Fürstenwalde will künftig genauer wissen, wo soziale Probleme entstehen und welche Stadtteile besondere Unterstützung benötigen. Dafür lässt die Stadt derzeit eine umfassende Sozialraumanalyse erstellen. Untersucht werden unter anderem Bevölkerung, Einkommen, Bildung, Wohnen und gesellschaftliche Teilhabe.
Ziel ist es, soziale Ungleichheiten möglichst früh zu erkennen.
Politik und Verwaltung sollen ihre Entscheidungen anschließend stärker an konkreten Daten ausrichten können.
Stadtteile werden getrennt betrachtet
Eine stadtweite Durchschnittszahl sagt oft wenig darüber aus, wie unterschiedlich einzelne Quartiere tatsächlich sind.
So können beispielsweise Arbeitslosigkeit, Kinderarmut oder Altersstruktur innerhalb einer Stadt erheblich schwanken.
Die Fürstenwalder Analyse soll deshalb ein genaueres Bild der einzelnen Sozialräume liefern.
Untersucht werden außerdem bestehende Unterstützungsangebote und die Frage, ob diese dort vorhanden sind, wo sie tatsächlich benötigt werden.
EU und Land übernehmen 80 Prozent
Das Projekt wird umfangreich gefördert.
Die Gesamtzuwendung beträgt 382.349,08 Euro.
Davon kommen rund 286.762 Euro aus EU-Mitteln und rund 95.587 Euro vom Land Brandenburg.
Gefördert werden 80 Prozent der anrechenbaren Personalkosten sowie eine zusätzliche Pauschale.
Das Projekt läuft bis zum 31. Juli 2028.
Ergebnisse sollen praktische Folgen haben
Die Sozialraumanalyse ist nicht nur als statistische Bestandsaufnahme gedacht.
Ihre Ergebnisse sollen später beeinflussen, wo soziale Angebote gestärkt, Ressourcen eingesetzt oder neue Projekte aufgebaut werden.
Damit kann die Untersuchung Auswirkungen auf Jugendhilfe, Familienangebote, Bildung, Quartiersarbeit und Armutsprävention haben.
Fürstenwalde schafft sich damit eine Datenbasis für Entscheidungen, die bislang teilweise auf weniger detaillierten Informationen getroffen werden mussten.
Quellen
Stadt Fürstenwalde/Spree – Sozialraumanalyse gestartet, 24. Juni 2026.