Berlin will klassische Gewerbe- und Industriegebiete stärker als Innovationsstandorte entwickeln. Eine Untersuchung im Auftrag der Wirtschaftsverwaltung hat 19 besonders innovative Gewerbestandorte identifiziert. Wie die Senatsverwaltung mitteilt, arbeiten dort zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen eng mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Technologiepartnern zusammen.

Innovation findet nicht nur in Zukunftsorten statt

Von den 19 identifizierten Innovationskernen gehören lediglich fünf zu den offiziell ausgewiesenen Berliner Zukunftsorten. Die übrigen 14 Standorte zeigen nach der Untersuchung teilweise eine ebenso hohe oder sogar höhere Innovationsaktivität.

Damit rücken klassische Industrie- und Gewerbegebiete stärker in den Fokus der Berliner Technologiepolitik.

Mittelstand spielt zentrale Rolle

Besonders kleine und mittlere Unternehmen sollen von besseren Netzwerken, Infrastruktur und Kooperationen mit Forschungseinrichtungen profitieren.

Die Stadt will damit verhindern, dass Innovation ausschließlich in großen Wissenschafts- oder Start-up-Clustern konzentriert bleibt.

Standortbedingungen sollen verbessert werden

Die Studie untersucht unter anderem, welche Rahmenbedingungen Firmen benötigen, um neue Technologien zu entwickeln und auszubauen.

Daraus wurden Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Gewerbestandorte und zur stärkeren Aktivierung technologischer Potenziale abgeleitet.

Initiative wurde im Juli gestartet

Die Wirtschaftsverwaltung hat Mitte Juli die Initiative „Innovative Gewerbestandorte“ gestartet und die Ergebnisse in ihre weitere Standortpolitik aufgenommen.

Damit sollen Industrieflächen künftig nicht nur nach Größe und Verkehrsanbindung bewertet werden, sondern stärker danach, welche Unternehmen, Technologien und Forschungsbeziehungen dort bereits vorhanden sind.

Quelle:

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin, Initiative „Innovative Gewerbestandorte“ 2026.