Krach wirbt für einen sogenannten Jahrhundertpark. Das Gelände soll stärker begrünt, besser nutzbar und um neue Freizeitangebote ergänzt werden. In diesem Zusammenhang brachte der SPD-Politiker auch eine künstliche Surfwelle ins Gespräch.
Die Idee ist Teil eines umfassenderen Konzepts und bislang kein beschlossenes Bauprojekt.
SPD rückt von Randbebauung ab
Innerhalb der Berliner SPD hatten sich in den vergangenen Jahren unterschiedliche Positionen zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes gegenübergestanden. Angesichts des Wohnungsmangels gab es wiederholt Forderungen, zumindest kleinere Teile der Fläche für neue Wohnungen zu nutzen.
Krach stellte sich inzwischen ausdrücklich hinter den bestehenden Volksentscheid und gegen eine Bebauung. Auch Vertreter des zuständigen SPD-Kreisverbandes bezeichnen den Erhalt des unbebauten Feldes als politische Grundbedingung.
Mehr Grün gegen zunehmende Hitze
Der SPD-Spitzenkandidat begründet seine Pläne auch mit dem Klimawandel. Das weitgehend offene Gelände soll nach seinen Vorstellungen stärker bepflanzt und zu einer grünen Lunge für Berlin entwickelt werden.
Krach hatte bereits zusätzliche Bäume, neue Erholungsbereiche und weitere Begrünung für das Feld gefordert. Auch stark versiegelte Plätze wie der Alexanderplatz und der Gendarmenmarkt sollen durch kleinere Grünflächen entlastet werden.
Surfwelle dürfte Diskussion auslösen
Eine künstliche Welle könnte das Tempelhofer Feld um ein ungewöhnliches Freizeitangebot ergänzen. Unklar sind bislang jedoch Standort, Größe, Wasserverbrauch, Betriebskosten und Finanzierung.
Gegner könnten einwenden, dass eine technische Anlage nicht zum offenen und naturnahen Charakter des Feldes passt. Befürworter dürften dagegen auf zusätzliche Freizeitmöglichkeiten und die Attraktivität für Jugendliche verweisen.
CDU hält Bebauung für notwendig
Während die SPD inzwischen gegen eine Bebauung argumentiert, hält die CDU eine Randbebauung weiterhin für möglich oder notwendig. Damit stehen sich im Wahlkampf zwei deutlich unterschiedliche Konzepte gegenüber.
Die Entscheidung über die langfristige Entwicklung des Tempelhofer Feldes dürfte deshalb auch von den Mehrheitsverhältnissen nach der Abgeordnetenhauswahl abhängen.
Quellen
– Steffen Krach: Vorschläge für einen Jahrhundertpark auf dem Tempelhofer Feld, 29. Juni 2026
– Tagesspiegel: Debatte über Bebauung und Erhalt des Tempelhofer Feldes, Juni und August 2026
– Deutsche Presse-Agentur: Vorschläge zur Begrünung zentraler Berliner Flächen, Juni 2026