Industrieflächen sind in Berlin knapp. Gleichzeitig benötigen Unternehmen neue Produktionsräume, gute Energieversorgung und moderne Infrastruktur. Mit der Initiative „Innovative Gewerbestandorte“ will der Senat bestehende Flächen besser entwickeln und wirtschaftliche Nutzung langfristig sichern.
Die Initiative wurde Mitte Juli gestartet.
Flächenkonkurrenz wird größer
Wohnen, Gewerbe, Verkehr und Grünflächen konkurrieren in Berlin um denselben begrenzten Raum.
Industrieflächen geraten dadurch besonders unter Druck.
Werden sie einmal für andere Nutzungen aufgegeben, lassen sie sich später kaum zurückgewinnen.
Moderne Standorte brauchen mehr als Hallen
Produktionsunternehmen benötigen heute schnelle Datennetze, Energieversorgung, Verkehrsanbindung und teilweise gemeinsame Infrastruktur.
Auch Klimaschutz und Ressourceneffizienz spielen eine zunehmende Rolle.
Kooperation mit Forschung wichtig
Berlin verfügt über Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit hoher technischer Kompetenz.
Wenn Unternehmen und Wissenschaft räumlich beziehungsweise organisatorisch enger zusammenarbeiten, können Innovationen schneller in die industrielle Anwendung gelangen.
Arbeitsplätze sollen in der Stadt bleiben
Gewerbe- und Industriegebiete sichern zahlreiche Arbeitsplätze außerhalb klassischer Büroberufe.
Für eine wirtschaftlich gemischte Stadt ist es deshalb wichtig, nicht ausschließlich Dienstleistungsarbeitsplätze zu schaffen.
Initiative ergänzt Innovationsstrategie
Berlin und Brandenburg haben im Juli außerdem ihre gemeinsame Innovationsstrategie InnoBB 2035 beschlossen.
Damit versucht die Hauptstadtregion, Wirtschaftsförderung stärker über Landesgrenzen hinweg zu koordinieren.
Quellen
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe: Initiative „Innovative Gewerbestandorte“, 16. Juli 2026
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe: Innovationsstrategie InnoBB 2035