termin nicht zentral im Rathaus stattfindet.
Reutershagen besitzt eine große ältere Bevölkerung und eigene soziale Netzwerke.
Beratung im Stadtteil senkt die Hürde, Angebote tatsächlich zu nutzen.
Zehnte Ausgabe zeigt dauerhaften Bedarf
Dass die Veranstaltung bereits zum zehnten Mal stattfindet, zeigt, dass es sich nicht um ein kurzfristiges Projekt handelt.
Rostock wird sich mit Fragen des Alters langfristig beschäftigen müssen – gesellschaftlich, medizinisch und finanziell.
Quellen
Gesundheitsamt Rostock Netzwerk „Älter werden in Reutershagen-RAN“ Rostocker Freizeitzentrum