Die Wiedervernässung von Mooren gilt als wichtiger Baustein des Klimaschutzes – stellt Landwirte und Flächeneigentümer aber vor wirtschaftliche Fragen. Am 27. August widmet sich die Universität Greifswald deshalb öffentlich der sogenannten Paludikultur: der landwirtschaftlichen Nutzung nasser und wiedervernässter Moorflächen.

Den Vortrag hält Professor Jürgen Kreyling vom Institut für Botanik und Landschaftsökologie.

Er ist Teil der internationalen Sommerschule „SustainMV“.

Nasse Moore speichern Kohlenstoff

Entwässerte Moore setzen große Mengen klimaschädlicher Gase frei.

Eine Wiedervernässung kann diese Emissionen verringern.

Doch klassische Landwirtschaft ist auf dauerhaft nassen Flächen kaum möglich.

Paludikultur versucht deshalb, Klimaschutz und wirtschaftliche Nutzung zu verbinden.

Mögliche Produkte können etwa aus Schilf, Rohrkolben oder anderen Pflanzen entstehen, die mit nassen Böden zurechtkommen.

Greifswald gehört zu wichtigen Standorten der Moorforschung

Die Universität beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Moorökologie und Wiedervernässung.

Dadurch hat das Thema für die Region nicht nur wissenschaftliche, sondern auch wirtschaftliche Bedeutung.

Mecklenburg-Vorpommern besitzt große Moorflächen. Neue Nutzungsformen könnten deshalb langfristig Landwirtschaft, Bauwirtschaft und Klimapolitik miteinander verbinden.

Quellen

Universität Greifswald Institut für Botanik und Landschaftsökologie