Berlin will wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in wirtschaftlich nutzbare Produkte und neue Unternehmen überführen. Dafür hat der Senat die Berlin Transfer Bridge als gemeinsamen Rahmen von Wirtschafts- und Wissenschaftspolitik vorgestellt. Wie das Land mitteilt, sollen Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen künftig durchgängig von der Idee bis zur Markteinführung zusammenarbeiten.

Schutzrechte sollen einfacher genutzt werden

Die Transfer Bridge umfasst die Verwertung geistigen Eigentums, die Gründung wissenschaftlicher Ausgründungen und die Skalierung bereits bestehender technologieorientierter Unternehmen.

Dabei sollen Regeln für Patente und Beteiligungen klarer und zwischen Einrichtungen stärker vereinheitlicht werden.

Drei Grundprinzipien sollen Verfahren beschleunigen

Berlin nennt drei Leitprinzipien: schnell, fair und unternehmerisch. Standardisierte Abläufe sollen Entscheidungszeiten verkürzen, während klare Regeln für geistiges Eigentum mehr Rechtssicherheit schaffen sollen.

Damit reagiert das Land auf ein bekanntes Problem vieler Forschungsstandorte: Gute wissenschaftliche Ergebnisse führen nicht automatisch zu marktfähigen Produkten.

Deep Tech erhält besondere Bedeutung

Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten Deep-Tech-Innovationen, bei denen wissenschaftliche Forschung und technisch anspruchsvolle Entwicklungen besonders eng miteinander verbunden sind.

Berlin sieht darin einen Schlüssel für technologische Souveränität und neue industrielle Wertschöpfung.

Hauptstadt will Europas Spitze erreichen

Langfristig soll Berlin nach Vorstellung des Senats zu einem der führenden europäischen Standorte für die wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen werden.

Damit verbindet sich Wissenschaftspolitik direkt mit der Frage, wie aus öffentlich und privat finanzierter Forschung neue Firmen, Arbeitsplätze und Produkte entstehen.

Quelle:

Berliner Senat, Berlin Transfer Bridge vom 16. Juni 2026.