Ludwigslust. Was vor einigen Jahren mit einzelnen Blühflächen begann, hat sich zu einem umfassenderen Konzept für mehr Artenvielfalt im Stadtgebiet entwickelt. Jetzt hat Ludwigslust mit der „Erweiterung Blühwiesenkonzept“ die Endrunde des Landeswettbewerbs „GUTES.KLIMA.MACHEN.“ erreicht.

Die Entscheidung fällt am 26. August 2026 bei einer öffentlichen Abschlussveranstaltung.

Mehr als Blumen am Straßenrand

Die Stadt betont, dass das Projekt inzwischen weit über klassische Blühwiesen hinausgeht.

Zum Konzept gehören heute:

  • insektenfreundliche Staudenflächen,
  • Blühwiesen,
  • Streuobstwiesen,
  • Heideflächen,
  • Biotope,
  • heimische Sträucher.

Die Entwicklung begann bereits 2020 im Zusammenhang mit den kommunalen Klimaschutzmaßnahmen.

Statt öffentliche Grünflächen überall kurz gemäht zu halten, sollen ausgewählte Bereiche stärker ökologisch bewirtschaftet werden.

Jury entscheidet im August

Nach mehreren Auswahlstufen wurde Ludwigslust in der Kategorie „gut gemacht“ für die finale Juryentscheidung nominiert.

Damit steht noch nicht fest, dass die Stadt den Wettbewerb gewinnt. Die Nominierung selbst ist jedoch bereits eine Anerkennung für die Weiterentwicklung des Konzeptes.

Der Gewinner soll am 26. August bekanntgegeben werden.

Stadtgrün bekommt neue Funktion

Das Projekt zeigt einen Wandel, der vielerorts stattfindet: Grünflächen sollen nicht mehr ausschließlich ordentlich und kurz geschnitten aussehen, sondern auch Lebensraum für Insekten, Vögel und Pflanzen bieten.

Für Kommunen bedeutet das teilweise eine andere Pflege. Für Bewohner kann es gleichzeitig bedeuten, dass manche Flächen bewusst weniger „aufgeräumt“ erscheinen.

Ludwigslust versucht mit seinem Konzept, diese unterschiedlichen Ansprüche miteinander zu verbinden.

Ob daraus Ende August auch ein Landessieg wird, entscheidet nun die Jury.

Quellen und Datenbasis

Stadt Ludwigslust: „Blühwiesenkonzept für Landeswettbewerb nominiert“.

Stadt Ludwigslust: Informationen zu Klimaschutz und Entwicklung des Blühwiesenkonzeptes.