Einzelkünstler und Gruppen können teilnehmen

Die Ausschreibung richtet sich nicht nur an bekannte Berufskünstler. Auch Gruppen und gemeinschaftliche Projekte können vorgeschlagen werden.

Entscheidend ist der nachvollziehbare Bezug zur Landeshauptstadt. Dieser kann durch den Wohn- oder Arbeitsort, das Thema eines Werkes oder die Wirkung eines Projektes auf das kulturelle Leben Schwerins entstehen.

Die Bewerbung sollte erklären, welche Arbeit ausgezeichnet werden soll und weshalb sie für die Stadt eine besondere Bedeutung besitzt.

Innovation bleibt ein wichtiges Kriterium

Nach den Ausschreibungsbedingungen sollen die Arbeiten eigenständige und kreative Ansätze verfolgen. Eine bloße Wiederholung bekannter Formate dürfte daher nicht ausreichen.

Innovation muss dabei nicht zwangsläufig digitale Kunst oder neue Technik bedeuten. Auch ein traditionelles künstlerisches Verfahren kann neue Perspektiven eröffnen oder gesellschaftliche Themen ungewöhnlich behandeln.

Die Jury sollte ihre Bewertungskriterien nach der Entscheidung möglichst verständlich darstellen.

Im Vorjahr wurden drei Kulturschaffende ausgezeichnet

Der Preis ging im vergangenen Jahr an Nando Kallweit, Sabine Klemm und Tino Bittner.

Die erneute Ausschreibung soll sichtbar machen, wie vielfältig die Schweriner Kulturszene arbeitet. Neben großen Institutionen wird das städtische Kulturleben von Ateliers, freien Gruppen, Musikern, Autoren und ehrenamtlichen Initiativen geprägt.

Gerade kleinere Projekte erreichen häufig Stadtteile und Zielgruppen, die klassische Kulturhäuser nur schwer ansprechen.

Auszeichnungen ersetzen keine verlässliche Förderung

Ein Preis schafft öffentliche Aufmerksamkeit und würdigt besondere Leistungen. Er löst jedoch nicht die finanziellen Probleme vieler Kulturschaffender.

Ateliermieten, Technik, Materialien, Veranstaltungsräume und Versicherungen müssen über das gesamte Jahr bezahlt werden. Einzelne Preisgelder können diese dauerhaften Kosten nur begrenzt auffangen.

Schwerin benötigt deshalb neben Auszeichnungen transparente Förderprogramme und bezahlbare Arbeitsräume.

Bürger können selbst Vorschläge machen

Die offene Ausschreibung ermöglicht es Einwohnern, Kulturschaffende vorzuschlagen, die außerhalb etablierter Netzwerke arbeiten.

Damit ein Vorschlag Erfolg haben kann, sollte er konkrete Informationen enthalten. Dazu gehören eine Beschreibung der bisherigen Arbeit, der Bezug zu Schwerin und möglichst Beispiele oder Dokumentationen.

Unvollständige Nennungen erschweren es der Jury, Leistungen verschiedener Bewerber miteinander zu vergleichen.

Frist endet am 30. September

Die Vorschläge müssen schriftlich bei der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin eingereicht werden. Als Anschrift nennt die Stadt den Marienplatz 9 in Schwerin.

Bis zum Ende der Frist bleiben knapp zwei Monate. Kulturvereine und Einrichtungen sollten prüfen, welche Künstler aus ihrem Umfeld für eine Nominierung infrage kommen.

Nach der Auswahl sollte die Stadt nicht nur die Namen der Preisträger, sondern auch die ausgezeichneten Arbeiten ausführlich vorstellen.

Quellen

Landeshauptstadt Schwerin, „Ausschreibung Kunst- und Kulturpreis Schwerin 2026“, veröffentlicht am 1. Juni 2026

Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, Ausschreibungsunterlagen und Teilnahmebedingungen, Stand 2026