Berlin will die Vorsorge gegen Hitze, Trockenheit und Starkregen stärker zwischen den Senatsverwaltungen koordinieren. Dafür hat ein neuer ressortübergreifender Steuerungskreis seine Arbeit aufgenommen.
Das Gremium soll innerhalb von 18 Monaten wichtige Grundlagen für die Umsetzung des geplanten Berliner Klimaanpassungsgesetzes schaffen. Dabei geht es um Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen – von Gesundheit und Stadtentwicklung bis zu Verkehr, Bauen und Grünflächen.
Klimafolgen betreffen die gesamte Stadt
Dicht bebaute Quartiere heizen sich während längerer Hitzeperioden besonders stark auf. Ältere Menschen, chronisch Kranke, kleine Kinder und Menschen ohne festen Wohnraum gelten als besonders gefährdet.
Daneben muss sich Berlin auf häufiger auftretende Trockenperioden und Starkregen einstellen. Bäume und Grünanlagen leiden unter Wassermangel, während starke Niederschläge Kanalisation und Straßen überlasten können.
Verwaltungen sollen gemeinsam handeln
Der Steuerungskreis soll verhindern, dass Maßnahmen isoliert in einzelnen Behörden geplant werden. Klimaanpassung betrifft unter anderem Krankenhäuser, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Wohnungsbau, Verkehrsflächen und den Schutz des Stadtgrüns.
Welche konkreten Verpflichtungen das Gesetz enthalten wird, ist Gegenstand der weiteren Arbeit. Der Senat will die Grundlagen innerhalb der kommenden anderthalb Jahre ausarbeiten.
Quellen
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Berliner Klimaanpassungsgesetz nimmt weiter Formen an“, veröffentlicht am 6. August 2026
Presseportal des Landes Berlin: Auftakt des ressortübergreifenden Steuerungskreises, veröffentlicht am 6. August 2026