Die Bundespolizei hat am Mittwochabend, 22. Juli 2026, bei einer Grenzkontrolle in Zittau 837 Gramm Schwarzpulver sichergestellt. Die explosive Substanz befand sich im Kofferraum eines Autos, das aus Polen nach Deutschland eingereist war.

Kontrolliert wurde ein 33 Jahre alter tschechischer Staatsbürger. Die Beamten stoppten ihn gegen 22.30 Uhr an der Grenzkontrollstelle in der Friedensstraße.

Schwarzes Granulat in Plastikbehälter entdeckt

Bei der Überprüfung des Fahrzeugs fanden die Bundespolizisten im Kofferraum einen Plastikbehälter mit schwarzem Granulat.

Nach der Untersuchung stellte sich heraus, dass es sich um 837 Gramm Schwarzpulver handelte. Die Bundespolizei ordnet den Stoff einer Schusswaffe zu, die zuvor durch die tschechische Polizei sichergestellt worden sein soll.

Warum der Mann das Schwarzpulver dennoch im Fahrzeug transportierte und wohin er damit unterwegs war, ist bislang ungeklärt.

Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz

Die Beamten stellten das Schwarzpulver sicher und leiteten gegen den Autofahrer ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz ein.

Die weiteren Ermittlungen sollen nun klären, unter welchen Umständen die explosive Substanz transportiert wurde und ob dafür eine entsprechende Erlaubnis vorlag.

Zu einer Festnahme des Mannes machte die Bundespolizei in ihrer Mitteilung keine Angaben.

Schwarzpulver nicht mit gewöhnlichem Reisegepäck vergleichbar

Schwarzpulver ist ein explosionsfähiges Gemisch und unterliegt strengen gesetzlichen Vorschriften. Transport, Besitz und Umgang sind deshalb nicht mit gewöhnlichen Gegenständen oder erlaubnisfreien Waren vergleichbar.

Gerade bei Grenzkontrollen kann der Fund größerer Mengen weitere Prüfungen auslösen. Entscheidend sind unter anderem Herkunft, Verwendungszweck und mögliche Genehmigungen.

Im konkreten Fall bleiben diese Fragen zunächst Gegenstand der Ermittlungen.

Wiederholte Waffenfunde an Zittauer Grenze

Die Bundespolizei meldete in den vergangenen Tagen mehrere Funde gefährlicher oder verbotener Gegenstände an den Zittauer Grenzkontrollstellen. Am 21. Juli wurden unter anderem verbotene Messer und ein nicht zugelassenes Pfefferspray sichergestellt. Bereits am selben Morgen hatten Beamte in einem Fahrzeug ein größeres Waffenarsenal entdeckt.

Der Fund von 837 Gramm Schwarzpulver hebt sich davon jedoch durch die Menge und den möglichen explosiven Charakter deutlich ab.

Ermittlungen müssen Hintergründe klären

Bislang ist nicht bekannt, weshalb das Schwarzpulver im Kofferraum transportiert wurde. Ebenso offen ist, ob der 33-Jährige im Besitz notwendiger Dokumente oder Genehmigungen war.

Auch zur Verbindung zwischen dem Schwarzpulver und der von der tschechischen Polizei sichergestellten Schusswaffe liegen noch keine näheren Angaben vor.

Die Bundespolizei verwies ausdrücklich auf die laufenden Ermittlungen.

Vorfall im Überblick

Ort:
Grenzkontrollstelle Friedensstraße in Zittau

Zeit:
22. Juli 2026 gegen 22.30 Uhr

Kontrollierte Person:
33-jähriger tschechischer Autofahrer

Fund:
837 Gramm Schwarzpulver in einem Plastikbehälter

Maßnahmen:
Sicherstellung des Schwarzpulvers und Einleitung eines Ermittlungsverfahrens

Tatvorwurf:
Verdacht auf Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz

Quelle:
Bundespolizeiinspektion Ebersbach, Mitteilung vom 23. Juli 2026.