Bunte Tiermotive, Naturbilder oder selbst entwickelte Fantasiewelten statt grauer Technikgehäuse: Berliner Schülerinnen und Schüler können auch 2027 wieder ihren eigenen Kiez mitgestalten. Für die kommenden Stromkastenstyling-Projektwochen sucht Stromnetz Berlin noch Schulklassen, die ihre Ideen auf die Anlagen des Verteilnetzbetreibers bringen wollen.
Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse. Bewerbungen sind ab sofort und noch bis zum 30. September 2026 möglich.
Rund 500 Stromkästen werden jedes Jahr gestaltet
In Berlin stehen nach Angaben von Stromnetz Berlin etwa 18.000 Stromkästen und rund 10.000 Trafostationen.
Seit mehr als 15 Jahren beteiligen sich Schulklassen daran, die zunächst meist grauen Anlagen künstlerisch umzugestalten. Jährlich werden im Rahmen der Projektwochen rund 500 Stromkästen neu gestaltet.
Inzwischen ist nach Angaben des Unternehmens bereits etwa die Hälfte der rund 18.000 Stromkästen mit Motiven versehen.
Jede Klasse gestaltet 15 Kästen im eigenen Kiez
Eine Projektwoche dauert fünf Tage.
Während dieser Zeit gestaltet jede teilnehmende Klasse 15 Stromkästen in ihrem Kiez. Zunächst entwickeln die Schülerinnen und Schüler eigene Motive.
Anschließend fertigen sie gemeinsam mit Street-Art-Künstlern und Pädagogen entsprechende Schablonen an. Zum Abschluss werden die Entwürfe auf die Stromkästen übertragen.
Die Kosten für die Projektwochen übernimmt Stromnetz Berlin.
Tiere gehören zu den beliebtesten Motiven
Besonders häufig entscheiden sich die Kinder und Jugendlichen für Tiermotive.
Nach Angaben von Projektleiter Benjamin Graf-Kubel vom Reinickendorfer meredo e.V. tauchen beispielsweise Tiere, Sport und Natur immer wieder in den Entwürfen auf.
Der Verein führt die Projektwochen im Auftrag von Stromnetz Berlin durch.
Neben der praktischen Gestaltung geht es dabei auch um Themen wie Urheberrecht. Die Jugendlichen sollen lernen, warum bekannte Comicfiguren oder Vereinslogos nicht einfach übernommen werden können und weshalb eigene Motive gefragt sind.
Projekt soll Kreativität fördern und Vandalismus reduzieren
Tom Rütting, Leiter Politik und Kommunikation bei Stromnetz Berlin, sieht in dem Projekt mehr als eine reine Verschönerungsaktion.
„Berlin ist die Hauptstadt der Kreativen und diese Kreativität schon in der Schule zu fördern, das ist uns seit vielen Jahren eine Herzenssache“, erklärt er.
Nach seinen Angaben hat das Stromkastenstyling inzwischen Nachahmer in anderen Teilen Deutschlands gefunden.
Zugleich verweist Rütting auf einen zusätzlichen Effekt: Gestaltete Stromkästen würden nach Erfahrungen des Unternehmens seltener illegal übersprüht und seien damit besser vor Vandalismus geschützt.
Die besten Stromkästen werden ausgezeichnet
Am Ende des Jahres werden besonders gelungene Stromkästen und Trafostationen von einer Jury in mehreren Kategorien ausgewählt.
Zusätzlich gibt es einen Publikumspreis. Dafür können Interessierte über soziale Medien und online abstimmen.
Die Auszeichnungen werden anschließend bei einer Veranstaltung im Beisein der beteiligten jungen Künstlerinnen und Künstler verliehen.
So können sich Berliner Schulen bewerben
Schulen können ihre Bewerbung für die Projektwochen 2027 noch bis zum 30. September 2026 einreichen.
Benötigt werden:
• Name der Schule • Klassenstufe • Ansprechperson • Kontaktdaten
Die Bewerbung erfolgt per E-Mail an [stromkastenstyling@stromnetz-berlin.de](mailto:stromkastenstyling@stromnetz-berlin.de).
Quellen
Stromnetz Berlin – Presseinformation zum Stromkastenstyling 2027