Deutsche und tschechische Kinder haben bei einem fünftägigen Bildungsworkshop in der Grundmühle bei Hohnstein gemeinsam die Welt der Insekten erforscht. Das Angebot richtete sich an naturinteressierte Acht- bis Zwölfjährige. Wie die Naturzentrale des Landkreises Bautzen mitteilt, verband das Programm praktische Umweltbildung mit interkulturellem Lernen und Begegnungen zwischen Kindern beider Länder.

Fünf Module führten in die Welt der Insekten

Organisiert wurde das Ferienangebot von Mitarbeitern des Naturschutzzentrums Neukirch und des Ökozentrums Brniště. Während des Aufenthalts absolvierten die Kinder fünf Bildungsmodule, die sich unter anderem mit Insekten unter Baumrinde, im Wasser, im Boden und in der Nacht beschäftigten.

Der Unterricht war bewusst praxisnah angelegt und verband Naturbeobachtung mit technischem sowie interkulturellem Lernen. Durch die Arbeit in gemischten Gruppen kamen die Teilnehmer zugleich mit der jeweiligen Nachbarsprache in Kontakt und konnten grenzüberschreitende Freundschaften entwickeln.

Wasseruntersuchungen und Nachtinsekten ergänzten das Programm

Neben den eigentlichen Bildungsmodulen gehörten gemeinschaftliche Spiele, Baden und Wasseruntersuchungen zum Ferienprogramm. Ein Besuch im Nationalparkzentrum Sächsische Schweiz erweiterte die naturkundlichen Inhalte um weitere Einblicke in die Region.

Mit Unterstützung von MINOS bauten die Kinder zudem selbst einfache Taschenlampen, die anschließend bei der Untersuchung von Nachtinsekten eingesetzt wurden. Damit verband das Projekt naturwissenschaftliche Beobachtung unmittelbar mit technischem Lernen und eigener praktischer Arbeit.

Interreg fördert grenzüberschreitende Naturbildung

Finanziell unterstützt wurde das Projekt über den Kleinprojektefonds Interreg Sachsen–Tschechien 2021–2027 der Euroregion Neisse. Die Förderung ermöglicht Projekte, bei denen Begegnung, Bildung und Zusammenarbeit über die deutsch-tschechische Grenze hinweg miteinander verbunden werden.

Die Naturzentrale selbst ist ein Zusammenschluss von vier Naturschutzeinrichtungen im Landkreis Bautzen. Dazu gehören die Naturschutzstation Neschwitz, der Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz, das Naturschutzzentrum „Oberlausitzer Bergland“ und Naturbewahrung Westlausitz mit der Naturschutzstation Gräfenhain.

Naturzentrale koordiniert Umweltprojekte im Landkreis

Seit 2020 unterstützt die Naturzentrale die beteiligten Einrichtungen bei Öffentlichkeitsarbeit, Pressearbeit sowie bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen. Darüber hinaus koordiniert sie im Landkreis Bautzen das Projekt „Junge Naturwächter Sachsen“ und übernimmt Aufgaben für „RegioCrowd“ in der westlichen Oberlausitz.

Damit verbindet die Einrichtung klassische Naturschutzarbeit mit Umweltbildung, Nachwuchsförderung und grenzüberschreitender Zusammenarbeit.

Hinweis zur Datumsangabe:

Die Presseinformation ist auf den 13. August 2026 datiert, nennt für den Bildungsworkshop jedoch ausdrücklich den Zeitraum 20. bis 24. Juli 2024. Diese Angabe wurde nicht eigenständig geändert, da aus der Pressemitteilung nicht hervorgeht, ob es sich dabei um einen Schreibfehler handelt.

Quelle:

Naturzentrale Landkreis Bautzen, Presseinformation 39 vom 13. August 2026.