Waren will seine Rolle als Heilbad nicht lediglich verwalten, sondern langfristig weiterentwickeln. Eine von der Stadt beauftragte Studie untersucht deshalb, welche gesundheitlichen und touristischen Angebote künftig benötigt werden und wie sich diese mit der Stadtentwicklung verbinden lassen.
Im Mittelpunkt steht insbesondere der Standort Nesselberg.
Dort bestehen bereits gesundheitsorientierte Nutzungen, die langfristig ergänzt und stärker miteinander verknüpft werden sollen.
Gesundheit soll Teil der Stadtplanung werden
Die Untersuchung geht über klassische Kurangebote hinaus.
Sie fragt auch danach, wie eine Stadt gestaltet sein muss, damit sie Gesundheit in verschiedenen Lebensphasen unterstützt.
Dazu können Grünflächen, Bewegung, medizinische Angebote, Kurinfrastruktur und barrierefreie Wege gehören.
Bürger wurden bereits beteiligt
Im Juni fand dazu ein Bürgerdialogforum statt.
Einwohner konnten ihre Vorstellungen und Hinweise einbringen.
Diese Beteiligung soll helfen, die Studie nicht ausschließlich aus touristischer oder medizinischer Perspektive zu entwickeln.
Denn das Kurgebiet wird nicht nur von Gästen genutzt, sondern ist Teil des Alltags der Einwohner.
Heilbadstatus ist auch Wirtschaftsfaktor
Gesundheitstourismus kann für Waren zusätzliche Wertschöpfung bringen.
Kur- und Gesundheitsgäste bleiben häufig länger in einer Region als klassische Tagesbesucher.
Davon profitieren Hotels, Gastronomie, medizinische Anbieter und Einzelhandel.
Die Herausforderung besteht darin, Angebote zu entwickeln, die touristisch attraktiv sind und zugleich dauerhaft von den Einwohnern genutzt werden können.
Quellen
Stadt Waren (Müritz) – Heilbad-Studie und Entwicklung des Kurgebietes.