Das Harztheater bringt in diesem Sommer eine bekannte musikalische Räuberkomödie unter freiem Himmel auf die Bühne. Am Freitag, 31. Juli 2026, feiert „Das Wirtshaus im Spessart“ um 19.30 Uhr Premiere im Burchardikloster Halberstadt.
An der Produktion wirken das Musiktheater-Ensemble, der Opernchor und die Harzer Sinfoniker mit. Gesang und Musik werden vollständig live präsentiert.
Regie führt Marco Misgaiski. Für die Ausstattung und die Verwandlung des historischen Spielortes in eine humorvolle Räuberhöhle ist Tom Grasshof verantwortlich.
Historisches Kloster wird zur Räuberhöhle
Das Burchardikloster bietet mit seinen alten Mauern und seiner besonderen Atmosphäre den Rahmen für die Freilichtinszenierung.
Für die Produktion soll der Spielort in eine Wald- und Wirtshauslandschaft verwandelt werden. Die Kulisse führt das Publikum in eine Welt aus Räubern, Kutschen, Verkleidungen und turbulenten Missverständnissen.
Das Theater setzt dabei bewusst auf eine leichte, humorvolle und klamaukige Umsetzung. Die Geschichte verbindet Abenteuer, Verwechslungskomödie, romantische Momente und eingängige Musik.
Geschichte beginnt mit einem Überfall
Im Mittelpunkt steht Gräfin Franziska, die gemeinsam mit Freunden in einer Kutsche zu ihrer Hochzeit reist.
Unterwegs wird die Gesellschaft von Räubern überfallen und im geheimnisvollen Wirtshaus im Spessart festgehalten. Die Räuber Knoll und Funzel verlangen Lösegeld.
Um aus dem Versteck zu entkommen und ihre Begleiter zu retten, verkleidet sich Franziska als Handwerksbursche Felix. Aus diesem Rollenwechsel entstehen zahlreiche Verwechslungen und komische Situationen.
Gleichzeitig entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die den turbulenten Verlauf zusätzlich verkompliziert.
Vorlage geht auf Wilhelm Hauff zurück
Die Handlung basiert frei auf Motiven aus der gleichnamigen Erzählung von Wilhelm Hauff aus dem Jahr 1828.
Große Bekanntheit erlangte der Stoff durch die Filmkomödie „Das Wirtshaus im Spessart“ aus dem Jahr 1958. Liselotte Pulver spielte darin die Hauptrolle.
Auf Grundlage des erfolgreichen Films entstand 1976 eine musikalische Bühnenfassung. Günther Schwenn und Willy Dehmel verfassten das Werk als „musikalische Räuberpistole in elf Bildern“.
Die Musik stammt von Franz Grothe, der bereits die Filmmusik komponiert hatte.
Bekannte Melodien und musikalische Entdeckungen
Zur Musik des Abends gehören eingängige Nummern wie „Ach, das könnte schön sein“ und „Man kann die Liebe nicht erklären“.
Die Kompositionen verbinden volkstümliche, romantische und abenteuerliche Klangfarben. Sie begleiten sowohl die komischen Szenen als auch die ruhigeren Momente der Handlung.
Die Harzer Sinfoniker spielen live. Dadurch bleibt die Musik eng mit den Bewegungen, Dialogen und Reaktionen auf der Bühne verbunden.
Georgios Sgourdas übernimmt musikalische Leitung
Die musikalische Leitung liegt erstmals bei Solorepetitor Georgios Sgourdas.
Er koordiniert das Zusammenspiel zwischen Solisten, Opernchor und Orchester. Gerade bei einer Freilichtproduktion stellt dies besondere Anforderungen, da Akustik, Wetter und räumliche Entfernung anders wirken als in einem geschlossenen Theaterhaus.
Die Choreinstudierung übernimmt Julija Domaševa.
Marco Misgaiski inszeniert die Komödie
Regisseur Marco Misgaiski setzt die Geschichte als sommerliches Unterhaltungstheater um.
Im Mittelpunkt stehen schräge Figuren, schnelle Rollenwechsel und die besondere Komik des Stoffes. Die Inszenierung soll die bekannte Geschichte nicht als historische Rekonstruktion, sondern als lebendigen Theaterabend präsentieren.
