Wenn in den Sana Kliniken Niederlausitz der reguläre Betrieb noch nicht begonnen hat, sind die ersten Reinigungskräfte längst im Einsatz. Insgesamt 38 Mitarbeitende kümmern sich an den Standorten Senftenberg und Lauchhammer um rund 43.000 Quadratmeter Reinigungsfläche und damit um einen Bereich, der unmittelbar zur Patientensicherheit gehört.

Reinigung beginnt bereits um 5 Uhr

Nach Angaben der Sana Kliniken Niederlausitz startet das Team in Lauchhammer bereits um 5 Uhr. Zunächst werden unter anderem Röntgen und MRT, Notaufnahme, Physiotherapie sowie Praxisräume im Medizinischen Versorgungszentrum gereinigt, bevor Mitarbeiter und Patienten dort eintreffen.

Teamleiterin Nadin Schrock koordiniert den Krankenhausservice in Lauchhammer. Dazu gehören neben der Reinigung auch Bettenaufbereitung, Hol- und Bringservice sowie die Wäscherei. In Senftenberg übernimmt Manuela Löwe die Leitung für Zentralreinigung, Bettenaufbereitung, Hol- und Bringedienst sowie Telefonzentrale.

Die Dimensionen sind erheblich: Patientenzimmer, Stations- und Funktionsbereiche, Operationsräume, Treppenhäuser, Aufzüge, Verwaltungsflächen, Tageskliniken, Nebengebäude und Zentrallager ergeben zusammen etwa 43.000 Quadratmeter.

Im OP gelten besonders strenge Regeln

Besonders hohe Anforderungen stellt der Operationsbereich. Kathrin Schulze arbeitet seit mehr als zehn Jahren im OP-Trakt des Krankenhauses Lauchhammer und beginnt ihre Arbeit bereits vor dem ersten Eingriff.

Nach jeder Operation folgt eine Zwischenreinigung. Oberflächen werden abgewischt, nicht mehr benötigte Geräte entfernt und gereinigt sowie Abfälle entsorgt. Erst danach kann der nächste Eingriff vorbereitet werden.

Am Ende eines OP-Tages folgt eine umfassendere Schlussreinigung. Lampen, Wandflächen und medizinische Geräte werden dabei nach einem festen Ablauf gesäubert.

Bei Patienten mit infektiösen Erkrankungen gelten zusätzliche Schutzmaßnahmen. Reinigungskräfte tragen dann unter anderem undurchlässige Schutzkittel, Mundschutz, Kopfhauben und Handschuhe und arbeiten mit speziellen Desinfektionsmitteln.

Drei Farben für unterschiedliche Bereiche

Auch in den Patientenzimmern folgt die Reinigung einem festgelegten System. Täglich werden unter anderem Badezimmer, Nachttische, Griffe und Böden gereinigt.

Für unterschiedliche Bereiche verwendet das Team ein Drei-Lappen-System. Blaue Tücher sind für Staub und Mobiliar vorgesehen, gelbe für Dusche und Waschbecken und rote ausschließlich für das WC.

Damit soll verhindert werden, dass Keime zwischen verschiedenen Bereichen übertragen werden.

Auch jedes Krankenhausbett wird desinfiziert

Mit der Entlassung eines Patienten endet die Arbeit des Reinigungsteams nicht. Der Platz wird gründlich gereinigt und das Krankenhausbett anschließend zur Bettenaufbereitung gebracht.

Dort werden Rahmen, Flächen und schwer erreichbare Stellen desinfiziert, bevor das Bett wieder auf einer Station eingesetzt werden kann.

Die Arbeit erfordert nach Angaben der Sana Kliniken neben körperlicher Belastbarkeit vor allem genaue Kenntnisse der Hygienevorgaben. Neue Mitarbeiter werden deshalb schrittweise in unterschiedliche Klinikbereiche eingearbeitet.

Teamleiterin Nadin Schrock sieht darin eine wesentliche Voraussetzung für einen funktionierenden Krankenhausbetrieb: Ein verlässliches und gut geschultes Team sei notwendig, damit Reinigung und Service auch bei hohem Arbeitsaufkommen ineinandergreifen.

Quelle:

Sana Kliniken Niederlausitz, Pressemitteilung „Saubere Sache“.