Der Wasser- und Bodenverband „Schnelle Havel“ hat mit den turnusmäßigen Unterhaltungsarbeiten an den Gräben im Oranienburger Stadtgebiet begonnen. Betroffene Grundstückseigentümer müssen dafür sorgen, dass die Gewässer zugänglich sind.

Die Arbeiten laufen nach Angaben der Stadt vom 3. August 2026 bis zum 26. Februar 2027. Sie betreffen sogenannte Gewässer zweiter Ordnung. Dazu gehören unter anderem die Muhre und die Bäke.

Die Gräben verlaufen durch Felder, Gärten und Waldgebiete, teilweise aber auch unter Straßen und anderen Gewässern hindurch.

Gräben sichern den Abfluss von Regenwasser

Die Gewässer übernehmen eine wichtige Funktion bei der Entwässerung. Sie sollen dafür sorgen, dass Regenwasser kontrolliert abfließen kann.

Ohne ausreichend gepflegte Gräben könnte sich das Wasser nach starken Niederschlägen unkontrolliert ausbreiten. Je nach Beschaffenheit des Bodens könnten Flächen außerdem über längere Zeit durchnässt bleiben.

Im Zuge der Arbeiten wird deshalb kontrolliert, ob das Wasser überall frei und ungehindert fließen kann.

Mähen, Entkrauten und Entschlammen vorgesehen

Die Mitarbeiter des Verbandes entfernen zu starke Uferbepflanzung und mähen betroffene Bereiche.

Die Gräben werden außerdem entkrautet und bei Bedarf entschlammt. Welche Arbeiten an einem konkreten Abschnitt erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Zustand des Gewässers ab.

Die Maßnahmen sollen die Funktionsfähigkeit der Gräben langfristig erhalten.

Zugänge müssen freigehalten werden

Anlieger, deren Grundstücke unmittelbar an einen Graben grenzen, sollen einen freien Zugang ermöglichen.

Gegenstände und andere Hindernisse am Gewässerrand müssen so entfernt werden, dass die Arbeiten ungehindert durchgeführt werden können. Das kann beispielsweise Gartengeräte, Baumaterialien oder bewegliche Einfriedungen betreffen.

Die Stadt weist darauf hin, dass auch Anlagen gekennzeichnet werden müssen, die bei den Arbeiten beschädigt werden könnten.

Grenzsteine und Leitungen sichtbar markieren

Grenzsteine, Rohrleitungen sowie Einläufe von Drainagen sollen mit einem deutlich sichtbaren Pfahl markiert werden.

Damit sollen Schäden durch Maschinen oder andere Arbeitsgeräte vermieden werden. Eigentümer sind daher aufgefordert, ihre Grundstücksbereiche rechtzeitig zu kontrollieren.

Bei Fragen oder notwendigem Abstimmungsbedarf können sich Anlieger direkt an den Wasser- und Bodenverband „Schnelle Havel“ wenden.

Quellen

Stadt Oranienburg – „Unterhaltungsarbeiten an Oranienburgs Gräben starten“, veröffentlicht am 4. August 2026.

Wasser- und Bodenverband „Schnelle Havel“ – Angaben zu den jährlichen Unterhaltungsarbeiten an Gewässern zweiter Ordnung vom 3. August 2026 bis zum 26. Februar 2027.