Alle 39 offiziell ausgewiesenen Berliner Badestellen sind nach den aktuellen Messungen zum Baden geeignet. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales weist allerdings an mehreren Gewässern auf ein zeitweise erhöhtes Zerkarienrisiko hin.

Die Wasserqualität wird auf der Übersicht des Landesamtes an sämtlichen Badestellen mit Grün bewertet. An den meisten Seen liegt die Wassertemperatur bei mehr als 20 Grad.

Die hohen Temperaturen können dazu führen, dass vermehrt Zerkarien auftreten. Dabei handelt es sich um Larven von Saugwürmern, die normalerweise Wasservögel befallen.

Sechs Badestellen mit erhöhtem Risiko

Betroffen sind unter anderem das Strandbad Wannsee, das Strandbad Friedrichshagen, die Krumme Lanke, der Kleine Müggelsee, das Strandbad Müggelsee und der Schlachtensee.

Besonders Kinder sollten längere Aufenthalte im flachen Wasser vermeiden. Nach dem Baden wird empfohlen, nasse Kleidung auszuziehen und die Haut kräftig mit einem Handtuch abzutrocknen.

Zerkarien können bei empfindlichen Personen eine sogenannte Badedermatitis mit stark juckenden Hautveränderungen auslösen.

Hinweis zu Blaualgen im Tegeler See

Am Tegeler See kommen nach Angaben des Landesamtes außerdem toxinbildende Cyanobakterien vor. Ansammlungen von Wasserpflanzen und sichtbar verfärbte Uferbereiche sollten gemieden werden.

Die Wasserqualität der Berliner Badegewässer wird zwischen Mitte Mai und Mitte September alle zwei Wochen kontrolliert.

Quellen

Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin – aktuelle Bewertung der 39 offiziellen Berliner Badestellen, Stand 4. August 2026.

Berlin.de – „Gute Wasserqualität an fast allen Berliner Badestellen“, veröffentlicht am 4. August 2026.