Gute Nachrichten für das lokale Handwerk, Bauunternehmen und technische Dienstleister in der Lausitz: Die Stadt Spremberg/Grodk, ihre kommunalen Unternehmen sowie die Wirtschaftsfördergesellschaft ASG Spremberg haben ein umfangreiches Paket an geplante Ausschreibungen präsentiert. Zahlreiche Vorhaben mit Millionenvolumen stehen in den kommenden Monaten zur Vergabe an – von Bildungsbauten bis hin zur Erschließung neuer Industrieareale.
Frühzeitige Planungssicherheit für das lokale Gewerbe
Über 50 Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 30 regionalen Betrieben folgten der Einladung zur diesjährigen Vergabekonferenz im Spremberger Spreekino. Ziel der Initiatoren ist es, Transparenz zu schaffen und heimischen Betrieben die Möglichkeit zu geben, sich frühzeitig auf bevorstehende Ausschreibungsverfahren vorzubereiten.
Das Auftragsspektrum reicht dabei von klassischen Hoch- und Tiefbauarbeiten über Sanitär-, Elektro- und Ausbauwerke bis hin zu Sicherheitsdienstleistungen und technischer Gebäudeausrüstung.
Die drei Schwerpunkte des Millionen-Investitionspakets
Zu den volumenstärksten Einzelprojekten der Stadt und ihrer Partner gehören:
1. Erweiterungsneubau der Oberschule (BOS) & Stadthaus
Nach dem symbolischen Grundsteinlegungsschuss im Juni laufen die Arbeiten am innerstädtischen Bildungscampus an der Wirthstraße/Friedrichstraße auf Hochtouren. Für den Erweiterungsbau der Berufsorientierenden Oberschule (BOS) sowie den Bau eines Stadthauses stehen schrittweise Gewerke mit einem geschätzten Brutto-Auftragsvolumen von rund 9 Millionen Euro zur Vergabe. Gefragt sind unter anderem Elektro- und IT-Installationen, Innenausbau, Malerarbeiten, Schlosserarbeiten und Freianlagengestaltung.
2. Sanierung und Modernisierung der Schwimmhalle Spremberg
Ein weiteres zentrales Infrastrukturprojekt bildet die Neugestaltung und barrierefreie Erweiterung der städtischen Schwimmhalle. Hier verzeichnet das Ausbaukonzept ein geplantes Auftragsvolumen von rund 5 Millionen Euro brutto. Neben der Beckenerweiterung stehen umfassende technische Gewerke und Umbauarbeiten an.
3. Süderweiterung des Industrieparks Schwarze Pumpe
Der Strukturwandel im Industriepark Schwarze Pumpe nimmt weiter Fahrt auf. Für die Vorbereitung und schrittweise Süderweiterung des Standorts vergibt der Zweckverband umfangreiche Leistungen. Neben Baufeldfreimachungen und Rückbauarbeiten schlägt vor allem die infrastrukturtechnische Erschließung mit rund 9 Millionen Euro zu Buche. Zudem soll der Sicherheitsdienst für den Industriepark mit einem Netto-Auftragswert von ca. 4,6 Millionen Euro neu ausgeschrieben werden.
Weitere Aufträge durch Stadtwerke und Wasserverband
Neben den drei Leuchtturmprojekten sichern fortlaufende Erhaltungsmaßnahmen der Stadtverwaltung (ca. 680.000 Euro jährlich für Gebäudeunterhaltung) sowie Bauvorhaben des Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes (SWAZ) – etwa Leitungserneuerungen in der Zucker- und Bergstraße sowie Photovoltaikanlagen an Wasserwerken – kontinuierliche Aufträge für die Region.
Interessierte Firmen können sämtliche Details, Zeitpläne und Ansprechpartner der einzelnen Vergaben direkt über das Portal der Wirtschaftsförderung ASG Spremberg einsehen.
Quellen & Datenbasis
Stadt Spremberg/Grodk & ASG Spremberg GmbH: Unterlagen und Präsentation zur gemeinsamen Vergabekonferenz (17. Juni 2026).
Stadtverwaltung Spremberg: Grundsteinlegungen BOS & Schwimmhalle (4. Juni 2026).