An der Universität und Universitätsmedizin Greifswald rücken Ende August Forschungsverfahren in den Mittelpunkt, die Tierversuche ersetzen oder reduzieren können. Der zweitägige Kurs „Introduction to Non-Animal Methods in Biomedical Research“ findet am 27. und 28. August statt.

Behandelt werden unter anderem Organoide, mikrofluidische Systeme, moderne Zellmodelle und digitale Zwillinge.

Die Methoden sollen menschliche Organe oder biologische Prozesse möglichst realitätsnah nachbilden.

Mini-Organe entstehen im Labor

Organoide sind dreidimensionale Zellstrukturen, die bestimmte Eigenschaften echter Organe nachahmen.

Solche Modelle können beispielsweise genutzt werden, um Krankheiten zu erforschen oder Medikamente zu testen.

Greifswald will außerdem praktische Anwendungen präsentieren, die bereits an der Universitätsmedizin vorhanden sind.

Genannt werden Modelle für Nieren-, Blasen- und Prostatakrebs, Knochenorganoide und künstliche Gefäßstrukturen.

Digitale Zwillinge könnten Versuche ergänzen

Ein weiterer Schwerpunkt sind digitale Zwillinge.

Dabei werden biologische Prozesse am Computer modelliert, um virtuelle Experimente durchzuführen.

Solche Methoden könnten langfristig dazu beitragen, bestimmte Versuche am Tier oder Menschen bereits im Vorfeld besser vorherzusagen.

Der Kurs zeigt damit, wie stark sich medizinische Forschung durch Zelltechnologien und Digitalisierung verändert.

Quellen

Universität Greifswald Universitätsmedizin Greifswald