Usedom bereitet sich auf eines seiner traditionsreichsten grenzüberschreitenden Sportereignisse vor. Am Samstag, 5. September, wird der Internationale Usedom Marathon zum 46. Mal ausgetragen. Die Strecke führt entlang der Ostseeküste durch die Kaiserbäder und über die deutsch-polnische Grenze.
Der Marathon macht damit etwas sichtbar, das den Alltag der Insel längst prägt: Usedom ist geografisch und wirtschaftlich ein gemeinsamer Raum, politisch jedoch zwischen Deutschland und Polen geteilt.
Beim Lauf wird diese Grenze sportlich überschritten.
Strecke verbindet Küstenorte statt Stadionrunden
Die Teilnehmer absolvieren klassische 42,195 Kilometer.
Anders als bei Stadtmarathons führt die Strecke durch mehrere Seebäder und entlang der Ostseeküste. Auch ein Halbmarathon gehört zum Programm.
Für Läufer ist die Strecke landschaftlich attraktiv, gleichzeitig können Küstenwind und wechselnde Wetterbedingungen eine zusätzliche Belastung darstellen.
Grenzüberschreitender Charakter ist Alleinstellungsmerkmal
Viele deutsche Ferienorte organisieren Laufveranstaltungen.
Nur wenige können jedoch eine Strecke bieten, die ohne Unterbrechung durch zwei Staaten führt.
Auf Usedom ist der grenzüberschreitende Alltag ohnehin eng: Einwohner, Beschäftigte und Touristen bewegen sich regelmäßig zwischen den Kaiserbädern und Świnoujście.
Der Marathon macht daraus ein sportliches Symbol.
Veranstaltung braucht Verkehrsorganisation
Ein Straßenlauf dieser Größenordnung wirkt allerdings auch auf den normalen Verkehr.
Streckenabschnitte müssen gesichert, Kreuzungen kontrolliert und Rettungswege freigehalten werden.
Je näher der 5. September rückt, desto wichtiger werden deshalb konkrete Hinweise zu Straßensperrungen und Verkehrsführung.
Für Einwohner und Urlauber ist der Termin bereits jetzt relevant.
Quellen
Usedom Tourismus GmbH Internationaler Usedom Marathon