Ausstatter Tom Grasshof gestaltet die Bühne und die Kostüme. Das Burchardikloster soll dabei nicht nur Hintergrund bleiben, sondern Teil der Atmosphäre werden.
Klaus-Uwe Rein und Tobias Amadeus Schöner als Räuberduo
Klaus-Uwe Rein übernimmt die Rolle des Knoll und spielt außerdem den Obristen von Teckel.
Tobias Amadeus Schöner steht als Funzel sowie als Baron von Sperling auf der Bühne. Das Räuberduo führt mit seinen Plänen, Forderungen und Missgeschicken durch weite Teile der Handlung.
Jessey-Joy Spronk spielt Franziska, Comtesse von Sandau. Michael Rapke übernimmt die Rolle des Handwerksburschen Felix.
Weitere Rollen mehrfach besetzt
Mehrere Mitglieder des Ensembles spielen jeweils unterschiedliche Figuren.
Samuel Berlad ist als Korporal und Graf von Sandau zu erleben. Gijs Nijkamp spielt Pfarrer Haug, Amrei Wasikowski die Zofe Barbara.
Bettina Pierags übernimmt die Rolle der Räuberwirtin. Max An spielt den Hauptmann, Thomas Kiunke den Handwerksburschen Peter.
Durch die Mehrfachbesetzungen entsteht eine bewusst spielerische Theaterwelt mit schnellen Veränderungen und unterschiedlichen Figuren.
Freilichttheater mit Opernchor und Orchester
Die Produktion gehört zu den größeren Sommerprojekten des Harztheaters.
Neben den Solisten wirken der Opernchor und die Harzer Sinfoniker mit. Dadurch erhält die musikalische Komödie einen deutlich größeren Klang- und Bühnenrahmen als eine reine Schauspielproduktion.
Das Publikum erlebt die Musik unmittelbar vor der historischen Kulisse des Klosters. Die Verbindung aus Live-Orchester, Gesang und Freilichtbühne bildet den besonderen Reiz der Aufführung.
Weitere Vorstellungen im August
Nach der Premiere sind zunächst zwei weitere Aufführungen im Burchardikloster vorgesehen.
Am Sonntag, 2. August 2026, beginnt die Vorstellung bereits um 18 Uhr.
Ein weiterer Termin folgt am Freitag, 14. August 2026, um 19.30 Uhr.
Ab September soll die Produktion außerdem auf den regulären Bühnen des Harztheaters gezeigt werden. Genauere Termine werden vom Theater gesondert bekannt gegeben.
Karten über das Harztheater erhältlich
Eintrittskarten sind an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie an den Theaterkassen in Halberstadt und Quedlinburg erhältlich.
Theaterkasse Halberstadt: 03941 696565
Theaterkasse Quedlinburg: 03946 962222
Besucher sollten sich vor der Anreise über Kartenverfügbarkeit, Einlass und mögliche Hinweise für die Freilichtaufführung informieren.
Bei unsicherer Wetterlage empfiehlt sich außerdem ein Blick auf die aktuellen Mitteilungen des Harztheaters.
Die wichtigsten Angaben
Stück: „Das Wirtshaus im Spessart“
Premiere: Freitag, 31. Juli 2026
Beginn: 19.30 Uhr
Ort: Burchardikloster Halberstadt
Veranstalter: Harztheater
Sparte: Musiktheater
Musikalische Leitung: Georgios Sgourdas
Regie: Marco Misgaiski
Ausstattung: Tom Grasshof
Choreinstudierung: Julija Domaševa
Weitere Termine
Sonntag, 2. August 2026, 18 Uhr:
Burchardikloster Halberstadt
Freitag, 14. August 2026, 19.30 Uhr:
Burchardikloster Halberstadt
Ab September 2026:
Weitere Aufführungen auf den Bühnen des Harztheaters
Mit „Das Wirtshaus im Spessart“ setzt das Harztheater auf einen unterhaltsamen Freilichtabend aus Musik, Komödie und romantischer Räubergeschichte.
Die historische Umgebung des Burchardiklosters wird zur Bühne für eine turbulente Handlung mit Verkleidungen, Lösegeldforderungen und zahlreichen Missverständnissen.
Die Premiere am 31. Juli verbindet das Musiktheater-Ensemble, den Opernchor und die Harzer Sinfoniker zu einer großen sommerlichen Produktion mit vollständig live gespielter Musik.