Die Harzer Sinfoniker sind aus ihrer Sommerpause zurück und setzen ihre beliebte Konzertreihe „Sommerklassik“ fort. Am Freitag, 24. Juli 2026, gastiert das Orchester des Harztheaters im Kloster Hedersleben.
Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Johannes Rieger erklingen bekannte Opernouvertüren, Walzer, Märsche und weniger häufig gespielte Werke verschiedener europäischer Komponisten.
Nach dem Konzert im Kloster Hedersleben stehen in diesem Sommer noch zwei weitere Aufführungen der Sommerklassik auf dem Programm.
Klassische Musik vor historischer Kulisse
Das Kloster Hedersleben bildet den Rahmen für den nächsten Auftritt der Harzer Sinfoniker. Das Konzertformat verbindet klassische Orchestermusik mit besonderen Spielstätten in der Region.
Statt eines gewöhnlichen Konzertsaals dienen historische Gebäude, Schlossanlagen oder öffentliche Orte als Kulisse. Dadurch entsteht eine unmittelbare Verbindung zwischen Musik, regionaler Geschichte und sommerlicher Atmosphäre.
Die Konzertreihe richtet sich sowohl an regelmäßige Besucher klassischer Aufführungen als auch an Menschen, die Orchestermusik in einer ungezwungenen Umgebung kennenlernen möchten.
Programm reicht von Weber bis Smetana
Das Programm beginnt mit der Ouvertüre zu „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber. Das Werk gehört zu den bekanntesten deutschen Opernouvertüren und führt unmittelbar in die dramatische Klangwelt der romantischen Oper.
Anschließend spielen die Harzer Sinfoniker die Ouvertüre zur Oper „Regina“ von Albert Lortzing.
Das Werk zählt zu den weniger häufig aufgeführten Kompositionen des bekannten Opernkomponisten. Gerade diese Mischung aus bekannten Melodien und musikalischen Entdeckungen prägt das Programm der diesjährigen Sommerklassik.
Selten gespielte Werke von Richard Wagner
Mit zwei Werken ist Richard Wagner im ersten Teil des Konzertabends vertreten.
Auf dem Programm steht zunächst das „Albumblatt für Frau Betty Schott“ aus dem Jahr 1876. Gespielt wird eine Orchesterfassung von Fabrice Parmentier.
Danach folgt der Große Festmarsch L65. Das Stück zeigt eine andere Seite Wagners als seine großen Musikdramen und Opern.
Die Auswahl soll dem Publikum neben vertrauten Kompositionen auch Werke näherbringen, die im regulären Konzertbetrieb seltener zu hören sind.
Französische Komponistin eröffnet zweiten Konzertteil
Nach der Pause beginnt der zweite Teil mit der Ouvertüre Nr. 1 von Louise Farrenc.
Die französische Komponistin, Pianistin und Musikpädagogin gehört zu jenen Künstlerinnen des 19. Jahrhunderts, deren Werke lange deutlich weniger aufgeführt wurden als die Musik männlicher Zeitgenossen.
Die Aufnahme ihrer Ouvertüre in das Programm erweitert den Konzertabend um eine Komposition, die vielen Besuchern bislang weniger bekannt sein dürfte.
Walzer, Tanz und Berliner Lebensgefühl
Mit Edward Elgars „Sevillana“ und dem Lagunen-Walzer von Johann Strauß wird das Programm anschließend leichter und tänzerischer.
Der Walzer stammt aus der Operette „Eine Nacht in Venedig“ und gehört zu den Werken, die unmittelbar sommerliche Leichtigkeit vermitteln.
Bedřich Smetanas „Tanz der Komödianten“ aus der Oper „Die verkaufte Braut“ bringt schnelle Rhythmen und böhmische Klangfarben in den Konzertabend.
Den Abschluss bildet Paul Linckes „Berliner Luft“. Das bekannte Stück verbindet eingängige Melodien mit einem heiteren Finale und gehört bis heute zu den populärsten Werken des Berliner Komponisten.
Johannes Rieger dirigiert und moderiert
Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Johannes Rieger. Zugleich führt er durch den Abend.
