Berlin will bei der Wahl am 20. September keinen erneuten Mangel an Stimmzetteln erleben. Insgesamt werden mehr als 7,7 Millionen Exemplare für das Abgeordnetenhaus und die Bezirksparlamente gedruckt.

Für die Wahl zum Abgeordnetenhaus sind rund 3,97 Millionen Stimmzettel vorgesehen. Weitere etwa 3,8 Millionen Exemplare werden für die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen benötigt.

Reserve von rund 40 Prozent

Die Landeswahlleitung beschafft Stimmzettel für etwa 140 Prozent der Wahlberechtigten. Die großzügige Reserve gehört zu den Konsequenzen aus den organisatorischen Problemen bei der Wahl 2021.

Damals hatten fehlende oder falsch gelieferte Stimmzettel sowie lange Warteschlangen zu erheblichen Schwierigkeiten geführt. Teile der Wahl mussten später wiederholt werden.

Für die Wahl zum Abgeordnetenhaus sind rund 2,5 Millionen Menschen wahlberechtigt. An den BVV-Wahlen dürfen etwa 2,75 Millionen Menschen teilnehmen, darunter wahlberechtigte EU-Bürger ohne deutsche Staatsangehörigkeit.

Briefwahl gewinnt weiter an Bedeutung

Die Wahlbenachrichtigungen sollen ab Montag verschickt werden. Landeswahlleiter Stephan Bröchler rechnet mit einem Briefwahlanteil von rund 45 Prozent.

Erstmals dürfen bei der regulären Abgeordnetenhauswahl auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Gewählt wird am 20. September 2026.