Für rund 500 Bahnreisende ist die Rückfahrt aus Cottbus am Sonntagabend zu einem ungeplanten Fußmarsch geworden. Ein Regionalexpress der Linie RE2 blieb in Höhe Zeesen im Landkreis Dahme-Spreewald wegen eines technischen Defekts liegen. Der Zug musste evakuiert werden.
Unter den Fahrgästen befanden sich zahlreiche Fußballanhänger.
Sie kamen vom Zweitligaspiel zwischen Energie Cottbus und Hannover 96, das Cottbus am Nachmittag mit 3:1 gewonnen hatte.
Nach dem Fußballfest begann damit für viele Fans eine deutlich kompliziertere Heimreise.
Fahrgäste laufen Richtung Königs Wusterhausen
Der betroffene Zug konnte seine Fahrt nicht fortsetzen.
Die rund 500 Passagiere mussten deshalb aussteigen.
Nach Angaben des rbb liefen die Reisenden anschließend zu Fuß zum nächstgelegenen Bahnhof Königs Wusterhausen.
Gerade bei einer derart großen Zahl von Fahrgästen ist eine Evakuierung auf freier Strecke eine erhebliche logistische Herausforderung.
Technischer Defekt legt Regionalexpress lahm
Grund für den Stillstand war nach ersten Angaben ein technischer Defekt.
Nähere Informationen über die konkrete Ursache lagen zunächst nicht vor.
Auch blieb zunächst offen, wie lange die Störung auf der Strecke Auswirkungen auf weitere Züge hatte.
Der RE2 gehört zu den wichtigen Regionalverbindungen zwischen der Lausitz, Königs Wusterhausen und Berlin.
Entsprechend groß ist die Bedeutung der Linie für Berufspendler und Reisende.
Fußballfans nach Cottbuser Sieg betroffen
Dass der Zug gerade am Sonntagabend besonders stark gefüllt war, hing mit dem Fußballspiel in Cottbus zusammen.
Energie hatte bei seiner Rückkehr in die 2. Bundesliga Hannover 96 mit 3:1 geschlagen.
Viele Heim- und Gästefans reisten anschließend mit der Bahn ab.
Für einen Teil von ihnen endete der Fußballtag deshalb erst nach einer Zugpanne und einer Evakuierung kurz vor Berlin.
Quellen
rbb24 – RE2 mit rund 500 Fahrgästen nach Fußballspiel evakuiert