Manche Sätze von Kindern bleiben jahrzehntelang im Gedächtnis. Marga Ebert hat besonders lustige, überraschende und nachdenkliche Äußerungen aus ihrem Berufsalltag aufgeschrieben und bringt ihre Sammlung nun erneut in die Genthiner Stadtbibliothek mit.
Die Stadt- und Kreisbibliothek „Edlef Köppen“ lädt am 28. August 2026 um 14 Uhr zum nächsten Lese Café ein. Im Mittelpunkt stehen die persönlichen Aufzeichnungen der früheren Kindererzieherin, die den Titel „Kindermund“ tragen.
In der Ankündigung wird der Termin als Donnerstag bezeichnet. Der 28. August 2026 fällt kalendarisch jedoch auf einen Freitag. Interessierte sollten sich bei der Anmeldung vorsorglich bestätigen lassen, ob das Datum oder der genannte Wochentag maßgeblich ist.
Mehr als drei Jahrzehnte mit Kindern gearbeitet
Marga Ebert war von 1968 bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2001 als Kindererzieherin in Genthin tätig. In verschiedenen Einrichtungen begleitete sie über Jahrzehnte zahlreiche Mädchen und Jungen.
Ihr Berufsalltag war von der täglichen Betreuung, gemeinsamen Aktivitäten und vielen Gesprächen mit den Kindern geprägt. Dabei erlebte sie immer wieder Situationen, in denen die jungen Menschen ihre Umwelt mit besonderer Offenheit, Fantasie und Schlagfertigkeit kommentierten.
Viele dieser Äußerungen waren zu ungewöhnlich, um sie einfach zu vergessen. Ebert begann deshalb bereits während ihrer aktiven Berufsjahre, besonders einprägsame Begebenheiten schriftlich festzuhalten.
Ein einfaches Schulheft wurde zur Erinnerungssammlung
Für ihre Notizen verwendete die Erzieherin kein aufwendig gestaltetes Tagebuch, sondern ein gewöhnliches Schulheft. Am Abend schrieb sie dort die Aussagen und Situationen auf, die ihr während des Tages besonders aufgefallen waren.
Mit den Jahren entstand daraus eine persönliche Sammlung voller kleiner Geschichten. Sie bewahrt nicht nur humorvolle Aussprüche, sondern vermittelt zugleich einen Einblick in die Wahrnehmung und Gedankenwelt von Kindern.
Die Aufzeichnungen zeigen, wie junge Menschen Begriffe verstehen, Erlebnisse einordnen und mitunter erstaunlich direkte Antworten auf die Fragen der Erwachsenen finden. Manche Bemerkungen wirken nachdenklich, die meisten sollen jedoch zum Schmunzeln oder herzlichen Lachen anregen.
Zweiter Auftritt beim Genthiner Lese Café
Marga Ebert liest nicht zum ersten Mal aus ihrer Sammlung in der Stadt- und Kreisbibliothek. Nach Angaben der Einrichtung teilt sie ihre Erinnerungen nun zum zweiten Mal mit den Besuchern des Lese Cafés.
Dass die Aufzeichnungen noch immer funktionieren, liegt auch an ihrer unmittelbaren Entstehung. Die Aussprüche wurden nicht nachträglich erfunden oder literarisch ausgeschmückt, sondern zeitnah aus dem damaligen Alltag festgehalten.
Bis heute nimmt Ebert das alte Heft regelmäßig zur Hand. Die darin bewahrten Situationen erinnern sie an ihre Arbeit und an die vielen Kinder, die sie in mehr als drei Jahrzehnten begleitet hat.
Geschichten verbinden Humor und Erinnerungen
Die Lesung soll einen unterhaltsamen Einblick in den früheren Alltag einer Kindererzieherin geben. Im Mittelpunkt stehen kurze Begebenheiten, in denen Kinder mit ihrer eigenen Logik und ihrer unverstellten Sicht auf die Welt überraschen.
Gerade alltägliche Situationen können dabei eine besondere Komik entwickeln. Kinder greifen Redewendungen auf, verstehen Begriffe anders als Erwachsene oder sprechen Dinge aus, die ältere Menschen aus Höflichkeit eher zurückhalten würden.
Die Erzählungen sollen jedoch nicht auf Kosten der Kinder funktionieren. Nach Darstellung der Bibliothek stehen vielmehr Herzlichkeit, Authentizität und die Freude an ihrer Kreativität im Vordergrund.
Begegnung gehört zum Konzept des Lese Cafés
Das Lese Café ist nicht ausschließlich als klassische Lesung angelegt. Die Veranstaltung soll den Teilnehmern auch Gelegenheit geben, miteinander ins Gespräch zu kommen und eigene Erinnerungen auszutauschen.
Viele Besucher dürften ähnliche Erlebnisse aus der eigenen Familie, aus dem Berufsleben oder aus der Betreuung von Kindern kennen. Die Geschichten können deshalb Anknüpfungspunkte für persönliche Gespräche bieten.
Die Bibliothek möchte mit dem Format Literatur, Erinnerungsarbeit und gemeinschaftliche Begegnung miteinander verbinden. Eine gemütliche Atmosphäre soll dazu beitragen, dass sich die Gäste aktiv am Nachmittag beteiligen können.
Teilnehmerzahl ist begrenzt
Da in der Bibliothek nur eine begrenzte Zahl an Plätzen zur Verfügung steht, wird um eine vorherige Anmeldung gebeten.
Interessierte können sich telefonisch unter 03933 876-500 anmelden. Außerdem nimmt die Bibliothek Anmeldungen per E-Mail unter info.bibliothek@stadt-genthin.de entgegen.
Bei der Anmeldung sollte zugleich geklärt werden, ob die Veranstaltung am angegebenen Datum, Freitag, dem 28. August 2026, stattfindet oder ob mit der Bezeichnung Donnerstag möglicherweise ein anderer Termin gemeint ist. Weitere Angaben zu Eintrittskosten enthält die Mitteilung nicht.
Quellen
• Stadt Genthin und Stadt- und Kreisbibliothek „Edlef Köppen“: Pressemitteilung „Lese Café in der Stadt- und Kreisbibliothek ‚Edlef Köppen‘ Genthin – Marga Ebert liest aus ihren Aufzeichnungen ‚Kindermund‘“, veröffentlicht im August 2026.
• Kalenderprüfung zum 28. August 2026: Der angegebene Termin fällt auf einen Freitag, nicht auf einen Donnerstag.