Vom kleinen Landkulturhof über ein digitales Museumserlebnis bis zum Rennsteiglauf reicht das Spektrum der Kandidaten, die es in die Endrunde des Thüringer Tourismuspreises 2026 geschafft haben. Zwölf Betriebe, Projekte und Angebote aus unterschiedlichen Regionen des Freistaates dürfen auf eine der vier Auszeichnungen hoffen.

Die Entscheidung fällt am 28. September 2026 im Rahmen der Thüringer Tourismustage in der Landessportschule Bad Blankenburg. Jeder Gewinner erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro sowie ein Marketingkooperationspaket.

Rekordbeteiligung mit 110 Vorschlägen

Der Wettbewerb hat in diesem Jahr nach Angaben des Thüringer Wirtschaftsministeriums eine Rekordresonanz erzielt.

Insgesamt wurden 110 Vorschläge aus ganz Thüringen eingereicht. Nach dem Herausrechnen doppelter Vorschläge blieben 92 gültige Bewerbungen übrig – mehr als jemals zuvor.

Die Bewerbungsphase lief vom 6. Mai bis zum 30. Juni 2026.

Eine neunköpfige Fachjury unter Vorsitz von Staatssekretär Marcus Malsch wählte in Erfurt die jeweils drei Nominierten in vier Kategorien aus.

Fast die Hälfte der Bewerbungen kommt aus dem Gastgewerbe

Knapp die Hälfte aller Bewerbungen stammt aus dem Gastgewerbe.

Daneben beteiligten sich Museen, regionale Erzeuger, Vereine und Verbände sowie Anbieter aus den Bereichen Sport und Erholung.

Besonders viele Bewerbungen entfielen auf die Kategorie „Grünes-Herz-Erlebnis des Jahres“, die rund 40 Prozent der Einreichungen ausmachte. Auf den „Gastgeber des Jahres“ entfielen rund 30 Prozent.

Staatssekretär Marcus Malsch sieht in der hohen Beteiligung einen Beleg für die Vielfalt des Thüringer Tourismus und die Wirkung der neu eingeführten Kategorien.

Qualität, Nachhaltigkeit und Authentizität bewertet

Für die Entscheidung der Jury galten mehrere vorab festgelegte Kriterien.

Bewertet wurden Qualität, Wertschöpfung, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Nachhaltigkeit, Innovationskraft und Authentizität.

Christoph Gösel, Geschäftsführer der Thüringer Tourismus GmbH und Mitglied der Jury, hob besonders die Vielfalt der eingereichten Ideen und den hohen Qualitätsanspruch hervor.

Malsch betonte zudem, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit würden bei vielen Angeboten inzwischen nicht mehr nur als Zusatz verstanden, sondern selbstverständlich in die Planung einbezogen.

Diese drei Gastgeber stehen im Finale

In der Kategorie „Gastgeber des Jahres“ sind nominiert:

Hotel Morgenroth, Bad BlankenburgLandkulturhof Glücksbringer, RudolstadtHotel1601, Treffurt

Damit konkurrieren drei sehr unterschiedliche Häuser um die Auszeichnung für besondere Gastgeberqualität.

Drei Projekte kämpfen um den Titel „Projekt des Jahres“

In der Kategorie „Projekt des Jahres“ gehen ins Rennen:

TinySkyResort Nordhausen, NordhausenSeesport und Erlebnispädagogisches Zentrum Kloster, Saalburg-EbersdorfNaturcamp Lenkgrund, Ilmenau

Die Nominierungen zeigen die Bandbreite touristischer Projekte zwischen Beherbergung, Naturerlebnis und Freizeitangeboten.

Digitale Angebote aus Erfurt, Rudolstadt und Bad Frankenhausen nominiert

Um den Titel „Digitale Innovation des Jahres“ bewerben sich:

Petersberg Experience | Kloster – Kaiser – Kniefall, ErfurtThüringer Landesmuseum Heidecksburg, RudolstadtSchiefer Turm in Bad Frankenhausen, Bad Frankenhausen

Die Kategorie soll touristische Angebote würdigen, die digitale Möglichkeiten besonders überzeugend für Vermittlung und Besuchererlebnis einsetzen.

Bratwurstmuseum, Freilichtmuseum und Rennsteiglauf im Rennen

Die Kategorie „Grünes-Herz-Erlebnis des Jahres“ stellt Angebote in den Mittelpunkt, die in besonderer Weise mit Thüringen verbunden sind.

Nominiert sind:

Bratwurstmuseum, MühlhausenThüringer Freilichtmuseum Hohenfelden, HohenfeldenRennsteiglauf Sportmanagement und Touristik GmbH für den GutsMuths-Rennsteiglauf, Suhl

Neun Fachleute entscheiden über die Gewinner

Zur Jury gehören neben Staatssekretär Marcus Malsch unter anderem Christoph Gösel von der Thüringer Tourismus GmbH, Susanne Sturm von der Industrie- und Handelskammer Erfurt und DEHOGA-Thüringen-Präsident Mark A. Kühnelt.

Vertreten sind außerdem der Bereich Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, touristische Praxis, Wissenschaft, Medien und der ADAC Hessen-Thüringen.

Damit soll der Wettbewerb aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven bewertet werden.

Gewinner werden Ende September bekannt gegeben

Ausgelobt wird der Thüringer Tourismuspreis vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum.

Unterstützt wird das Ministerium dabei von der Thüringer Tourismus GmbH und dem ADAC Hessen Thüringen.

Die vier Gewinner werden am 28. September 2026 im Rahmen der Thüringer Tourismustage in der Landessportschule Bad Blankenburg bekannt gegeben.

Neben dem Preisgeld von jeweils 5.000 Euro erhalten die ausgezeichneten Teilnehmer ein Marketingkooperationspaket, das ihre touristischen Angebote zusätzlich bekannt machen soll.

Die Nominierten im Überblick

Gastgeber des Jahres

• Hotel Morgenroth, Bad Blankenburg • Landkulturhof Glücksbringer, Rudolstadt • Hotel1601, Treffurt

Projekt des Jahres

• TinySkyResort Nordhausen, Nordhausen • Seesport und Erlebnispädagogisches Zentrum Kloster, Saalburg-Ebersdorf • Naturcamp Lenkgrund, Ilmenau

Digitale Innovation des Jahres

• Petersberg Experience | Kloster – Kaiser – Kniefall, Erfurt • Thüringer Landesmuseum Heidecksburg, Rudolstadt • Schiefer Turm in Bad Frankenhausen, Bad Frankenhausen

Grünes-Herz-Erlebnis des Jahres

• Bratwurstmuseum, Mühlhausen • Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden, Hohenfelden • Rennsteiglauf Sportmanagement und Touristik GmbH für GutsMuths-Rennsteiglauf, Suhl

Quellen

Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum – Presseinformation zum Thüringer Tourismuspreis 2026

Thüringer Tourismus GmbH