**Das Onkologische Spitzenzentrum am Universitätsklinikum Dresden wird für weitere vier Jahre von der Deutschen Krebshilfe gefördert. Für Forschung, Bewegungstherapie und patientennahe Projekte stehen insgesamt 3,8 Millionen Euro bereit.**

Mit der erneuten Bestätigung bleibt Dresden Teil des bundesweiten Netzwerks der Comprehensive Cancer Center. Diese Zentren verbinden eine interdisziplinäre Behandlung von Krebspatienten mit Forschung und dem Zugang zu neuen Therapie- und Behandlungsmethoden.

**Mehr als 22.000 Krebspatienten behandelt**

Im Jahr 2025 wurden am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden mehr als 22.000 onkologische Patienten behandelt.

In fachübergreifenden ärztlichen Konferenzen wurden mehr als 20.000 Therapieempfehlungen beschlossen. In diesen sogenannten Tumorboards beraten Fachleute verschiedener medizinischer Disziplinen gemeinsam über die bestmögliche Behandlung.

„Die erneute Förderung bestätigt unser Engagement und unsere Mühe um exzellente onkologische Patientenversorgung am Standort Dresden“, erklärte der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums, Prof. Uwe Platzbecker.

Die Förderung sei zugleich Anerkennung und Auftrag für das große interdisziplinäre Team.

**Künstliche Intelligenz überzeugt Gutachter**

Alle vier Jahre werden die geförderten Krebszentren von einem international besetzten Fachgremium überprüft.

Bewertet werden unter anderem die medizinische Versorgung, die wissenschaftliche Arbeit, klinische Studien sowie die nationale und internationale Vernetzung.

Das Dresdner Zentrum überzeugte besonders mit Projekten zum Einsatz künstlicher Intelligenz in der Diagnostik und bei der Auswertung medizinischer Daten.

Auch die präzisionsonkologische Forschung und molekular-onkologische Ansätze wurden positiv bewertet.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit dem Else Kröner Fresenius Zentrum für Digitale Gesundheit. Das auf dem Dresdner Medizincampus ansässige Zentrum forscht unter anderem zum Einsatz künstlicher Intelligenz in Diagnostik und Therapie.

**Individuelle Therapien und genetische Analysen**

Das Dresdner Krebszentrum setzt verstärkt auf personalisierte Behandlungen. Dazu gehören genetische Analysen und die Zusammenarbeit unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen.

„Unser Anspruch ist der ganzheitliche Blick auf die Onkologie“, erklärte Prof. Martin Bornhäuser vom geschäftsführenden Direktorium des NCT/UCC Dresden.

Neben der unmittelbaren Behandlung spiele auch die Prävention eine wichtige Rolle. Patienten sollen nach einer erfolgreichen Therapie dabei unterstützt werden, ihren Alltag zu bewältigen und gesund zu leben.

Die Förderung ermöglicht unter anderem entsprechende Bewegungs- und Unterstützungsprogramme.

**Dresdner Zentrum besteht seit 2003**

Das frühere Universitäts KrebsCentrum wurde 2003 gegründet. Heute arbeitet die Einrichtung als Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Dresden.

Seit 2007 wird der Standort durchgehend von der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet.

Das NCT/UCC Dresden ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf.

Ziel ist es, neue Erkenntnisse aus der Krebsforschung möglichst schnell in klinische Studien und die Patientenversorgung zu übertragen.

**Bundesweit 29 universitäre Standorte beteiligt**

Die Deutsche Krebshilfe fördert derzeit 14 Spitzenzentren beziehungsweise Verbünde an insgesamt 29 universitären Standorten.

Neben Dresden gehören unter anderem Berlin, Leipzig, Jena, Heidelberg, München, Hamburg und Köln zum Netzwerk.

Seit 2007 stellte die gemeinnützige Organisation nach eigenen Angaben rund 250 Millionen Euro aus Spendengeldern für das Programm bereit.

Die Förderung wird jeweils für vier Jahre vergeben. Anschließend müssen sich die Zentren erneut bewerben und einer umfassenden Begutachtung stellen.

**Quellen**

• Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden: Medieninformation „Deutsche Krebshilfe bestätigt Onkologisches Spitzenzentrum in Dresden“, veröffentlicht am 6. August 2026.

• Deutsche Krebshilfe: Informationen zu den Onkologischen Spitzenzentren, Stand 6. August 2026.