Meiningen hat seine industrielle Dampfloktradition in den vergangenen zwei Jahren um einen neuen touristischen Baustein ergänzt. Die Dampflok Erlebniswelt feiert ihr zweijähriges Bestehen und versucht, Technikgeschichte nicht nur auszustellen, sondern unmittelbar erlebbar zu machen.

Das Museum befindet sich direkt neben dem weiterhin aktiven Dampflokwerk.

Besucher können durch eine Lok gehen

Zu den auffälligsten Ausstellungsstücken gehört eine entlang ihrer Längsachse aufgeschnittene Dampflokomotive.

Besucher können durch das Innere laufen und den Führerstand betreten. Interaktive Stationen erklären, wie Kohle, Wasser, Feuer und Dampf gemeinsam die Maschine antreiben.

Direkt nebenan werden Dampfloks tatsächlich repariert

Der Standort unterscheidet sich von einem klassischen Eisenbahnmuseum.

Neben der Ausstellung arbeitet das DB-Dampflokwerk weiterhin als industrieller Betrieb.

Nach Angaben der Stadt gilt es als letztes großes vollumfängliches Zentrum in Westeuropa, in dem Dampflokomotiven aufgearbeitet, repariert und auch neu gebaut werden können.

Erlebniswelt schützt zugleich Industriegeschichte

Alte Industriegebäude stellen Städte häufig vor erhebliche Probleme.

Abriss, Leerstand oder kostspielige Sanierung sind typische Alternativen.

In Meiningen wurde ein Teil des ehemaligen RAW dagegen als touristischer Standort weiterentwickelt.

Dampflok wird Wirtschaftsfaktor

Die Erlebniswelt allein ersetzt keinen industriellen Arbeitgeber.

Sie trägt jedoch dazu bei, dass die Dampfloktradition zusätzliche Umsätze im Tourismus erzeugt.

Besucher der Erlebniswelt nutzen Gastronomie, Hotels und weitere Angebote der Stadt.

Zusammen mit den neu organisierten Dampfloktagen entsteht damit eine Strategie, bei der ein historischer Industriestandort nicht nur bewahrt, sondern wirtschaftlich neu genutzt wird.

Quellen

Stadt Meiningen / Dampflok Erlebniswelt – zweijähriges Bestehen und Informationen zur Ausstellung.