Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat am heutigen 13. August an den Bau der Berliner Mauer vor 65 Jahren erinnert. Sie bezeichnete die Mauer als Symbol der Unfreiheit in der DDR und gedachte der Menschen, die bei Fluchtversuchen ums Leben kamen, verletzt, inhaftiert oder drangsaliert wurden.

Erinnerung an Opfer der deutschen Teilung

Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 sei die deutsche Teilung für 28 Jahre zementiert worden, erklärte Schwesig in Schwerin. Der Gedenktag richte den Blick deshalb insbesondere auf jene Menschen, die versuchten, die Berliner Mauer oder die innerdeutsche Grenze zu überwinden.

Die Erinnerung an diese Schicksale gehört für die Ministerpräsidentin unmittelbar zur Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte.

„Wunsch nach Freiheit stärker als Beton“

Schwesig erinnerte zugleich an die Friedliche Revolution und den Fall der Berliner Mauer 1989. Zunächst wenige, später immer mehr mutige Menschen seien in der DDR auf die Straße gegangen und hätten schließlich die Mauer zu Fall gebracht.

„Am Ende war der Wunsch nach Freiheit stärker als aller Beton“, erklärte die Ministerpräsidentin. Der Mauerfall sei zugleich der erste Schritt auf dem Weg zur Deutschen Einheit gewesen. Trotz der jahrzehntelangen Teilung seien die Verbindungen zwischen Ost und West nie vollständig abgerissen.

Jüngere Generation kennt Teilung nur aus Erzählungen

Fast 37 Jahre nach dem Fall der Mauer hat sich nach Ansicht Schwesigs auch die Erinnerungsperspektive verändert. Menschen, die jünger als Mitte 40 sind, hätten die deutsche Teilung häufig nicht mehr selbst erlebt oder könnten sich kaum daran erinnern.

Dass Reisen zwischen Ost und West heute selbstverständlich seien, wertete sie als Ausdruck der tiefgreifenden Veränderungen seit 1989 und 1990.

Freiheit und Demokratie bewahren

Schwesig stellte den Jahrestag zugleich in einen aktuellen politischen Zusammenhang. Das Leben in einem vereinten Deutschland in Frieden, Freiheit und Demokratie sei ein großes Glück, das bewahrt werden müsse.

Damit verbindet die Ministerpräsidentin die historische Erinnerung an Mauerbau und deutsche Teilung mit einem Appell, demokratische Grundwerte nicht als selbstverständlich anzusehen.

Quelle:

Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, Pressemitteilung Nr. 191/2026 vom 13. August 2026.