Bahnstrecke Magdeburg–Stendal bleibt bis Montagabend gesperrt

Bahnreisende zwischen Magdeburg und Stendal müssen sich länger als geplant auf Ersatzverkehr und verlängerte Fahrzeiten einstellen. Die Reparaturarbeiten der Deutschen Bahn bei Zielitz konnten nicht wie vorgesehen beendet werden.

Ursprünglich sollte die Strecke bereits am Freitag wieder vollständig freigegeben werden. Nach Angaben des Netzbetreibers DB InfraGO dauert die Sperrung nun bis Montag, 20. Juli 2026, um 18 Uhr. Anschließend sollen die Züge laut der aktuellen Fahrplanauskunft wieder planmäßig verkehren.

S1 und RB20 weiterhin betroffen

Von der verlängerten Sperrung sind vor allem zwei Nahverkehrslinien betroffen:

  • die S-Bahn-Linie S1
  • die Regionalbahnlinie RB20

Für die RB20 verkehren Ersatzbusse ohne Zwischenhalte zwischen Magdeburg Hauptbahnhof und Stendal. Auf der S1 fahren Busse zwischen Stendal und Zielitz und bedienen die vorgesehenen Zwischenhalte. Reisende müssen mit deutlich längeren Fahrzeiten rechnen.

Reparaturarbeiten bei Zielitz verzögern sich

Grund für die Einschränkungen sind Reparaturarbeiten im Bereich Zielitz. Nähere Angaben dazu, weshalb die Arbeiten mehr Zeit benötigen, veröffentlichte die Bahn zunächst nicht.

Die Verbindung zwischen Magdeburg und Stendal gehört zu den wichtigsten Bahnstrecken im Norden Sachsen-Anhalts. Sie wird täglich von Pendlern, Schülern und Reisenden genutzt und verbindet die Landeshauptstadt mit der Altmark.

Die Verlängerung trifft Fahrgäste in einer Phase, in der es rund um den Bahnknoten Magdeburg bereits mehrere Baustellen und Einschränkungen gibt. Auch auf anderen Strecken in Sachsen-Anhalt müssen Reisende derzeit teilweise auf Busse ausweichen.

Fahrgäste sollten mehr Zeit einplanen

Die Bahn empfiehlt Reisenden, ihre Verbindung unmittelbar vor Fahrtbeginn zu prüfen. Beim Ersatzverkehr können Anschlüsse nicht immer wie im regulären Fahrplan erreicht werden.

Auch die Mitnahme von Fahrrädern, Kinderwagen oder größerem Gepäck kann in den Bussen eingeschränkt sein. Pendler sollten deshalb zusätzliche Zeit einplanen und mögliche Alternativverbindungen prüfen.

Nach dem derzeitigen Stand soll der reguläre Zugverkehr ab Montagabend wieder aufgenommen werden. Da sich Bauabläufe kurzfristig ändern können, sollten Fahrgäste die aktuellen Fahrplanauskünfte der Verkehrsunternehmen beachten.