Rund 70 Kinder und pädagogische Fachkräfte aus Rostocker Kindertagesstätten haben am Warnowufer einen Olympischen Vormittag mit Spiel, Sport und verschiedenen Bewegungsangeboten erlebt. Die Veranstaltung fand im Umfeld der Hanse Sail statt und sollte zugleich das Engagement der beteiligten Kitas und Sportvereine würdigen.
Organisiert wurde der Vormittag von der Sportjugend des Landessportbundes, dem Stadtsportbund Rostock und dem Sportministerium Mecklenburg-Vorpommern. Im Mittelpunkt stand das Kooperationsprogramm „KinderBewegungsLand“, das regelmäßige sportliche Angebote in den Alltag von Kindertagesstätten bringt.
Bewegungsangebote erreichen rund 4.400 Kinder
Nach Angaben von Sport- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese sind mittlerweile 185 Kindertagesstätten an dem Programm beteiligt.
Durch die Zusammenarbeit mit Sportvereinen entstehen dort wöchentliche Bewegungsangebote. Insgesamt werden damit landesweit rund 4.400 Kinder erreicht.
Drese bezeichnete das Programm als großen Erfolg. Regelmäßige Bewegung sei bereits im Kindesalter entscheidend für ein gesundes Aufwachsen.
Parcours und Spielstationen am Warnowufer
Auf der Freifläche des Straßensportvereins Rostock erwarteten die Kinder verschiedene Bewegungsparcours und Spielstationen.
Die Angebote sollten motorische Fähigkeiten fördern und zugleich Freude an gemeinsamer Bewegung vermitteln. Neben körperlicher Fitness unterstützt Sport nach Einschätzung der Ministerin auch das Selbstvertrauen und die Entwicklung sozialer Kompetenzen.
Kinder lernen dabei Werte wie Teamarbeit, Fairness und gegenseitigen Respekt.
Land investiert jährlich rund 500.000 Euro
Mecklenburg-Vorpommern stellt nach Angaben des Ministeriums jährlich rund 500.000 Euro für Programme wie „KinderBewegungsLand“ und „Schule und Verein“ zur Verfügung.
Die praktische Umsetzung sei jedoch nur durch die enge Zusammenarbeit und das Engagement der beteiligten Kitas, Sportvereine und pädagogischen Fachkräfte möglich.
Mit dem Olympischen Vormittag wollten die Veranstalter den Beteiligten vor der Kulisse der Hanse Sail ausdrücklich für ihre Arbeit danken.
Rostock wirbt als olympischer Segelstandort
Die Veranstaltung war zugleich mit der Olympiabewerbung Rostock-Warnemündes als möglichem Segelstandort verbunden.
Die Partner nutzten den Vormittag, um die Bewerbung stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Drese äußerte die Hoffnung, dass einige der teilnehmenden Kinder bei möglichen Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 später selbst als Sportler, freiwillige Helfer oder Zuschauer dabei sein könnten.
Alle Teilnehmer erhielten ein eigenes T-Shirt mit der Aufschrift „KinderBewegungsLand meets Olympia“. Es soll an die Veranstaltung erinnern und möglicherweise auch als Ansporn für weitere sportliche Aktivitäten dienen.
Hanse Sail wird zur sportlichen Bühne
Die Hanse Sail bietet neben den traditionellen Schiffen und maritimen Veranstaltungen auch eine Bühne für gesellschaftliche, sportliche und wirtschaftliche Themen.
Mit dem Olympischen Vormittag rückten besonders die Bewegungsförderung im Kindesalter und die Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Vereinen in den Mittelpunkt.
Die Veranstaltung verband damit das maritime Großereignis mit dem Ziel, Kinder frühzeitig für Bewegung und Sport zu begeistern.
Quellen
Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern: Pressemitteilung Nr. 183 „Olympischer Vormittag zur Hanse Sail: Bewegung, Spiel und olympische Begeisterung für die Jüngsten“, veröffentlicht am 6. August 2026.