Riesa investiert so viel wie seit Jahren nicht mehr in seinen Brandschutz. Die neue Feuerwache an der Klötzerstraße ist mit rund 14,7 Millionen Euro kalkuliert und soll die Arbeitsbedingungen von Hauptamtlichen und freiwilligen Einsatzkräften grundlegend verändern.

Auf einer Fläche von rund 15.700 Quadratmetern entstehen zehn Fahrzeugstellplätze sowie spezialisierte technische Einrichtungen.

Atemschutz und Schlauchpflege an einem Standort

Zum Neubau gehören unter anderem eine Atemschutzwerkstatt, eine Schlauchwäsche sowie Schulungs- und Büroräume.

Neben den 24 hauptamtlichen Feuerwehrleuten soll dort auch die Freiwillige Feuerwehr Riesa-Stadt untergebracht werden.

Diese nutzt bislang ein älteres Gebäude an der Pausitzer Straße.

Projekt gilt als Modellvorhaben

Eine Besonderheit ist das Konzept der Stützpunktfeuerwehr.

Dabei spielt auch die Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren und dem Landkreis eine größere Rolle.

Freistaat, Landkreis und Stadt beteiligen sich deshalb gemeinsam an der Finanzierung.

Großbrände zeigen Bedeutung regionaler Zusammenarbeit

Wie wichtig überörtliche Kooperation ist, zeigte zuletzt auch der große Waldbrand in der Gohrischheide.

Riesaer Feuerwehrleute waren dort sowohl bei der Brandbekämpfung als auch bei der Sicherung der Wasserversorgung eingesetzt.

Der Neubau ist damit nicht nur Infrastruktur für die Stadt selbst, sondern Teil eines größeren Bevölkerungsschutzsystems.

Quellen

Stadt Riesa – Neubau der Feuerwache und Modellprojekt Stützpunktfeuerwehr.