Die Mahnwache beginnt am Donnerstag, dem 6. August 2026, um 16 Uhr mit einer Eröffnungskundgebung. Sie soll bis Sonntag, den 9. August, fortgesetzt werden.
Die beiden Daten wurden bewusst gewählt: Am 6. August 1945 wurde Hiroshima, am 9. August 1945 Nagasaki durch Atombomben zerstört.
Veranstalter fordern atomwaffenfreie Welt
Mit der Mahnwache verbinden die Organisatoren die Forderung nach Abrüstung und einer friedlichen Lösung internationaler Konflikte.
Im Mittelpunkt steht die Warnung, dass Atomwaffen auch Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine unmittelbare Bedrohung darstellen. Die Teilnehmer wollen außerdem über aktuelle Kriege und eine aus ihrer Sicht wachsende Gefahr eines neuen Wettrüstens informieren.
Geplant sind Gespräche, Informationsangebote und öffentliche Beiträge. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Mitglieder der beteiligten Initiativen, sondern an sämtliche interessierten Dresdner und Besucher.
Dresden erinnert seit Jahren an Hiroshima und Nagasaki
Mahnwachen zum Gedenken an die beiden japanischen Städte haben in Dresden bereits Tradition. Auch in früheren Jahren kamen Friedensinitiativen, Vereine und engagierte Bürger zusammen, um an die Opfer der Atombombenabwürfe zu erinnern.
Das Gedenken verbindet historische Erinnerung mit aktuellen politischen Forderungen. Nach Ansicht der Veranstalter darf die Erinnerung nicht auf das Jahr 1945 beschränkt bleiben.
Sie wollen vielmehr deutlich machen, welche humanitären Folgen ein erneuter Einsatz von Atomwaffen hätte und wie schwierig die Versorgung der Bevölkerung nach einer nuklearen Explosion wäre.
Erinnerung an Zehntausende Opfer
Beim Abwurf der Atombombe auf Hiroshima am 6. August 1945 wurden große Teile der Stadt innerhalb kurzer Zeit zerstört. Viele Menschen starben unmittelbar, weitere erlagen in den folgenden Wochen, Monaten und Jahren ihren Verletzungen oder den Folgen der Strahlung.
Drei Tage später wurde Nagasaki von einer zweiten Atombombe getroffen. Die beiden Angriffe gehören bis heute zu den einschneidendsten Ereignissen des Zweiten Weltkriegs.
Die Dresdner Mahnwache soll den Opfern und Überlebenden einen öffentlichen Raum des Gedenkens geben. Gleichzeitig verstehen die Organisatoren die Veranstaltung als Appell an politische Entscheidungsträger.
Aktuelle Kriege erhöhen Bedeutung des Gedenkens
Das Thema atomarer Abschreckung hat durch internationale Spannungen und laufende Kriege erneut an Bedeutung gewonnen.
Die Veranstalter sehen darin einen zusätzlichen Grund, über Abrüstung, Diplomatie und internationale Rüstungskontrolle zu sprechen. Die Mahnwache soll dabei ausdrücklich friedlich und offen für Gespräche bleiben.
Bis zum 9. August sind weitere Aktionen vorgesehen. Der Abschluss fällt auf den Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki.
Quellen
– Attac Dresden und beteiligte Friedensinitiativen: Ankündigung der Mahnwache für eine atomwaffenfreie und friedliche Welt, veröffentlicht im Juli 2026