Während auf Usedom noch Hochsaison herrscht, laufen in den Schulen bereits die organisatorischen Vorbereitungen auf das neue Schuljahr. In Karlshagen hat die Gemeinde die Lieferung digitaler Tafeln für die Heinrich-Heine-Schule vergeben. Parallel wurden sowohl für Karlshagen als auch für die Grundschule Zinnowitz Schulbücher beschafft.
Die Digitalisierung des Unterrichts besteht damit nicht nur aus Tablets oder WLAN.
Interaktive Tafeln ersetzen zunehmend klassische Kreidetafeln und ermöglichen es, Videos, Karten, Präsentationen und digitale Unterrichtsmaterialien unmittelbar im Klassenraum einzusetzen.
Karlshagen besitzt einen vergleichsweise großen Schulstandort
Die Heinrich-Heine-Schule ist für den Inselnorden bedeutsam.
Im Schuljahr 2025/26 besuchten nach Angaben des Amtes 332 Kinder die Regionalschule mit Grundschule.
Für eine Gemeinde von der Größe Karlshagens ist das ein erheblicher Bildungsstandort.
Die Schule zieht Kinder nicht nur aus dem unmittelbaren Ortskern an, sondern übernimmt auch Versorgungsfunktion für das Umfeld.
Technik allein verbessert noch keinen Unterricht
Digitale Tafeln können Unterricht vielseitiger machen, lösen aber nicht automatisch pädagogische Probleme.
Lehrkräfte müssen die Technik beherrschen, Unterrichtsmaterial muss angepasst werden und die Geräte benötigen Wartung.
Entscheidend ist deshalb, ob digitale Ausstattung langfristig in ein pädagogisches Konzept eingebettet wird.
Inselgemeinden investieren trotz hoher touristischer Aufgaben in Bildung
Gerade auf Usedom konkurrieren kommunale Investitionen regelmäßig miteinander.
Straßen, touristische Infrastruktur, Strandbereiche, Verwaltung und Schulen müssen aus begrenzten Haushalten finanziert werden.
Die aktuellen Aufträge zeigen, dass der Inselnorden parallel zur touristischen Hochsaison bereits den Blick auf den Schulalltag nach den Ferien richtet.
Quellen
Amt Usedom-Nord Heinrich-Heine-Schule Karlshagen