Die Hochschule Stralsund arbeitet an einer digitalen Entscheidungshilfe für Patienten mit Hirnaneurysmen. Das Forschungsprojekt PIRATE soll individuelle Risiken genauer berechnen, weil bisherige Diagnosemodelle die komplexen Unterschiede zwischen einzelnen Aneurysmen nur eingeschränkt erfassen.
Das Vorhaben startete im April 2026 und läuft nach Angaben der Hochschule bis März 2029.
Risiko ist schwer vorherzusagen
Ein Hirnaneurysma kann über lange Zeit unverändert bleiben oder wachsen und reißen.
Eine Ruptur kann schwere Hirnblutungen verursachen. Ärzte müssen deshalb zwischen den Risiken einer Behandlung und dem Risiko eines unbehandelten Aneurysmas abwägen.
Software soll Patientendaten kombinieren
PIRATE setzt auf moderne medizinische Bildgebung, Analyseverfahren und computergestützte Methoden.
Ziel ist eine Prototyp-Software, die Ärzte bei der Wahl einer individuell geeigneten Behandlungsstrategie unterstützt.
EU und Land finanzieren Forschung
Das Projekt wird über Mecklenburg-Vorpommern und Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt.
Für Stralsund stärkt das Vorhaben zugleich einen Forschungsbereich an der Schnittstelle von Informatik, Medizin und mathematischer Modellierung.
Quelle:
Hochschule Stralsund, Forschungsprojekt PIRATE, Laufzeit 2026 bis 2029.