Ein schweres Unwetter hat nach Angaben der Betreiber die gesamte Ernte des Biohofs „Ross und Rettich“ im Raum Ilmenau zerstört. Christiane und Frank Risch haben deshalb eine öffentliche Spendenaktion gestartet und bitten um Unterstützung.

Auf einem veröffentlichten Hilfsaufruf sind stark beschädigte Pflanzen, abgeknickte Stängel und verwüstete Anbauflächen zu sehen. In großen roten Buchstaben heißt es: „Unwetter zerstört unsere gesamte Ernte. Wir brauchen Sie!“

Gesamte Ernte soll verloren sein

Für einen landwirtschaftlichen Betrieb bedeutet der Verlust einer Ernte weit mehr als beschädigte Pflanzen. Mit den Erzeugnissen fallen zugleich die erwarteten Einnahmen aus, während viele Kosten bereits entstanden sind.

Saatgut, Jungpflanzen, Bewässerung, Bodenbearbeitung, Arbeitsstunden und Technik müssen häufig lange vor dem Verkauf finanziert werden. Werden die Pflanzen kurz vor der Ernte durch Hagel, Starkregen oder Sturm zerstört, lassen sich diese Ausgaben nicht mehr durch den Verkauf der Produkte ausgleichen.

Der Biohof spricht in seinem Aufruf ausdrücklich von der „gesamten Ernte“. Wie groß die bewirtschaftete Fläche ist und ob einzelne Bereiche gerettet werden konnten, sollte noch unmittelbar mit den Betreibern geklärt werden.

Betreiber danken für Solidarität

Christiane und Frank Risch bedanken sich bereits in ihrem Aufruf für die Unterstützung:

„Vielen Dank für Ihre Solidarität und wertvolle Hilfe.“

Der Hilfsaufruf verweist auf eine eingerichtete Spendenseite. Mit den Zuwendungen sollen offenbar die Folgen des Ernteausfalls aufgefangen und die Fortführung des Betriebs unterstützt werden.

Interessierte sollten sich vor einer Spende auf der Spendenseite über den aktuellen Stand, die Verwendung der Mittel und mögliche neue Informationen des Hofes informieren.

Kleine Höfe besonders anfällig für Ernteausfälle

Für kleinere landwirtschaftliche Betriebe kann ein einzelnes Unwetter existenzbedrohende Folgen haben. Anders als große Unternehmen verfügen sie häufig nicht über mehrere Standorte, umfangreiche Rücklagen oder zahlreiche unterschiedliche Geschäftsfelder.

Fällt die Ernte auf einer zentralen Anbaufläche aus, betrifft dies möglicherweise einen großen Teil des jährlichen Umsatzes. Gleichzeitig laufen feste Kosten weiter. Dazu können Pacht, Kredite, Versicherungen, Strom, Wasser, Maschinen und Tierhaltung gehören.

Bei direkt vermarktenden Höfen kommt hinzu, dass auch Hofläden, Marktstände oder Abonnements nicht mehr wie geplant beliefert werden können.

Schäden auf dem veröffentlichten Bild sichtbar

Das verbreitete Motiv zeigt eine trockene, stark beschädigte Anbaufläche. Mehrere Pflanzen liegen abgeknickt oder niedergedrückt auf dem Boden. Blätter und Stängel sind teilweise stark beschädigt.

Das Bild vermittelt das Ausmaß des Schadens, erlaubt aber keine genaue Einschätzung der verlorenen Mengen oder des finanziellen Schadens. Für eine belastbare Bilanz wären weitere Angaben des Hofes erforderlich.

Wetterrisiken treffen die Landwirtschaft unmittelbar

Landwirtschaft ist in besonderer Weise vom Wetter abhängig. Starkregen kann Böden abschwemmen oder Pflanzen überfluten. Hagel beschädigt Blätter und Früchte innerhalb weniger Minuten. Sturm kann Gewächshäuser, Folien und empfindliche Kulturen zerstören.

Auch längere Trockenperioden und Hitze können Ernten mindern. Treffen mehrere Wetterereignisse in einer Saison zusammen, steigt die Belastung für die Betriebe zusätzlich.

Nicht jeder Schaden ist vollständig versicherbar. Versicherungsprämien können hoch sein, und je nach Vertrag gelten Selbstbeteiligungen, Ausschlüsse oder begrenzte Entschädigungen.

Spendenaktion soll Hof stabilisieren

Der Biohof hat seine Spendenaktion unter dem Titel „Unwetter zerstört unsere Ernte“ eingerichtet.

Die im Hilfsaufruf genannte Adresse lautet:

www.gofundme.com/f/unwetter-zerstort-unsere-ernte

Vor einer Unterstützung empfiehlt sich ein Blick auf die jeweils aktuelle Beschreibung der Aktion. Dort können die Betreiber weitere Angaben zum Schaden, zum Finanzierungsbedarf und zur geplanten Verwendung der Spenden veröffentlichen.

Regionale Landwirtschaft lebt von verlässlichen Kunden

Kleine landwirtschaftliche Betriebe erfüllen in ländlichen Regionen mehrere Aufgaben. Sie erzeugen Lebensmittel, bewirtschaften Flächen, erhalten Wissen über Anbau und Tierhaltung und schaffen regionale Wirtschaftskreisläufe.

Viele Höfe verkaufen direkt an Verbraucher und sind deshalb besonders auf eine treue Kundschaft angewiesen. Unterstützung kann neben einer Spende auch darin bestehen, später wieder Produkte des Hofes zu kaufen oder dessen Angebote weiterzuempfehlen.

Voraussetzung bleibt, dass der Betrieb nach dem Ernteausfall die kommende Saison vorbereiten und notwendige Betriebsmittel finanzieren kann.

Christiane und Frank Risch vom Biohof „Ross und Rettich“ bei Ilmenau melden nach einem Unwetter den Verlust ihrer gesamten Ernte.

Mit einer öffentlichen Spendenaktion bitten sie um Unterstützung und danken für die bisherige Solidarität. Der veröffentlichte Aufruf zeigt erheblich beschädigte Anbauflächen. Wie hoch der Schaden tatsächlich ist und welche Kulturen betroffen sind, wurde bislang noch nicht näher mitgeteilt.

Quelle:
Öffentlicher Spenden- und Hilfsaufruf des Biohofs „Ross und Rettich“ aus dem Raum Ilmenau, veröffentlicht im Juli 2026.