Zwischen den einzelnen Werken gibt er Erläuterungen zu Komponisten, Entstehungsgeschichte und Aufführungspraxis. Die Moderation soll das Programm verständlich erschließen, ohne den Konzertcharakter zu unterbrechen.
Damit richtet sich die Sommerklassik auch an Besucher, die nicht regelmäßig klassische Konzerte besuchen und mehr über die gespielten Werke erfahren möchten.
Konzertreihe nach der Sommerpause fortgesetzt
Die Harzer Sinfoniker hatten ihre diesjährige Freiluftsaison bereits Mitte Juni begonnen. Danach verabschiedete sich das Orchester in eine kurze Sommerpause.
Mit dem Konzert in Hedersleben kehren die Musiker nun auf die Bühne zurück.
Insgesamt stehen nur noch drei Termine der diesjährigen Sommerklassik an. Neben Hedersleben gastiert das Orchester in Derenburg und Meisdorf.
Weitere Termine in Derenburg und Meisdorf
Nach dem Auftritt im Kloster Hedersleben wird die Konzertreihe bereits einen Tag später fortgesetzt.
Am Samstag, 25. Juli 2026, spielen die Harzer Sinfoniker um 19.30 Uhr an der Schlossvilla Derenburg.
Das letzte Konzert der Reihe findet am Samstag, 1. August 2026, ebenfalls um 19.30 Uhr bei der Freiwilligen Feuerwehr Meisdorf statt.
Die unterschiedlichen Spielstätten zeigen, dass die Sommerklassik gezielt verschiedene Orte im Harz einbezieht.
Karten über das Harztheater erhältlich
Eintrittskarten sind an den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Internetseite des Harztheaters sowie an den Theaterkassen in Halberstadt und Quedlinburg erhältlich.
Die Theaterkasse Halberstadt ist unter der Telefonnummer 03941 6965-65 erreichbar.
Die Theaterkasse Quedlinburg nimmt Anfragen unter 03946 962222 entgegen.
Besucher sollten sich vor der Anreise über die aktuelle Kartenverfügbarkeit und mögliche organisatorische Hinweise informieren.
Sommerkonzerte stärken regionale Kulturorte
Die Sommerklassik bringt das Orchester gezielt an Orte außerhalb der regulären Theater- und Konzertsäle.
Davon profitieren nicht nur die Besucher, sondern auch die jeweiligen Veranstaltungsorte. Historische Gebäude und kleinere Gemeinden werden als Kulturstandorte sichtbar und erhalten zusätzliche Aufmerksamkeit.
Für das Harztheater bietet das Format zugleich die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erreichen und die Arbeit der Harzer Sinfoniker in der gesamten Region zu präsentieren.
Das Programm im Überblick
Carl Maria von Weber:
Ouvertüre zu „Der Freischütz“
Albert Lortzing:
Ouvertüre zu „Regina“
Richard Wagner:
„Albumblatt für Frau Betty Schott“ in der Orchesterfassung von Fabrice Parmentier
Richard Wagner:
Großer Festmarsch L65
Louise Farrenc:
Ouvertüre Nr. 1
Edward Elgar:
„Sevillana“
Johann Strauß:
Lagunen-Walzer op. 411
Bedřich Smetana:
Tanz der Komödianten aus „Die verkaufte Braut“
Paul Lincke:
„Berliner Luft“
Die Termine der Sommerklassik
Freitag, 24. Juli 2026, 19.30 Uhr:
Kloster Hedersleben
Samstag, 25. Juli 2026, 19.30 Uhr:
Schlossvilla Derenburg
Samstag, 1. August 2026, 19.30 Uhr:
Freiwillige Feuerwehr Meisdorf
Die Harzer Sinfoniker setzen ihre Sommerkonzerte mit einem abwechslungsreichen Programm fort. Im Kloster Hedersleben treffen bekannte Opernouvertüren auf selten gespielte Werke und leichte sommerliche Musik.
Der Konzertabend am 24. Juli verbindet klassische Orchestermusik mit einer besonderen historischen Kulisse. Danach bleiben nur noch zwei Gelegenheiten, die Sommerklassik in diesem Jahr zu erleben.