Berlin erhält 4,15 Millionen Euro aus Bundesmitteln, um Verwaltungsverfahren für Unternehmen weiter zu digitalisieren. Zwei Berliner Projekte wurden aus bundesweit 43 Anträgen für eine neue digitale Verwaltungsinfrastruktur ausgewählt. Wie die Wirtschaftsverwaltung mitteilt, sollen Behörden künftig vorhandene Nachweise direkt aus Registern abrufen können, anstatt dieselben Unterlagen erneut von Unternehmen anzufordern.
Register sollen automatisch miteinander kommunizieren
Grundlage ist das sogenannte National Once Only Technical System. Es soll Online-Anträge mit bestehenden öffentlichen Registern verbinden.
Dadurch müssen Unternehmen Informationen nicht erneut vorlegen, wenn sie bereits bei einer staatlichen Stelle vorhanden sind.
Erstes Projekt erhält bis zu 2,75 Millionen Euro
Ein Teil der Förderung betrifft Finanzanlagenvermittler, Gaststättenverfahren und das Schuldnerverzeichnis. Dafür sind bis zu 2,75 Millionen Euro vorgesehen.
Gewerbeämter sollen die notwendigen Informationen künftig digital und unmittelbar abrufen können.
IHK-Nachweise werden digitalisiert
Weitere bis zu 1,4 Millionen Euro fließen in ein gemeinsames Projekt mit der IHK Berlin. Sach- und Fachkundenachweise für mehr als 20 Prüfungsbereiche sollen digital hinterlegt werden.
Wer eine entsprechende Prüfung bestanden hat, müsste den Nachweis anschließend bei späteren Anträgen nicht erneut selbst einreichen.
Umsetzung bis 2027 geplant
Die beiden Projekte sollen bis 2027 umgesetzt werden und dienen zugleich als Grundlage für weitere digitale Verwaltungsleistungen.
Berlin verbindet das Vorhaben mit dem bundesweiten Ziel, Unternehmensgründungen künftig innerhalb von 24 Stunden über einen einheitlichen digitalen Prozess zu ermöglichen.
Quelle:
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Pressemitteilung vom 17. Juli 2026.